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Lesarten 2026

Vom 4. März bis 1. April 2026 in Weimar

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Weimar ist nicht nur durch sein literarisches Erbe eine Stadt der Literatur, sondern auch durch eine lebendige Gegenwart. Ein Lesefestival, das sich der zeitgenössischen Literatur widmet, richtet den Blick auf die Stimmen unserer Zeit und auf das Lesen als kulturelle Praxis. Die 29. Lesarten verstehen sich als Einladung, Literatur und Lesen vermehrt in den Mittelpunkt zu rücken. Sie eröffnen Räume zum Austausch und zum gemeinsamen Nachdenken und setzen ein Zeichen für die Bedeutung des Lesens in der Gegenwart.

Vor diesem Hintergrund laden die 29. Lesarten vom 4. März bis zum 1. April 2026 zu mehr als 23 Veranstaltungen ein. Eröffnet werden die Lesarten am 4. März um 19 Uhr in der Sendehalle von Kaleb Erdmann, der aus seinem Roman Die Ausweichschule liest. Das Buch, das 2025 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand, setzt sich mit den Nachwirkungen des Erfurter Amoklaufs von 2002 auseinander und thematisiert die Möglichkeiten der literarischen Verarbeitung.

In den folgenden Wochen präsentieren die Lesarten ein breites Spektrum aktueller Literatur: Sachbücher und politische Gespräche, Romane, Lyrik, Fantasy sowie essayistische und szenische Formate. Zu Gast sein werden: Iris Geisler, die in der Eckermann Buchhandlung aus Mely Kiyaks Frausein am 5. März liest, und Bodo Ramelow und Ilko-Sascha Kowalczuk, die mit Gerlinde Sommer in der Redoute des DNT am 6. März um 19.30 Uhr über Die unsichtbare Mauer sprechen. Die österreichische Comiczeichnerin und Autorin Ulli Lust stellt in der Sendehalle am 8. März ihre Graphik-Novel Die Frau als Mensch vor. Der Schauspieler und Sänger Reiner Schöne präsentiert am 11. März um 19.30 Uhr seine Biografie Immer Sehnsucht nach der Ferne im mon ami und Anke Engelmann wird am 12. März aus ihrem „Schelmenroman“ (Lutz Seiler) Blender in der Eckermann Buchhandlung vorlesen, der die Geschichte des Kunstfälschers Hannes Bohn in der DDR erzählt. Mirko Krüger stellt im Mehrgenerationenhaus die schönsten Altstädte Thüringens vor und die vielfach ausgezeichnete Autorin Ulrike Draesner liest in der Kirche St. Ursula in Taubach aus Penelopes Sch()iff. Für Fantasy-Fans gibt es am 19. März um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Weimar eine Lesung mit der österreichischen Autorin Manuela Elser. Sie wird aus City of Storm and Thunder lesen. In der Literaturetage liest am 26. März der Weimarer Autor Hubert Schirneck aus seinem essayistischen Band Das Nichts und das Etwas und wird dabei von Till Wettlaufer auf der Gitarre begleitet.

Mit Christa Schuenke kommt am 27. März eine namhafte Übersetzerin nach Weimar, die zusammen mit den Schauspielern Elke Wieditz und Christoph Heckel aus Shakespeare: Der Mann, der die Miete zahlt im Bücherkubus der HAAB szenisch lesen wird.

Mit In einem neuen Land geht der Zeit-Autor August Modersohn am 31. März im Foyer des DNT der Frage nach, wie sich Deutschland seit 1990 verändert hat. Den Abschluss des Festivals macht die Lyrikerin und Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin Nora Gomringer, die aus ihrem ersten Roman Am Meerschwein übt das Kind den Tod lesen wird.

Neben einem vielfältigen Leseprogramm bieten die Lesarten auch Angebote für Kinder und Cineasten. Immer montags um 20 Uhr zeigt das Kino mon ami besondere Filme, wie etwa LOLITA LESEN IN TEHARAN oder FRANZ K. Und an drei Vormittagen können Kinder in der Stadtbücherei Weimar und der Grundschule Schöndorf den Stimmen der Kinderbuchautorinnen Suza Kolb, Anna Böhm und Josephine Mark lauschen.

Gedruckte Programme sind an den Lesungsorten ebenso wie in der Tourist-Information erhältlich. Tickets sind ab sofort im Vorverkauf über die Tourist-Info zu erwerben. Alle Veranstaltungsdaten und aktuelle Informationen finden Sie im Netz unter lesarten-weimar.de.

Veranstalter und Kooperationspartner:

Kulturdirektion der Stadt Weimar, Stadtbücherei Weimar, Thalia Buchhandlung, Eckermann Buchhandlung, Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar, Literarische Gesellschaft Thüringen e.V., Kino mon ami, Thüringische Landeszeitung, Herzogin Anna Amalia Bibliothek der Klassik Stiftung Weimar, Deutsche Shakespeare-Gesellschaft, Bürgerzentrum/Mehrgenerationenhaus Weimar-West, Deutsches Nationaltheater Weimar, Radio Lotte Weimar und Knabe Verlag Weimar

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