Myroslava Skira
Schowkwa


*1989 in Lviv, Ukraine
Myroslava Skira wuchs in Schowkwa auf und lebt heute abwechselnd in Lviv und Schowkwa. Sie hat einen Masterabschluss in Glaskunst von der Lviv National Academy of Art. Anschließend studierte sie Drucktechniken an der Akademie der Bildenden Künste in Warschau mit einem Gaude-Polonia-Stipendium des polnischen Ministeriums für Kultur und Nationalerbe.
Zurzeit arbeitet Skira als Künstlerin, Illustratorin und Grafikdesignerin. Ihre Arbeiten entstehen in Zusammenarbeit mit Museen, privaten Schulen und NGOs. Sie übernimmt auch Auftragsarbeiten für Verlage und Magazine. Besonders gern illustriert sie Kinderbücher, was ihren Arbeiten mitunter eine bewusst naive Note verleiht. In ihrer persönlichen künstlerischen Praxis experimentiert sie mit verschiedenen Medien, analogen und digitalen Techniken. Dabei erforscht sie Texturen des Alltags und interessiert sich für die Überlagerung zarter und rauer Empfindungen.
Über die Arbeiten in Weimar:
This is a digital haze of retelling.
Ich dachte über die Veränderungen in Kriegszeiten nach. Plötzlich nehmen wir Dinge wahr, die früher nicht so auffällig waren. Viele suchen einfache, provisorische Schutzräume. Etwas, das beruhigt, ablenkt oder daran erinnert, dass es trotz aller Grausamkeit und Absurdität noch Leben und Schönheit gibt.
Indem wir Gärten anlegen, zusammenkommen und kreativ bleiben, feiern wir weiterhin das Leben. Wir genießen Essen, Trinken und Gemeinschaft mit einem geschärften Bewusstsein für unsere Vergänglichkeit.
Für dieses Werk wollte ich Blumen und andere Elemente von Hand aus farbigem Papier ausschneiden. Diese Tätigkeit beruhigt mich, sie versetzt mich in die friedlichere und sichere Zeit der Kindheit zurück und bringt eine vergessene, einfache Freude zum Vorschein.






