Ausbau der Straße Neu-Ehringsdorf und Errichtung einer Trennkanalisation


Im Vorfeld der geplanten Ausbaumaßnahme in der Straße Neu-Ehringsdorf wurde in den Jahren 2022/23 bereits die s.g. äußere Erschließung mit Verlegung eines Schmutzwassersammlers in der Belvederer Allee ab der Gabelung zum Schloss bis zur Einmündung in die Anliegerstraße Neu-Ehringsdorf durchgeführt. Gleichzeitig wurde dabei in diesem Abschnitt auch die Straßenbeleuchtung erneuert und eine neue Asphaltdeckschicht auf die Fahrbahn aufgebracht.
Nunmehr baut die Stadt Weimar und der Kommunalservice Weimar, Bereich Abwasser in einer Gemeinschaftsmaßnahme die Anliegerstraße Neu-Ehringsdorf grundhaft aus und stellt eine Trennkanalisation her.
Die Straße weist eine Gesamtlänge von ca. 300 m auf. Die zur Verfügung stehende Ausbaubreite im öffentlichen Bereich liegt zwischen 7,00 m und 7,50 m zzgl. der Kurvenaufweitung an der Einmündung zur Belvederer Allee.
Die Straße sowie die Trennkanalisation sollen unter Beachtung der technischen Möglichkeiten, der räumlichen Gegebenheiten und unter Mitberücksichtigung der Nutzungsanforderungen der Anwohner gebaut werden. Neben dem Anschluss der Häuser an die zentrale Kläranlage in Tiefurt soll gleichzeitig für eine geordnete Ableitung des Niederschlagswassers gesorgt werden.
Kanalbau:
In der Anliegerstraße Neu-Ehringsdorf wird beginnend an der Belvederer Allee ein Trennkanalsystem errichtet. Das bedeutet die Verlegung zweier parallel verlaufender Kanäle getrennt nach Schmutzwasser und Regenwasser. Der Schmutzwasserkanal wird auf der Nordseite der Fahrbahn verlegt und die Schmutzwasserhausanschlüsse werden darauf aufgebunden. Südlich anschließend wird der Regenwasserkanal so in die Fahrbahn gelegt, dass die Befahrung durch Rettungsfahrzeuge während der gesamten Bauzeit gewährleistet wird.
Die Dimensionierung des Regenwasserkanals wurde an die örtlichen Gegebenheiten und die Besonderheit der Außengebietsentwässerung angepasst. Da nicht in jedem Ereignisfall die anfallenden Mengen des Regenwassers schadlos in die Vorflut abgeleitet werden können, soll auf dem Grundstück gegenüber der Einmündung der Straße Neu-Ehringsdorf ein Stauraumkanal errichtet werden, der den Abfluss des Regenwassers in die Vorflut entsprechend drosselt.
Straßenausbau:
Nach Fertigstellung des Kanalbaus wird die Anliegerstraße Neu-Ehringsdorf entsprechend den technischen und verkehrlichen Erfordernissen grundhaft ausgebaut. Die geplante Straße besitzt eine asphaltierte Fahrbahnbreite von 5,00 m. Am südlichen Rand wird die Fahrbahn durch einem 0,30 m breiten Pflasterstreifen und auf der nördlichen Seite von einer 0,50 m breiten Pflastermulde abgegrenzt. Sowohl Pflasterstreifen, als auch Pflastermulde bestehen aus Natursteinpflaster. Daran schließen sich beidseitig bis zu den jeweiligen Grundstücksgrenzen befahrbare Randstreifen an, welche mit Betonpflaster niveaugleich zur Fahrbahn ausgebildet werden und in ihrer Breite variieren.
Nach Fertigstellung der Straßenbauarbeiten erfolgt die Markierung und Beschilderung der hergestellten Verkehrsanlage als „Verkehrsberuhigter Bereich“ mit entsprechend ausgewiesenen und markierten Parkstellflächen.
Zusätzlich wird im Verlauf der Belvederer Allee die Bushaltestelle gegenüber der Einmündung der Straße Neu-Ehringsdorf ertüchtigt und mit einem Sonderbord für Niederflurbusse ausgestattet, so dass ein Zugang auch für mobilitätseingeschränkte Menschen möglich ist.
Unterirdischer Löschwasserbehälter:
Im Rahmen der Gesamtbaumaßnahme ist auch die Errichtung eines unterirdischen Löschwasserbehälters vorgesehen. Dieser soll neben dem Stauraumkanal ebenfalls auf der der Einmündung der Straße Neu-Ehringsdorf gegenüberliegenden Fläche hergestellt werden.
Geplante Bauausführung / Bauzeitraum / Erreichbarkeit Grundstücke:
Nach einer öffentlichen Ausschreibung wurden die Bauleistungen für den 2. Bauabschnitt (Kanal- und Straßenbau in der Anliegerstraße Neu-Ehringsdorf) an die Baufirma WBB Straßen- und Tiefbau Marksuhl GmbH vergeben.
Die Arbeiten vor Ort haben am 22.04.2025 mit der Verkehrssicherung und am 07.05.2025 mit dem Kanalbau von der Einmündung zur Belvederer Allee aus begonnen. Im Anschluss an den Kanalbau soll in Abhängigkeit der Witterung und dem Baufortschritt ab 2026 der Straßenbau umgesetzt werden.
Die Herstellung des Stauraumkanals sowie des Unterirdischen Löschwasserbehälters soll noch im Jahr 2025 ausgeschrieben und parallel zum Straßenbau 2026 hergestellt werden.
Die Planung und Verkehrsführung wurde im Rahmen einer Anliegerversammlung am 01.04.2025 erneut in Ehringsdorf vorgestellt. Die Präsentation sowie einzelne Planunterlagen dazu sind nachfolgend veröffentlicht
| Institution / Unternehmen | Ansprechpartner | Zuständigkeit |
|---|---|---|
|
Eigenbetrieb Kommunalservice Weimar, Bereich Abwasser Industriestraße 14, 99427 Weimar |
Uwe Schmerler |
Kanalbau |
|
Stadt Weimar |
Sandra Becker Telefon: 03643/762 721 E-Mail: tiefbau@stadtweimar.de |
Straßenbau, Stauraumkanal, Löschwasser |
|
Ingenieurbüro Katzung GmbH |
Frau Katzung |
Planung, Bauüberwachung |
Präsentation Einwohnerversammlung
2.1 MBPräsentation Einwohnerversammlung
Markierungs- und Beschilderungsplan
0.8 MBMarkierungs- und Beschilderungsplan
Regelprofil Medien
0.1 MBRegelprofil Medien
Regelquerprofil Stat. 0+170
0.1 MBRegelquerprofil Stat. 0+170
Lageplan Abwasser - 2. BA - Ausführungsplanung -
0.8 MBLageplan Abwasser - 2. BA - Ausführungsplanung -
Lageplan Straßenbau Stat. 0+230 - BE
0.4 MBLageplan Straßenbau Stat. 0+230 - BE
Lageplan Straßenbau Stat. 0+000 - 0+120
0.4 MBLageplan Straßenbau Stat. 0+000 - 0+120
Lageplan Straßenbau Stat. 0+120 - 0+230
0.3 MBLageplan Straßenbau Stat. 0+120 - 0+230
Entwässerungslageplan Teil 2
0.4 MBEntwässerungslageplan Teil 2
