Ute Freudenberg erhält den Weimar-Preis 2026


Die alle zwei Jahre verliehene höchste Auszeichnung der Stadt Weimar geht in diesem Jahr an die Weimarer Künstlerin Ute Freudenberg. Das hat der Weimarer Stadtrat in seiner Sitzung vom 17. Juni 2026 beschlossen. Er folgte damit dem Vorschlag der Jury zur Vergabe des Weimar-Preises. Oberbürgermeister Peter Kleine hat die Preisträgerin persönlich über das Votum des Stadtrates informiert.
Ute Freudenberg, am 12. Januar 1956 in Weimar geboren, begann ihre musikalische Laufbahn bereits in jungen Jahren. Mit 15 wurde sie in einem Ferienlager entdeckt und setzte sich 1972 bei einem Nachwuchswettbewerb durch, was ihr den Einstieg in die erste Fernsehsendung „Sechs Mädchen und Musik“ ermöglichte. Nach einem Studium an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Weimar wurde sie 1976 Gründungsmitglied der Rockband „Elefant“, mit der sie zwei LPs und zwölf Singles veröffentlichte.
In den 1980er-Jahren feierte sie große Erfolge: Viermal in Folge wurde sie zur „beliebtesten Sängerin des Jahres“ gewählt (DDR-Jugendmagazin „Neues Leben“). 1984 übersiedelte sie nach Düsseldorf, wo sie als Studiosängerin arbeitete und in Holland sowie auf Kreuzfahrtschiffen als Solistin auftrat. 1988 sang sie unter dem Künstlernamen Heather Jones den Titelsong zum „Tatort – Pleitegeier“.
Nach ihrer Rückkehr nach Weimar 1996 gründete sie die Ute-F-Live-Band und feierte mit Alben wie „Land in Sicht“ (1997) und „Jubilee“ (1999) weitere Erfolge. 1998 erhielt sie die „Goldene Henne“, den begehrtesten Medienpreis des Ostens. Mit ihrem Hit „Jugendliebe“ prägte sie die Musiklandschaft der DDR und des wiedervereinten Deutschlands nachhaltig – der Song wurde 2005 zum „beliebtesten Osthit aller Zeiten“ gewählt.
In den folgenden Jahrzehnten moderierte sie TV-Sendungen, erhielt 2008 das Bundesverdienstkreuz am Bande für ihr soziales Engagement und tourte mit großen Namen wie Christian Lais durch Deutschland. 2023 feierte sie ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum.
Über den Weimar-Preis
Der Weimar-Preis wird seit 1990 von der Stadt Weimar vergeben. Er würdigt eine Einzelperson, die sich um das geistig-kulturelle Ansehen der Stadt Weimar verdient gemacht hat. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre öffentlich im Rahmen einer festlichen Stadtratssitzung am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, verliehen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird in Form einer Urkunde übergeben, die die auszuzeichnende Leistung würdigt.
Die Verleihung des Weimar-Preises 2026 an Ute Freudenberg findet am 3. Oktober 2026 in der Weimarhalle statt. Zuletzt wurde der Preis 2024 an Bernd Kauffmann verliehen.