30 Jahre Weimarer Kinderrechtspreis – Ein starkes Zeichen für Kinderrechte

In der Kunstwerkstatt in den Herbstferien haben Kinder die Preisskulptur gestaltet.In der Kunstwerkstatt in den Herbstferien haben Kinder die Preisskulptur gestaltet.In der Kunstwerkstatt in den Herbstferien haben Kinder die Preisskulptur gestaltet. ©KinderbüroIn der Kunstwerkstatt in den Herbstferien haben Kinder die Preisskulptur gestaltet. ©Kinderbüro

Am 20. November 1989 wurden die UN-Kinderrechte verabschiedet – ein historischer Meilenstein für den Schutz, die Gleichberechtigung und die Mitbestimmung von Kindern weltweit. Diese Rechte sichern Kindern grundlegende Bedürfnisse wie Bildung, Schutz, Gesundheit sowie das Recht auf Spiel, Freizeit und Beteiligung.

Seit nunmehr 30 Jahren nutzt die Stadt Weimar diesen besonderen Tag, um die Bedeutung der Kinderrechte in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken. Mit dem Weimarer Kinderrechtspreis werden Menschen, Einrichtungen und Organisationen geehrt, die sich mit herausragendem Engagement für die Rechte, Interessen und das Wohl von Kindern in unserer Stadt einsetzen. Sina Solaß, die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Weimar, fasst zum Jubiläum der Veranstaltung zusammen: „Die Kinderrechte sind das Fundament einer gerechten und menschlichen Gesellschaft. Sie erinnern uns daran, dass jedes Kind gesehen, gehört und geschützt werden muss – unabhängig von Herkunft oder Lebenssituation. Der Weimarer Kinderrechtspreis würdigt Menschen, die genau das tagtäglich leben: die Kindern Mut machen, sie beteiligen und ihnen Chancen eröffnen.
Dass wir diesen Preis nun schon zum 30. Mal verleihen, zeigt, wie sehr Weimar sich für Kinder stark macht – und wie lebendig Kinderrechte hier in unserer Stadt sind.“

Die Preisverleihung findet im feierlichen Rahmen, musikalisch begleitet durch die Schola Cantorum Weimar am 20. November um 16 Uhr im mon ami statt. Die Kinderjury würdigt alle Nominierten, spricht ihren Dank aus und setzt damit ein starkes Zeichen für Mitbestimmung und Wertschätzung. Neben dem Preisgeld wird eine von Kindern unter Anleitung der Künstlerin Katja Weber gestaltete Skulptur vergeben (s. Foto).

Bis zum 3. November wurden fristgerecht sieben Vorschläge eingereicht, über welche die Kinderjury entscheiden wird.

Die Nominierten für den Weimarer Kinderrechtspreis 2025 sind:


Bärbel Schinner
Frau Schinner engagiert sich seit vielen Jahren mit großem Herzen für Menschen, besonders für Kinder in schwierigen Lebenssituationen. Sie organisiert Schuleinführungsfeste bei der Weimarer Tafel und schenkt Kindern Zuwendung und Hoffnung. Ihr Einsatz zeigt, dass gelebte Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit den Alltag vieler Kinder verändern können.


Viola Michaelis
Die Klavierpädagogin Viola Michaelis ermöglicht seit Jahrzehnten Kindern den Zugang zur Musik – auch blinden und sehbeeinträchtigten Schülerinnen und Schülern. Mit innovativen Unterrichtsmethoden, Geduld und Empathie schafft sie Chancen und Freude am Lernen.
Zudem engagiert sie sich für Kinder aus der Ukraine und verbindet Musik, Inklusion und Solidarität auf beeindruckende Weise.


Klasse(n)Streicher e.V.
Der Verein bietet Kindern die Möglichkeit, im Schulalltag ein Streichinstrument zu erlernen – von Geige bis Kontrabass. Wertschätzung, Motivation und Freude stehen im Mittelpunkt, nicht Leistungsdruck. So fördert das Team Selbstbewusstsein, kulturelle Teilhabe und das Recht jedes Kindes auf Bildung und Mitbestimmung.


Michaela Wiesner vom Café Conti
Seit 2007 ist Michaela Wiesner im Café Conti in Weimar-Schöndorf eine verlässliche Bezugsperson für Kinder und Jugendliche. Mit Empathie, Humor und großem Verantwortungsbewusstsein begleitet sie junge Menschen durch schwierige Lebensphasen. Sie schafft einen Ort der Geborgenheit, des Vertrauens und der Offenheit – ein Ankerpunkt für viele im Stadtteil.


Streetwork-Team Weimar
Das Streetwork-Team steht seit Jahren an der Seite junger Menschen im öffentlichen Raum.
Mit Projekten wie der Skatenacht, Graffitiworkshops und dem mobilen Jugendclub schaffen sie Begegnung und Beteiligung. Sie geben Jugendlichen eine Stimme und fördern Verständigung, Teilhabe und Verantwortung in der Stadtgesellschaft.


Familie Käßner / Kirchgässner
Die Familie öffnet seit vielen Jahren ihr Zuhause für Kinder in Not als Bereitschaftspflegefamilie.
Sie bieten Schutz, Geborgenheit und Wärme – oft von einer Stunde auf die andere.
Ihr Engagement steht beispielhaft für Nächstenliebe, Menschlichkeit und das Recht jedes Kindes auf ein sicheres Zuhause.


VfB Oberweimar – Runclusive
Mit der inklusiven Laufabteilung „Runclusive“ setzt sich der VfB Oberweimar für sehbeeinträchtigte und blinde Kinder ein. Die Laufguides begleiten individuell, fördern Selbstbewusstsein und schaffen durch Sport Gemeinschaft und Vertrauen. „Runclusive“ steht für gelebte Inklusion und das Recht jedes Kindes auf Teilhabe, Bewegung und Freude.


Die Stadt Weimar lädt herzlich zur Feier des 30. Weimarer Kinderrechtspreises ein.
Gemeinsam sollen all jene gewürdigt werden, die sich tagtäglich für Kinder einsetzen – oft leise, aber mit großer Wirkung. Die öffentliche Veranstaltung bietet Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam ein Zeichen für Kinderrechte zu setzen.