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Weimarer Dreieck-Preis 2025 für europäisches Jugendprojekt „Jazda!“

Oberbürgermeister Peter Kleine, Dieter Hackmann (Weimarer Dreieck e.V.) und Ministerpräsident Mario Voigt mit Vertretern und Vertreterinnen des europäischen Jugendprojekts „Jazda!“Oberbürgermeister Peter Kleine, Dieter Hackmann (Weimarer Dreieck e.V.) und Ministerpräsident Mario Voigt mit Vertretern und Vertreterinnen des europäischen Jugendprojekts „Jazda!“Oberbürgermeister Peter Kleine, Dieter Hackmann (Weimarer Dreieck e.V.) und Ministerpräsident Mario Voigt mit Vertretern und Vertreterinnen des europäischen Jugendprojekts „Jazda!“ ©Henry SowinskiOberbürgermeister Peter Kleine, Dieter Hackmann (Weimarer Dreieck e.V.) und Ministerpräsident Mario Voigt mit Vertretern und Vertreterinnen des europäischen Jugendprojekts „Jazda!“ ©Henry Sowinski

Die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung (Krzyżowa und Grodziszcze, Polen) sowie die Projektkooperationspartner Museum Friedland (Niedersachsen), der Internationale Bund (IB)/IB West GGmbH für Bildung und Soziale Dienste mit Sitz in Göttingen und das FIEF (Foyer International d’études françaises) in La Bégude-de-Mazenc wurden am 27.8.2025 mit dem Weimarer Dreieck-Preis 2025 ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt das Projekt „Jazda! – Deutsch-Polnisch-Französischer Begegnungszyklus von jungen Erwachsenen“, das sich mit den Themen Grenzen, Migration und Identität auseinandersetzt.

Der Weimarer Dreieck-Preis wird jährlich gemeinsam vom Weimarer Dreieck e.V. und der Stadt Weimar vergeben. Er ist mit einer eigens geschaffenen Holzskulptur und einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert, gestiftet von der Bayer Weimar GmbH & Co. KG.

Die Verleihung fand im Rahmen des Jubiläumskongresses „15 Jahre Weimarer Dreieck e.V.“ am 27. August 2025 in Weimar statt. Der Kongress in der Weimarhalle bringt erstmals Akteure aus allen Bereichen des Dreiecks von der Politik, Kultur, Wissenschaft bis hin zur Zivilgesellschaft zusammen, um über die Zukunft der deutsch-französisch-polnischen Zusammenarbeit zu diskutieren und neue Strukturen aufzubauen.

Projekt mit starker Partnerschaft

Das prämierte Projekt Jazda! bringt junge Erwachsene aus Frankreich, Deutschland und Polen in einem kreativen Austauschprozess zusammen. Sie entdecken historische Orte, lernen die Migrationsgeschichte ihrer drei Länder kennen und beschäftigen sich mit den aktuellen Entwicklungen in einer von Vielfalt geprägten Gesellschaft. Unter dem Stichwort des interkulturellen Lernens stehen Sprachanimationen, die Förderung der Gruppendynamik, Biographiearbeit, Reflexionsrunden und kulturelle Erkundungen auf dem Programm. Mithilfe von Kunst/Grafik, Tanz/Theater und Foto/Objekten halten die Teilnehmenden ihre Lernergebnisse fest und präsentieren sie in einer Ausstellung der Öffentlichkeit. Die Ausstellung ist nach Abschluss des Projekts als Wanderausstellung bei allen drei Partnern zu sehen.

Zum Jazda! Projekt gab es bisher zwei Zyklen im Jahr 2022 und im Jahr 2023/2024. Innerhalb dieser sind zwei Ausstellungen entstanden.

Stimmen zur Preisvergabe

„Mit dem Projekt Jazda! gelingt es der Stiftung Kreisau und ihren Partnern, historische Erfahrungen mit heutigen Fragen von Migration und Identität zu verbinden. Vor allem die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestalten so eine Zukunftsperspektive für das Weimarer Dreieck, die über nationale Grenzen hinausweist“, betonte Dieter Hackmann, Vorsitzender des Weimarer Dreieck e.V.

Auch Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine würdigte den Preisträger: „Die Stiftung Kreisau steht in der Tradition des Kreisauer Kreises und lebt den europäischen Gedanken der Verständigung und des Dialogs. Weimar als Geburtsstadt des Dreiecks ist stolz, mit dieser Preisvergabe einen so wichtigen Impuls für den europäischen Zusammenhalt sichtbar machen zu können.“

Europäische Verständigung im Geist von Kreisau

Die Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung blickt auf eine lange Tradition europäischer Bildungsarbeit zurück. Ihr Auftrag leitet sich aus dem Erbe des Kreisauer Kreises (Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus), der demokratischen Opposition in Mitteleuropa sowie der polnisch-deutschen Versöhnungsbewegung ab. Im Mittelpunkt steht die Förderung von Verantwortung, Vielfalt und Dialogbereitschaft für ein friedliches Zusammenleben in Europa.

Über das Weimarer Dreieck

Das Weimarer Dreieck wurde durch die Außenminister Frankreichs, Polens und Deutschlands am 29. August 1991 in der thüringischen Goethe-Stadt ins Leben gerufen.

Über drei Jahrzehnte nach seiner Gründung 1991 arbeitet dieses trilaterale Gesprächs- und Kooperationsformat daran, neue Impulse zu geben und damit Europa geeinter und handlungsfähiger zu machen. Das Weimarer Dreieck wirkt auf vielen verschiedenen Ebenen der Gesellschaft: Regierungen und Verwaltungen, Parlamente, Regionen und Kommunen, Institutionen und Vereine, um gemeinsam und über Grenzen hinweg die Zukunft in Europa zu gestalten. Neben den Spitzen der Politik und Parlamente treffen sich auch einzelne Fachausschüsse und Institutionen in diesem trilateralen Format.

Der Austausch der Zivilgesellschaften im Weimarer Dreieck hat zunehmend an Bedeutung gewonnen – Städte – und Regionalpartnerschaften, Jugendbegegnungen oder Kulturveranstaltungen leisten einen wesentlichen Beitrag für ein noch engeres Zusammenwachsen der Bürger aus diesen drei Staaten in der Mitte Europas.

Mehr Infos zum Weimarer Dreieck und zum Weimarer Dreieck e.V. unter https://weimarerdreieckev.org/

Weitere Infos zu den Preisträgern:

https://www.krzyzowa.pl/pl/

https://www.museum-friedland.de/

https://www.internationaler-bund.de/standort/210503

https://www.lefief-drome.com