Über Weimar

Jacques Bloch, Armand Bulwa, Robert Galafrio, Jacques Moalic, Raymond Renaud und Raymond Touraud (2022)

Raymond Renaud († 14. Januar 2026) nahm die Ehrenbürgerurkunde persönlich in Empfang und trug sich anschließend in das Goldene Buch der Stadt Weimar ein.Raymond Renaud († 14. Januar 2026) nahm die Ehrenbürgerurkunde persönlich in Empfang und trug sich anschließend in das Goldene Buch der Stadt Weimar ein.Raymond Renaud († 14. Januar 2026) nahm die Ehrenbürgerurkunde persönlich in Empfang und trug sich anschließend in das Goldene Buch der Stadt Weimar ein.Raymond Renaud († 14. Januar 2026) nahm die Ehrenbürgerurkunde persönlich in Empfang und trug sich anschließend in das Goldene Buch der Stadt Weimar ein.

Verleihung der Ehrenbürgerwürde am 30. Oktober 2022 an Jacques Bloch, Armand Bulwa, Robert Galafrio †, Jacques Moalic †, Raymond Renaud † und Raymond Touraud †

Buchenwald-Überlebende

Pressemitteilung

Foto: Raymond Renaud nahm die Ehrenbürgerurkunde in Weimar persönlich in Empfang und trug sich anschließend in das Goldene Buch der Stadt Weimar ein. © Henry Sowinski.


Der Stadtrat zu Weimar hat am 21. September 2022 beschlossen,

Herrn Jacques Bloch (KLB 85235)

In besonderer Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenbürger der Stadt Weimar zu ernennen.

Jacques Bloch, geb. am 7. Juli 1924 in Paris hat sich seit Februar 1944 unter dem Pseudonym Jacques Binet in der Résistance. engagiert und bei einer bewaffneten Aktion seinen Arm verloren. Von der Gestapo im Juni 1944 verhaftet, wird er nach Folter und Einzelhaft in das KZ Buchenwald deportiert. Er überlebt durch eine Flucht aus dem Evakuierungstransport.

Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ist er ein authentischer Vermittler für Demokratie, Menschenrechte und gelebten Humanismus und Vorbild für Menschen aller Generationen.

Weimar, 30. Oktober 2022


Der Stadtrat zu Weimar hat am 21. September 2022 beschlossen,

Herrn Armand Bulwa (KLB 116536),

in besonderer Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenbürger der Stadt Weimar zu ernennen.

Armand Bulwa, geb. am 27. Dezember 1928 als Aron Bulwa in Piotrków (Polen), überlebt als einziger seiner Familie den Holocaust. Mit 13 Jahren wird er aufgrund seiner jüdischen Herkunft verhaftet und im Januar 1945 in das KZ Buchenwald deportiert. Als Waise gehört er zu den 426 Kindern, die nach der Befreiung des Lagers von Frankreich aufgenommen werden. Er nimmt 1952 die französische Staatsbürgerschaft an und wirkt seit Jahrzehnten als Aufklärer im Prozess der Erinnerung an die nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Für diese Tätigkeit ist er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden.

Weimar, 30. Oktober 2022


Der Stadtrat zu Weimar hat am 21. September 2022 beschlossen,

Herrn Robert Galafrio (KLB 40365),

in besonderer Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenbürger der Stadt Weimar zu ernennen.

Robert Galafrio, geb. am 12. Mai 1926 in Paris, wird 1943 bei dem Versuch verhaftet, sich den französischen Befreiungskräften in Nordafrika anzuschließen. Als Vorsitzender der Sektion der Fédération  Nationale des Déportés, Internés, Réstistants et Patriotes in seiner Heimatstadt setzt er nach dem Krieg das Vermächtnis der in den Konzentrationslagern ermordeten Häftlinge fort und ist Mahner zur Wachsamkeit gegenüber allen aktuellen Formen von Rassismus und Menschenverachtung. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ist er ein authentischer Vermittler für Demokratie, Menschenrechte und gelebten Humanismus und Vorbild für Menschen aller Generationen.

Weimar, 30. Oktober 2022

Der Stadtrat zu Weimar hat am 21. September 2022 beschlossen,


Herrn Jacques Moalic (KLB 38348),

in besonderer Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenbürger der Stadt Weimar zu ernennen.

Jacques Moalic, geb. am 3. März 1923 in Brest, schloss sich bereits im Juli 1940 der Résistance an. Im Oktober 1943 verhaftet, wird er in das Konzentrationslager Buchenwald und von dort in das Außenlager SIII bei Ohrdruf deportiert. Er ist einer der wenigen Überlebenden dieses Lagers und des Evakuierungsmarsches nach Buchenwald Anfang April 1945. Nach dem Krieg setzt sich Moalic als Journalist für eine Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus ein und gibt als aktives Mitglied zahlreicher Gedenkvereine seine Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft an die jungen Generationen weiter.

Weimar, 30. Oktober 2022


Der Stadtrat zu Weimar hat am 21. September 2022 beschlossen,

Herrn Raymond Renaud (KLB 21448),

in besonderer Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenbürger der Stadt Weimar zu ernennen.

Raymond Renaud, geb. am 13. Juli 1923 in Palinges (Saône-et-Loire) wird mehrfach für die Verteilung von Flugblättern verhaftet und nach einer 13monatigen Gefängnisstrafe im September 1943 nach Buchenwald deportiert. Im KZ wird er Mitglied der militärischen Einheit der illegalen französischen Lagerorganisation und beteiligt sich am 11. April 1945 an der Befreiung des Lagers. Nach dem Krieg berichtet er vor allem vor jungen Menschen über seine eigenen Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und vermag auf eindrucksvolle Weise, seine Zuhörer zur Beschäftigung mit der Geschichte anzuregen. Er ist ein authentischer Vermittler für Demokratie, Menschenrechte und gelebten Humanismus und Vorbild für Menschen aller Generationen.

Weimar, 30. Oktober 2022


Der Stadtrat zu Weimar hat am 21. September 2022 beschlossen,

Herrn Raymond Touraud (KLB 21716),

in besonderer Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenbürger der Stadt Weimar zu ernennen.

Raymond Touraud, geb. am 8. November 1926 in Bagnolet (Seine-Saint-Denis), unterstützte gemeinsam mit seinem Vater die Résistance. Beide werden verhaftet und im September 1943 in das KZ Buchenwald deportiert.

Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ist er ein authentischer Vermittler für Demokratie, Menschenrechte und gelebten Humanismus und Vorbild für Menschen aller Generationen.

Weimar, 30. Oktober 2022