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Ute Freudenberg mit Weimar-Preis 2026 geehrt

Freuen sich gemeinsam bei der Ehrung (von links): Stadtratsvorsitzende Katrin Götz, Laudatorin Kim Fisher, Preisträgerin Ute Freudenberg sowie Oberbürgermeister Peter Kleine. ©Maik Schuck, 2026Freuen sich gemeinsam bei der Ehrung (von links): Stadtratsvorsitzende Katrin Götz, Laudatorin Kim Fisher, Preisträgerin Ute Freudenberg sowie Oberbürgermeister Peter Kleine. ©Maik Schuck, 2026

Die Sängerin Ute Freudenberg hat für ihre Verdienste um das kulturelle Ansehen der Stadt Weimar den Weimar-Preis 2026 erhalten. Die 1956 in der Klassikerstadt geborene Künstlerin nahm die Auszeichnung vor großem Publikum in der Weimarhalle im Rahmen des Festaktes der Stadt zum Tag der Deutschen Einheit entgegen. Rund 650 Gäste – darunter zahlreiche Fans aus ganz Deutschland – lauschten dabei auch dem Bläser-Ensemble der Staatskapelle Weimar, das unter anderem eine Instrumentalversion des bekanntesten Songs von Ute Freudenberg, der „Jugendliebe“, intonierte.

„Sie sind nicht nur eine großartige Sängerin. Sie sind eine fabelhafte Botschafterin unserer Stadt Weimar. Und deshalb bin ich froh und stolz, dass der Weimarer Stadtrat in seiner Sitzung am 17. Juni 2026 der Empfehlung der Vergabe-Jury mit überwältigender Mehrheit zugestimmt hat, Ihnen den Weimarpreis 2026 zu verleihen“, betonte die Stadtratsvorsitzende Katrin Götz.

„Der Weimarpreis ist die höchste Auszeichnung unserer Stadt. Dass er in diesem Jahr an Sie geht, ist für Weimar etwas Besonderes. Denn Sie haben unsere Stadt nicht nur musikalisch geprägt. Sie haben Ihre Verbindung zu Weimar über Jahrzehnte bewahrt und diese Stadt, Ihre Heimatstadt, immer wieder mitgenommen – auf die großen Bühnen und zu den Menschen, die Ihre Musik lieben. Ich möchte deshalb an dieser Stelle sagen: Wir freuen uns von Herzen mit Ihnen! Und wir sind stolz auf Sie“, unterstrich Oberbürgermeister Peter Kleine.

Die Sängerin und Fernsehmoderatorin Kim Fisher ließ in ihrer Laudatio auf die Preisträgerin deren Lebensgeschichte noch einmal lebendig werden. Ute Freudenberg, am 12. Januar 1956 in Weimar geboren, begann ihre musikalische Laufbahn bereits in jungen Jahren. Mit 15 wurde ihr musikalisches Talent in einem Ferienlager entdeckt und setzte sich 1972 bei einem Nachwuchswettbewerb durch, was ihr den Einstieg in die erste Fernsehsendung „Sechs Mädchen und Musik“ ermöglichte. Nach einem Studium an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Weimar wurde sie 1976 Gründungsmitglied der Rockband „Elefant“, mit der sie zwei LPs und zwölf Singles veröffentlichte.

In den 1980er-Jahren feierte sie große Erfolge: Viermal in Folge wurde sie zur „beliebtesten Sängerin des Jahres“ gewählt (DDR-Jugendmagazin „Neues Leben“). 1984 übersiedelte sie nach Düsseldorf, wo sie als Studiosängerin arbeitete und in Holland sowie auf Kreuzfahrtschiffen als Solistin auftrat. 1988 sang sie unter dem Künstlernamen Heather Jones den Titelsong zum „Tatort – Pleitegeier“.

Nach ihrer Rückkehr nach Weimar 1996 gründete sie die Ute-F-Live-Band und feierte mit Alben wie „Land in Sicht“ (1997) und „Jubilee“ (1999) weitere Erfolge. 1998 erhielt sie die „Goldene Henne“, den begehrtesten Medienpreis des Ostens. Mit ihrem Hit „Jugendliebe“ prägte sie die Musiklandschaft der DDR und des wiedervereinten Deutschlands nachhaltig – der Song wurde 2005 zum „beliebtesten Osthit aller Zeiten“ gewählt.

In den folgenden Jahrzehnten moderierte sie TV-Sendungen, erhielt 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande für ihr soziales Engagement und tourte mit großen Namen wie Christian Lais durch Deutschland. 2023 feierte sie ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum.

„Für mich schließt sich ein Kreis“, sagte Ute Freudenberg nach der Überreichung der von Weimarer Künstlern gestalteten Preisurkunde. „Ich danke von Herzen für den schönsten Preis, den meine Heimatstadt zu vergeben hat!“

Im Anschluss an die Verleihung trug sich Ute Freudenberg in das Goldene Buch der Stadt Weimar ein.


Über den Weimar-Preis:

Der Weimar-Preis wird seit 1990 von der Stadt Weimar vergeben. Er wird an eine Einzelperson verliehen, die sich um das geistig-kulturelle Ansehen der Stadt Weimar verdient gemacht hat. Der Weimar-Preis würdigt vornehmlich eine Lebens­leistung oder eine herausragende Einzelleistung, die einen erkennbaren Bezug zur Stadt Weimar hat. Dabei sollen sich die Verdienste deutlich vom üblichen Maß der Berufsausübung und -erfüllung abheben. Laut Satzung kann der Preis im zweijährigen Rhythmus vergeben werden. Die Auszeichnung wird vom Oberbürgermeister vorgenommen und erfolgt öffentlich im Rahmen einer festlichen Stadtratssitzung am 3. Oktober des Jahres, in dem ein Preis­träger benannt wird. Der Weimar-Preis wird in Form einer Urkunde übergeben, deren Text die auszuzeichnende Leistung würdigt und ist mit 5000 Euro dotiert.