Wegesanierung auf dem Hauptfriedhof Weimar: Weitere Bauabschnitte abgeschlossen


Die Stadt Weimar hat die Bauarbeiten im Rahmen der Wegesanierung auf dem Hauptfriedhof Weimar planmäßig fortgesetzt. Die seit Ende April 2025 laufenden Bauabschnitte sind vor dem Jahreswechsel fertiggestellt worden. Damit konnten weitere dringend sanierungsbedürftige Wege erneuert und dauerhaft instand gesetzt werden.
Im Rahmen der aktuellen Bauabschnitte wurde der letzte Teil des Weges zwischen dem Historischen Friedhof und dem Theodor-Hagen-Weg, der entlang der westlichen Friedhofsmauer verläuft, grundhaft erneuert. Der erste Abschnitt dieses Weges war bereits 2024 saniert worden, nun erfolgte die Fertigstellung mit Anschluss an die bestehende Wegekreuzung. Zudem wurde der von Nordwest nach Südost verlaufende Weg entlang des Grabfeldes I bis zur nächsten Wegekreuzung instand gesetzt.
Im Zuge der Baumaßnahmen wurden vorhandene Natursteinrandeinfassungen sowie Grabeinfassungen aus Travertin ausgebaut, gerichtet und fachgerecht wieder eingesetzt. Zur Verbesserung der Entwässerung und zur Vermeidung von Ausspülungen – insbesondere in den steileren Bereichen – wurden zahlreiche Querrinnen aus Großpflaster (Kalkstein) eingebaut. Das anfallende Niederschlagswasser wird über neu angelegte Schluckbrunnen vor Ort versickert.
Nach Herstellung der Wegekanten und Entwässerungseinrichtungen wurden die Oberflächen erneuert. In den weniger geneigten Bereichen kam eine wassergebundene Wegedecke zum Einsatz, die bereits im August 2025 fertiggestellt wurde. In den steileren Abschnitten wurde eine Tränkmakadamdecke eingebaut, deren Herstellung im Oktober 2025 abgeschlossen werden konnte. Die Arbeiten wurden zeitlich mit ähnlichen Maßnahmen im Bereich des Urnenhains koordiniert, sodass beide Projekte planmäßig bis Ende Oktober abgeschlossen werden konnten.
Aufgrund der Lage im denkmalgeschützten und sensiblen Bereich des Hauptfriedhofs sowie der Rücksichtnahme auf bestehende Bäume, Grabstätten und bauliche Anlagen war der Einsatz von Maschinen nur eingeschränkt möglich. Ein großer Teil der Arbeiten musste daher in Handarbeit erfolgen, was einen erhöhten zeitlichen und finanziellen Aufwand mit sich brachte. Im Rahmen der Bauarbeiten wurden zudem die Wasserleitungen zur Versorgung der Gießbrunnen erneuert.
Bereits in der Planung wurden neben den Belangen des Denkmal- und Naturschutzes auch die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer berücksichtigt. Besonderes Augenmerk lag auf einer möglichst barrierearmen Gestaltung der Wege entsprechend der topografischen Gegebenheiten. Dies erfolgte in enger Abstimmung mit der Behinderten- und Seniorenbeauftragten der Stadt Weimar.
Die Planung der Maßnahme erfolgte durch das Planungsbüro Rau aus Weimar. Mit der Ausführung wurde im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung die Firma Lindenlaub GmbH aus Weimar-Legefeld beauftragt. Die Baukosten betragen rund 187.000 Euro und werden vollständig aus dem städtischen Haushalt finanziert.
Auch in den kommenden Jahren wird die Wegesanierung fortgesetzt. Für 2026 ist die Sanierung des unbefestigten Weges zwischen der Wegekreuzung am südlichen Zugang zum Historischen Friedhof und dem asphaltierten Bischofsweg vorgesehen.



