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150.000 Gäste beim 373. Weimarer Zwiebelmarkt

2h0a19122h0a1912Zwiebelrispen an einem der Stände der rund 40 Heldrunger Zwiebelbauern ©Stadt WeimarZwiebelrispen an einem der Stände der rund 40 Heldrunger Zwiebelbauern ©Stadt Weimar

Den diesjährigen Weimarer Zwiebelmarkt haben rund 150.000 Gäste besucht (2025: 230.000). Nach einem oft verregneten Freitag und Sonnabend entschädigte das kühle, aber meist sonnige Herbstwetter am Sonntag die Händler, Bühnenbetreiber und ihre Gäste ein Stück. Die Geschäfte der rund 450 Händlerinnen und Händler verliefen unterschiedlich. Am Sonntagnachmittag waren etwa die Zwiebelrispen der Heldrunger Zwiebelbauern noch nicht ausverkauft. Bratwürste, Zwiebelkuchen und andere kulinarische Angebote wurden trotz oder gerade wegen des durchwachsenen Wetters sehr gut nachgefragt

„Es war ein normaler und im positiven Sinne entspannter Zwiebelmarkt, der leider etwas verregnet war. Das schlägt natürlich auch auf die Besucherzahl durch. Neben dem Wetter hat auch die allgemeine Teuerungsrate einen negativen Einfluss. Die Menschen überlegen sich bei den Tankpreisen durchaus, ob sie eine längere Autofahrt nach Weimar antreten“, resümiert Oberbürgermeister Peter Kleine.

„Durch den Regen am Freitag und Sonnabend fehlen uns Kunden. Außerdem spüren wir die allgemeine Kaufzurückhaltung. Dennoch: Die Stimmung ist gut und die Leute sind freundlich“, bilanziert Udo Pötzschke, Sprecher der Interessengemeinschaft Heldunger Zwiebelbauern die Markttage.

Die Polizeiinspektion Weimar verzeichnete einen ruhigen Zwiebelmarkt mit einem geringen Einsatzgeschehen. Sie registrierte einige alkoholbedingte körperliche Auseinandersetzungen zu später Stunde; bis Sonntagnachmittag wurde ein einziger Diebstahl im Marktgebiet gemeldet. Einen leichten Rückgang der Einsätze im Vergleich zu den Vorjahren verzeichneten auch die Rettungskräfte: sie eilten zu knapp 60 meist leichten Behandlungen, etwa infolge von Schwindel oder umgeknickter Füße. Das städtische Ordnungsamt meldete bis auf drei abgeschleppte Fahrzeuge keine besonderen Vorkommnisse.

Den sportlichen Höhepunkt des Zwiebelmarktes bildete auch in diesem Jahr wieder der Weimarer Stadtlauf, der seine 35. Auflage erlebte. Über 2.000 erwachsene Läuferinnen und Läufer gingen beim Haupt- und den Staffelläufen an den Start. Die Kinderläufe zählten trotz des nassen Wetters rund 400 kleine Laufbegeisterte. Schnellster Läufer beim 11km-Hauptlauf war Samsom Tesfazghi Hayalu vom SV Sömmerda e.V., der nach 34:45 min über die Ziellinie lief. „Der 35. Weimarer Stadtlauf ist aus unserer Sicht sehr erfolgreich gelaufen und blieb trotz wetterbedingt teils rutschiger Laufverhältnisse verletzungsfrei“, betonte Dr. Hans-Georg Timmler vom ausrichtenden HSV Weimar e.V. Mehr als 150 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer vom HSV, dem RFV 1990 „Die Löwen“, der DLRG und der Sportverwaltung der Stadt waren im Einsatz.

„Ich danke allen Organisatoren, Helfern und Mitwirkenden, die das Volksfest möglich gemacht haben. Wir arbeiten ab morgen bereits an der Vorbereitung des 374. Weimarer Zwiebelmarktes. Ich spreche jetzt schon einmal eine herzliche Einladung für den 8. bis 10. Oktober 2027 aus“, unterstrich Oberbürgermeister Peter Kleine.


Pressemitteilung vom 10. Oktober 2026

Weimarer Zwiebelmarkt trotzt dem Regen

Der 373. Weimarer Zwiebelmarkt ist am gestrigen Freitag bei nassem Wetter pünktlich angelaufen. Zwiebelmarktkönigin Roswitha I. und Oberbürgermeister Peter Kleine gaben gestern um 12 Uhr mit der Verkostung des Zwiebelkuchens den Startschuss für Thüringens ältestes Volksfest. Das Besucheraufkommen war am Freitag sowie am heutigen Samstag bis zum frühen Nachmittag zunächst etwas geringer als in Vorjahren. Die Zahl der anreisenden Gäste erhöhte sich seit Mittag jedoch spürbar, sodass das Zwiebelmarktgebiet derzeit gut gefüllt ist. Die Parkplätze auf dem Hauptparkplatz (P+R) an der Humboldtstraße sind derzeit mit mehr als 50 Prozent belegt, die Busparkplätze nahezu voll. Die Ordnungs- und Sicherheitsdienste registrierten bisher keine außergewöhnlichen Vorkommnisse.

Stark frequentiert sind die Stände der rund 40 Heldrunger Zwiebelbauern in der Schillerstraße, die mit ihrem Zwiebelrispen und Gemüse- und Kräuterschmuck-Sortiment den historischen Kern des Weimarer Zwiebelmarktes bilden. „Das Wetter ist wie es ist. Wir machen das Beste daraus. Nach einem wetterbedingt verhaltenen Verkaufsstart gestern gehen heute deutlich mehr handgewickelter Rispen über den Ladentisch“, heißt es von der Interessengemeinschaft Heldrunger Zwiebelbauern.

Der 373. Weimarer Zwiebelmarkt hat noch bis morgen Abend geöffnet.