Zukunft des Hauses der Frau von Stein: Stadtrat votiert mehrheitlich für Nutzungskonzept der Stiftung Weimarer Mal- und Zeichenschule


Der Weimarer Stadtrat hat in seiner nichtöffentlichen Sitzung vom 17. Juni 2026 über den weiteren Werdegang zum historischen Haus der Frau von Stein in Weimar entschieden. Aus sechs unterschiedlichen Konzepten votierte der Stadtrat mehrheitlich für das Konzept der Stiftung Weimarer Mal- und Zeichenschule als erstplatzierte Bieterin sowie des Vorhabens des Weimarer Unternehmers Anselm Graupner gemeinsam mit dem Wissenschaftler Harald Lesch als zweitplatziertem.
Der Stadtratsentscheidung vorausgegangen war bis Mitte März ein Interessenbekundungsverfahren, das zur Abgabe von Nutzungs- und Sanierungskonzepten aufgerufen hatte. Sechs Bieter hatten ihre Konzepte fristgemäß abgegeben. Im Anschluss an das Verfahren hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, ihre Pläne persönlich in einer öffentlichen Veranstaltung den Stadträten vorzustellen. Anschließend wurden die Ideen und Pläne zur Vorbereitung der Stadtratssitzung in die Ausschüsse und Gremien eingebracht und zur Diskussion gestellt.
Im Zuge der Stadtratsentscheidung vom 17. Juni erfolgte nun das mehrheitliche Votum für das Nutzungskonzept des Hauses der Frau von Stein durch die Stiftung Mal- und Zeichenschule Weimar. „Ich danke allen, die ihre Konzepte eingereicht haben, im Namen der Stadt Weimar ausdrücklich für ihr Interesse und ihre Ideen für das Haus der Frau von Stein. Ich freue mich, dass wir mit dem Stadtratsbeschluss einen weiteren Schritt gehen können, um das historische Gebäude in eine gute Zukunft zu führen“, betonte Oberbürgermeister Peter Kleine.
Die Stiftung als erstplatzierte Bieterin muss nun Nachweise erbringen, die unter anderem die konkrete planerische Darstellung, die verbindliche Finanzierbarkeit sowie die wirtschaftliche Tragfähigkeit betreffen. Erst wenn alle Bedingungen fristgerecht erfüllt sind, wird ein entsprechender Erbbaurechtsvertrag ausgehandelt.