Ehrengabe der Stadt Weimar
Die Ehrengabe der Kulturstadt Weimar soll als äußeres Zeichen der Anerkennung für besondere Verdienste um Weimar auf kulturellem, wissenschaftlichem oder wirtschaftlichem Gebiete dienen. Sie wird an natürliche Personen unabhängig vom Wohnort verliehen.
Am 23. August 2025 wurde Dr. Agnès Triebel, langjährige Direktorin des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos (IKBD) mit Sitz in Paris mit der Ehrengabe der Stadt Weimar ausgezeichnet. Die offizielle Verleihung fand auf Einladung von Oberbürgermeister Peter Kleine im Festsaal des Weimarer Rathauses statt.
Dr. Triebel war von 1997 bis April 2025 als Direktorin des IKBD tätig, das sich weltweit als Dachverband der Überlebenden des Konzentrationslagers versteht. Die promovierte Juristin arbeitete während ihrer 28-jährigen Amtszeit ehrenamtlich für das Komitee. In ihre Zeit als IKBD-Direktorin fielen neben zahlreichen Veranstaltungen wie den jährlichen Gedenkfeiern zur Befreiung des Lagers, Lesungen, Gesprächen mit Jugendlichen, Ausstellungsorganisationen und Forschungsimpulsen wie der Auffindung von verschollenen Häftlingslisten des ehemaligen KZ Buchenwald auch die Mitwirkung bei der Ernennung von mehr als 30 Buchenwald-Überlebenden zu Ehrenbürgern der Stadt Weimar.
Die Ehrengabe wird als Einzelstück (Unikat) von Weimarer Künstlern bzw. Künstlerinnen gefertigt. Sie ist 2025 der Form einer „Stolperstein“-Oberfläche nachempfunden und weist eine Kantenlänge von 40 mm auf. Sie zeigt eine Darstellung des Goethe-Schiller-Denkmals in Verbindung mit dem Lagertor von Buchenwald. Die Darstellung wird durch die Inschrift "Ehrengabe der Stadt Weimar“ gefasst und ist auf der Rückseite mit dem eingravierten Namen der Trägerin sowie des Verleihungsdatum versehen.
Letztmalige Stiftung der Ehrengabe: Grundstein des Bauhaus-Museums (2016)

