Weimarer Innenstadt gestärkt: Stadtverwaltung nutzt Arbeitgebervariante des Stadtgutscheins


Großer Zuwachs für den Weimar Stadtgutschein: Die Stadtverwaltung Weimar nutzt als Arbeitgeber den Stadtgutschein Weimar. Dieser wurde vor dreieinhalb Jahren von der weimar GmbH in Kooperation mit dem Amt für Wirtschaft und dem Innenstadtverein etabliert, um gezielt die regionale Wirtschaft zu stärken und durch die gemeinsame Präsentation eine zusätzliche Werbeplattform zu bieten. Mittlerweile akzeptieren 55 Anbieter in Weimar diese Bezahlvariante. Der Gutschein hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt. Im Jahr 2025 wurden mehr als 1.800 Stück verkauft.
Eingesetzt werden kann er in Geschäften des täglichen Bedarfs wie einer Drogeriemarktkette ebenso wie in Geschäften in der Innenstadt. Zuletzt haben sich drei Anbieter für die Aufnahme in den Gutschein entschieden. Ob Optiker, Manufaktur, Buchladen, Tourist-Information, Gastronomiebetrieb oder Kultureinrichtung – das Angebot im Stadtgutschein ist ein Spiegel der Vielfalt der Weimarer Innenstadt.
2024 wurde der Stadtgutschein um die Arbeitgebervariante erweitert, um ortsansässigen Unternehmen ein Angebot zur Mitarbeiterbindung zu machen. Vorreiter war Optiker Stegmann. Ein großer Vorteil des Arbeitgeber-Gutscheins ist es, dass die Guthaben angespart werden können.
„In der Stadtverwaltung haben sich 350 meiner Kolleginnen und Kollegen für den Stadtgutschein entschieden. Diese hohe Zahl zeigt mir, dass die Entscheidung richtig war“, betont Oberbürgermeister Peter Kleine, bedeute sie doch eine direkte Unterstützung des lokalen Handels und die Bindung der Kaufkraft am Standort. „Weimar ist lebendig und vielfältig – vor allem unsere Innenstadt ist einzigartig. Wir alle können etwas tun, damit es so bleibt.“ Kleine hofft, dass sich neben weiteren Arbeitgebern nun noch mehr Einzelhändler oder Gastronomen am Stadtgutschein beteiligen. „Je mehr mitmachen, umso mehr Kollegen lassen sich von seiner Nutzung überzeugen“, verweist er auf das Potential innerhalb Verwaltung. Neben der Kernverwaltung konnten die Mitarbeiter der Eigenbetriebe Kommunalservice sowie der Volkshochschule über die Verwendung der sogenannten leistungsorientierten Vergütung entscheiden. Rund 40 Prozent der in Frage kommenden Beschäftigten haben den Stadtgutschein gewählt. Andere nutzen das Jobticket oder lassen sich das Geld einmalig als Urlaubsgeld mit der üblichen Versteuerung auszahlen.
Auch touristisch ist das Angebot angekommen: „Der Stadtgutschein wird zunehmend als Geschenk für Reisen nach Weimar genutzt“, berichtet Ulrike Köppel, Geschäftsführerin der weimar GmbH. Die Akquise potenzieller neuer Geschäfte und die Weiterentwicklung der Anwendung des Bezahlsystems liegt bei der städtischen Tochter. „Inzwischen können Händler, die nicht über ein EC-Kartengerät verfügen, den Stadtgutschein über eine App akzeptieren“, erklärt Jens Braun, Leiter der Tourist-Information.
Zur Stadtgutschein-Familie gehören eine Drogeriekette, Bioläden, Restaurants, Hotels, Schmuck- und Modegeschäfte, Optiker, Buch- und Sportläden, die Tourist-Information Weimar sowie Museumsshops.