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Über 15.000 Gäste strömten zur Langen Nacht der Museen in Weimar

Garten von Goethes WohnhausGarten von Goethes WohnhausGarten von Goethes Wohnhaus ©Stadt WeimarGarten von Goethes Wohnhaus ©Stadt Weimar

Ein facettenreiches Programm aus Theater, Musik und Familienangeboten lockte wieder Tausende Besucherinnen und Besucher zur Langen Nacht der Museen am 16.5.2026 an und verzauberte sie bis in die späten Abendstunden.

Das Stadtmuseum Weimar empfing über 1.100 Besucherinnen und Besucher, das Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens rund 2.700. Das Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus, das zum zweiten Mal an der Langen Nacht teilnahm, verzeichnete mit 570 Gästen einen deutlichen Besucherzuwachs gegenüber dem Vorjahr. Die Ausstellung „Gauforum“ zog 263 Besuchende an. Die Klassik Stiftung Weimar, die mit elf Museen, Archiven und Kulturorten bei der Museumsnacht vertreten war, zählte insgesamt 11.338 Besucherinnen und Besucher.

Das Museum für Ur- und Frühgeschichte begrüßte bereits ab 16 Uhr zahlreiche große und kleine Gäste zum umfangreichen Kinder- und Familienprogramm. Im Museumshof konnten Kinder und Erwachsene an zahlreichen Stationen Handwerkstechniken der allerersten Thüringer hautnah miterleben und selbst ausprobieren. Unter Anleitung von pädagogischen Fachkräften entstanden Werkzeuge, Schnüre, Pinsel und sogar Schmuckstücke.

Auch das museumsübergreifende Familienprogramm „Versteckte Blumen – Bertuchs Bilderbuch für Kinder“ stieß bis in die Abendstunden auf große Begeisterung. Kinder waren eingeladen, in verschiedenen Häusern Blumenmotive zu finden und abzuzeichnen. Mit bunten reflektierenden Armbändern ausgestattet, machten sich zahlreiche kleine Entdeckerinnen und Entdecker auf eine nächtliche Suche durch die beteiligten Museen und Archive. Die besonders eifrigen Sammlerinnen und Sammler, die alle vier Stationen besuchten, erhielten von der Mal- und Zeichenschule als Preis und Erinnerung zum Mitnehmen eine Blumenpresse.

Großen Zuspruch fanden auch die musikalischen Darbietungen im Programm. Auf der malerischen Terrasse des Goethe- und Schiller-Archivs lauschten zahlreiche Besucherinnen und Besucher in den sonnigen Abendstunden den Klängen des Jazz-Ensembles „Valentin Schierz Trio“. In Goethes Wohnhaus und im Goethe-Nationalmuseum bot ein Streicher-Duo der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar den Gästen eine musikalische Untermalung beim Flanieren durch die historischen Räumlichkeiten. Auch der blühende Garten lud bei frühlingshaftem Wetter zum Spazieren und Verweilen ein.

Auf besonderes Interesse stießen zudem die experimentellen Theaterformate im Museum Neues Weimar, in Schillers Wohnhaus und im Schiller-Museum. Die Inszenierung „Dialog im Museum“ im Haus am Jorge-Semprún-Platz sorgte bei einigen Besuchenden zunächst für Irritation, doch die Schauspielerinnen und Schauspieler haben das Eis schnell gebrochen. Das Publikum verteilte begeistert Likes und Herzen an die dargestellten Influencer, die als „Heldinnen und Helden“ der heutigen Zeit im Livestream zeitgenössische Bezüge zu Heldentum, Nietzsche und Homers Odyssee herstellten.

Das Stadtschloss konnte aufgrund laufender Sanierungsarbeiten leider nur eine stark begrenzte Zahl an Besucherinnen und Besuchern empfangen, da die Dichterzimmer ausschließlich im Rahmen teilnehmerbegrenzter Führungen zugänglich waren. Weitere Bereiche des Hauses werden mit der Wiedereröffnung am 2. Oktober 2026 erneut für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Die Kulturdirektion Weimar dankt der Klassik Stiftung Weimar, ohne deren Zusammenarbeit die Lange Nacht der Museen in dieser Form nicht möglich wäre. Ein besonderer Dank geht zudem an die Mal- und Zeichenschule für die Konzeption und Umsetzung des museumsübergreifenden Kinderprogramms sowie an alle weiteren beteiligten Museen, Archive und Kulturorte für ihren Einsatz und das vielfältige Programmangebot.