Über den Weimarer Menschenrechtspreis


Der Menschenrechtspreis der Stadt Weimar ehrt Menschen, Initiativen und Organisationen, die sich mit außergewöhnlichem Mut und nachhaltigem Engagement für die Wahrung und Durchsetzung der Grund- und Menschenrechte einsetzen. Er zeichnet den Einsatz für Demokratie, Menschlichkeit und Toleranz aus und tut dies über nationale Grenzen hinweg und mit dem klaren Blick auf eine gerechtere, solidarische Welt.
Ein besonderes Augenmerk gilt Projekten und Initiativen, die sich international für den Aufbau und die Stärkung demokratischer Strukturen engagieren. Denn wo Demokratie wächst, entstehen Räume für Freiheit, Teilhabe und die dauerhafte Achtung der Menschenrechte.
Warum verleiht die Stadt Weimar den Menschenrechtspreis seit über 30 Jahren?
Der Menschenrechtspreis ist Ausdruck der historischen Verantwortung, die die Stadt Weimar trägt. Er erinnert daran, dass Demokratie und Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit sind, sondern täglich verteidigt werden müssen. Der Preis würdigt Menschen, die sich heute, oft unter hohem persönlichem Risiko, für Freiheit, Gerechtigkeit und die weltweite Achtung der Menschenrechte einsetzen, damit sich Unrecht nicht wiederholt.
Gleichzeitig ist der Menschenrechtspreis ein klares Bekenntnis zu einer werte- und regelbasierten Weltordnung. Er zeigt: Weimar stellt sich in Solidarität mit seinen Preisträgerinnen und Preisträgern sichtbar und entschlossen den Herausforderungen der Gegenwart
Gerade heute ist diese Auszeichnung notwendiger denn je. Schweigen ist kein Zeichen von Neutralität, sondern Teil des Problems. Menschen, die für Freiheit und Gerechtigkeit eintreten, werden verfolgt, inhaftiert oder ermordet. Ihre Stimmen brauchen Aufmerksamkeit, Schutz und eine Bühne. Nicht nur in Weimar, sondern weltweit.
Die Gesellschaft im Mittelpunkt: Mitwirken, zuhören, vernetzen
Der Menschenrechtspreis lebt nicht allein von seiner Verleihung, sondern von der Beteiligung der Gesellschaft. Die Preisverleihung versteht sich bewusst als öffentlicher Raum des Zuhörens, des Austauschs und der Begegnung. Durch Gespräche, Diskussionen und Vernetzung soll deutlich werden, dass Menschenrechte kein abstraktes Konzept sind, sondern immer eine gemeinsame, solidarische Aufgabe.
Begegnungen mit den Preisträgerinnen und Preisträgern eröffnen neue Perspektiven, stärken zivilgesellschaftliche Netzwerke und ermutigen dazu, selbst Haltung zu zeigen und aktiv zu werden. So wirkt der Preis über den Moment hinaus als Impulsgeber, Lernraum und Verbindungspunkt für Engagement vor Ort und weltweit.
Wer kann vorgeschlagen werden?
Für den Menschenrechtspreis können Einzelpersonen, Gruppen oder Organisationen aus aller Welt vorgeschlagen werden. Die Auswahl trifft ein unabhängiger Vergabebeirat; die Entscheidung wird anschließend vom Stadtrat bestätigt.
Vorschläge können bis zum 30. April eines Jahres eingereicht werden.
Preisverleihung
Die feierliche Verleihung findet jährlich rund um den 10. Dezember, den Internationalen Tag der Menschenrechte, statt.
Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird durch eine eigens gestaltete Preisskulptur ergänzt.
Fotos: Henry Sowinski















