Mitreden statt zuschauen: Weimar gründet ein Jugendgremium
Jugendversammlung am 29. August schafft neue Beteiligungsmöglichkeit für junge Menschen


Weimar soll ein Jugendgremium bekommen. Zumindest ist das der Plan der Jugendgruppe you4WE, die diese Veranstaltung mit dem Kinderbüro gemeinsam organisiert.
Am Samstag, den 29. August 2026, sind alle Weimarerinnen und Weimarer im Alter von 12 bis 21 Jahren eingeladen, die politische Mitbestimmung junger Menschen in der Stadt aktiv mitzugestalten. Bei der ersten Jugendversammlung im Jugend- und Kulturzentrum mon ami soll das neue Jugendgremium gegründet werden. Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr und endet gegen 16 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Mit dem Jugendgremium entsteht erstmals eine dauerhafte Vertretung der Interessen junger Menschen gegenüber Stadtrat und Stadtverwaltung. Ziel ist es, Jugendlichen eine feste Stimme in kommunalpolitischen Entscheidungen zu geben und ihre Perspektiven frühzeitig in politische Prozesse einzubringen.
Die Initiative zur Gründung geht von den Jugendlichen selbst aus. Die Jugendgruppe you4WE hat erste Ideen für die künftige Arbeitsweise des Gremiums entwickelt. Über die endgültige Struktur entscheiden die Teilnehmenden der Jugendversammlung jedoch selbst. Bereits während der Veranstaltung können Arbeitsgemeinschaften gegründet sowie Mitglieder für den Vorstand und das Jugendforum der Partnerschaft für Demokratie gewählt werden.
Zur Eröffnung werden Oberbürgermeister Peter Kleine und Bürgermeister Ralf Kirsten erwartet. Moderiert wird die Veranstaltung gemeinsam von Jugendlichen und Dirk Wendelmuth, der vielen jungen Menschen aus dem Zirkus Tasifan bekannt ist.
Die Stadt Weimar hofft auf eine möglichst breite Beteiligung, denn für junge Menschen bietet die Jugendversammlung die Chance, ihre Stadt aktiv mitzugestalten.
Im Jugendgremium können sie Themen einbringen, die ihren Alltag unmittelbar betreffen - etwa Freizeit- und Sportangebote, Treffpunkte, Veranstaltungen, Schulwege, den öffentlichen Nahverkehr, Radwege, Klimaschutz, kulturelle Angebote oder die Gestaltung von Parks und öffentlichen Plätzen. Das Gremium soll Anliegen sammeln, eigene Projekte entwickeln und diese gegenüber Politik und Verwaltung vertreten. Wer mitmacht, kann die Zukunft Weimars mit eigenen Ideen mitprägen und erlebt, wie kommunale Demokratie ganz praktisch funktioniert. Gleichzeitig kommt auch das Miteinander nicht zu kurz: Für alle Teilnehmenden gibt es ein kostenfreies Mittagessen, ein Teilnahmezertifikat sowie als Dankeschön kleine Präsente der Partnerschaft für Demokratie und - solange der Vorrat reicht - Freibadtickets.
Weitere Informationen, ein Erklärvideo zum geplanten Jugendgremium sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit dem Kinderbüro gibt es auf der Internetseite der Stadt Weimar unter Jugendversammlung.
