Karen Farisai Mukwasi


Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 25. Juni 2025 dem Vorschlag des Vergabebeirats zugestimmt, Frau Karen Farisai Mukwasi aus Simbabwe mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar 2025 zu ehren.
Karen Farisai Mukwasi arbeitet seit 15 Jahren für die Rechte simbabwischer Frauen. So will sie besonders jüngere Frauen zum Thema Belästigung im Internet und in digitaler Sicherheit aufklären. 2018 gründete sie mit Kollegen die Plattform PADA. Dort werden digitale Kampagnen zur Sicherheit von Frauen entwickelt und veröffentlicht, Schulungen und Lehrgänge zur Verbesserung der Wirksamkeit von Interessenskampagnen zu Frauenrechten durchgeführt. Ihre Erfahrungen in der Filmbranche nutzt Frau Mukwasi, um Fälle von Gewalt gegen Frauen zu dokumentieren. Frau Mukwasi geriet 2020 erstmals in den Fokus der Staatssicherheit, weil sie Opfer der sogenannten Treibstoff-Unruhen aus Harare interviewte und deren Berichte über Vergewaltigungen, körperliche Gewalt und Zerstörung ihres Eigentums mit Kamera dokumentierte. Sie startete ein Hilfsprogramm für die Überlebenden und organisierte medizinische Unterstützung und Rechtsberatung. Trotz seitdem ständiger Bedrohung führt sie ihren Kampf um soziale Gerechtigkeit weiter.
Der Weimarer Menschenrechtspreis würdigt das herausragende Engagement der 43jährigen Mutter zweier Kinder und soll zu ihrer persönlichen Sicherheit beitragen. Der Vorschlag wurde von der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte eingereicht. Die Geschäftsführerin der Stiftung, Martina Bäuerle, überbrachte die freudige Nachricht aus Weimar persönlich, worauf Frau Mukwasi mit folgenden Worten reagierte:
„I am honoured to receive this award. It just shows me that the work I am doing [...] matters. I dedicate this award to every Zimbabwean woman fighting for her freedom and that of other Zimbabwean women. I am grateful to the City of Weimar and the Hamburg Foundation for politically persecuted Persons for supporting my journey.“
„Ich fühle mich geehrt, diese Auszeichnung zu erhalten. Sie zeigt mir, wie wichtig meine Arbeit [...] ist. Ich widme diese Auszeichnung jeder simbabwischen Frau, die für ihre Freiheit und die anderer simbabwischer Frauen kämpft. Ich bin der Stadt Weimar und der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte dankbar, dass sie meinen Weg unterstützen.“
Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Außerdem erhält die Preisträgerin als künstlerische Beigabe einen Pokal des Weimarer Künstlers und Weimar-Preisträgers Walter Sachs.
Die 31. Verleihung des Menschenrechtspreises der Stadt Weimar steht unter der Schirmherrschaft von Gundula Gause und wird am 6. Dezember 2025 stattfinden. Insgesamt wurden 15 Nominierungen für den diesjährigen Menschenrechtspreis eingereicht. Die Vorgeschlagenen kommen aus Deutschland, Polen, Russland, Belarus, der Ukraine, Ecuador, Kuba, Kolumbien, den Philippinen, dem Sudan, Pakistan, Iran, Palästina und Israel.























