Stadtverwaltung
DemokratiekonferenzDemokratiekonferenzDemokratiekonferenzDemokratiekonferenz

„Konflikte verstehen – gemeinsam Lösungen gestalten.“

Demokratie-Konferenz 2025

Unter dem Motto „Konflikte verstehen und gemeinsam Lösungen gestalten“ fand die diesjährige Demokratie-Konferenz der Partnerschaft für Demokratie Weimar am 27. November im Herdersaal der Evangelischen Gemeinde Weimar statt. Hintergrund war die Beobachtung, dass es in Weimar verschiedene Konfliktlagen gibt – von Vandalismus im öffentlichen Raum über das Beschmieren von Stolpersteinen bis hin zu einer zunehmenden Verrohung von Debatten. Auch zwischen demokratischen Akteur*innen bestehen mitunter Spannungen, die die gemeinsame Arbeit erschweren. Diese Themen wurden in der Konferenz aufgegriffen und diskutiert.

Eröffnung

Die Veranstaltung wurde von Bürgermeister Ralf Kirsten eröffnet. In seiner Ansprache verwies er auf das Erstarken rechter Kräfte als eine zentrale Ursache für Konflikte in der Stadt. Er betonte, dass die Zivilgesellschaft enger zusammenstehen müsse, um dem entgegenzuwirken und geeignete Maßnahmen zu entwickeln.

Auch apl. Prof. Dr. Klaus Scholtissek, Geschäftsführer der Diakonie, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung von Zusammenhalt und Kooperation für eine starke demokratische Kultur.

Vorstellung der Partnerschaft

Im Anschluss stellte Moderatorin Lena Liberta die Koordinator*innen der Partnerschaft für Demokratie vor. Sie berichteten über die ersten Monate der Zusammenarbeit und präsentierten Projekte, die 2025 gefördert wurden – darunter das PaulA Palooza, der Christopher Street Day Weimar sowie Initiativen im Bereich der Mädchenarbeit.

Workshop-Phasen

Nach einer kurzen Pause mit Kaffee und Kuchen starteten die Workshopphasen. Rund 50 Teilnehmende aus der Zivilgesellschaft konnten zwischen drei Angeboten wählen:

  • Workshop 1: Mut zu Konflikten Hier wurde herausgearbeitet, dass Konflikte als Teil demokratischer Prozesse bewusst mitgedacht werden sollten. Demokratie lebt davon, dass Menschen zuhören, Unterschiede wahrnehmen und gemeinsam weitergehen.
  • Workshop 2: Konflikte als Chance Dieser Workshop betonte, dass Konflikte Möglichkeitsräume eröffnen. Anstatt sie als rein negativ zu betrachten, können sie wertvolle Ressourcen für die Demokratiearbeit bieten.
  • Workshop 3: Jugendperspektiven auf Konflikte Der dritte Workshop richtete sich an junge Menschen. Diskutiert wurde, wie Jugendliche Konflikte erleben, wo diese stattfinden und welche Ressourcen sie mitbringen. Deutlich wurde, dass Jugendliche sich oft nicht ausreichend gehört fühlen und es ihnen an eigenen Räumen fehlt. Die Teilnehmenden betonten, wie wichtig es ist, Jugendlichen zuzuhören und ihnen Orte der Begegnung zu ermöglichen.

Fazit

Die Konferenz verdeutlichte, dass Konflikte ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Prozesse sind. Streit gehört dazu, wenn am Ende tragfähige Lösungen für alle gefunden werden sollen. Entscheidend ist die Art und Weise, wie Konflikte geführt werden. Eine starke und konstruktive Konfliktbearbeitung trägt dazu bei, die Demokratie in Weimar weiter zu stärken.

Und manchmal ist es hilfreich, buchstäblich aufeinander zuzugehen – so wie es die Tanzgruppe der Schwungfabrik tat, die mit ihrem Auftritt für einen schwungvollen Abschluss der Veranstaltung sorgte.

 

Text und Bilder: KuF, Diakoniestiftung

 

Die Partnerschaft für Demokratie wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, vom Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie im Rahmen von „Denk bunt! – Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“ sowie der Stadt Weimar.