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Stiftung Genshagen erhält den Weimarer Dreieck-Preis 2026: JugendLabor „KulturPass“ wird für beispielhafte trilaterale Jugendbeteiligung ausgezeichnet

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Weimar und des Weimarer Dreieck e.V.

Der Weimarer Dreieck-Preis 2026 geht an die Stiftung Genshagen für das deutsch-französisch-polnische JugendLabor „KulturPass“. Die Preisverleihung fand am 29. August 2026 im Rahmen der Festveranstaltung der Thüringer Staatskanzlei zum 35-jährigen Bestehen des Weimarer Dreiecks im Seminargebäude der Weimarhalle statt. Zu den Ehrengästen der Festveranstaltung zählten unter anderem der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt, der Geschäftsträger der Botschaft der Republik Polen in Deutschland, Jan Tombiński sowie Gunther Krichbaum, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt.

Der Weimarer Dreieck-Preis wurde vom Vorsitzenden des Weimarer Dreieck e.V., Dieter Hackmann, und Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine an die Vertreter der Preisträger-Organisation überreicht.

Junge Menschen gestalten kulturelle Teilhabe

Beim JugendLabor kamen im März 2025 im Schloss Genshagen 21 junge Erwachsene im Alter von 18 bis 25 Jahren aus Deutschland, Frankreich und Polen zusammen. Sie beschäftigten sich mit der Frage, wie kulturelle Teilhabe verbessert und jungen Menschen der Zugang zu Kunst und Kultur erleichtert werden kann. Auf Grundlage bestehender KulturPass-Modelle entwickelten sie konkrete Empfehlungen und diskutierten diese mit Verantwortlichen aus Kultur, Politik und Bildung. Das JugendLabor wurde von der Stiftung Genshagen gemeinsam mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung organisiert sowie von der Stiftung Hippocrène unterstützt. Als erstes trilaterales Projekt erhielt es das neue Weimarer-Dreieck-Label des Deutsch-Französischen und des Deutsch-Polnischen Jugendwerks.

Die Preisjury – bestehend aus Vertretern der französischen und polnischen Botschaft, der Stadt Weimar und des Weimarer Dreieck e.V. – würdigte insbesondere die Verbindung von grenzüberschreitender Begegnung, aktiver Jugendbeteiligung und kulturpolitischer Wirkung. Das Projekt zeigt, wie junge Menschen an der Entwicklung gemeinsamer europäischer Lösungen beteiligt werden können.

Mehr Informationen zum Preisträger unter: Deutsch-französisch-polnisches JugendLabor „KulturPass“ | Stiftung Genshagen

Preisgeld und Skulptur mit besonderer Symbolkraft

Der Weimarer-Dreieck-Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und wird vom Weimarer Dreieck e. V. gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Weimar verliehen. Neben dem Preisgeld erhält die Stiftung Genshagen einen Holzschnitt nebst zugehörigem Druckstock des Thüringer Holzbildhauers und ehemaligen DDR-Bürgerrechtlers Thomas Kretschmer.

Das eigens für den Preisträger erstellte Kunstwerk stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Kopf, Hände und Füße der Figur bilden fünf markante Punkte. Die Zahl Fünf verbindet die Skulptur mit dem ausgezeichneten Projekt: Das JugendLabor wurde von fünf Organisationen getragen, und auch sein Logo nimmt die Form eines Fünfecks auf.

Starkes Signal im Jubiläumsjahr

„Das JugendLabor ‚KulturPass‘ zeigt beispielhaft, wofür das Weimarer Dreieck steht: Junge Menschen aus unseren drei Ländern begegnen sich auf Augenhöhe und entwickeln gemeinsam konkrete europäische Lösungen. Gerade im Jubiläumsjahr ist diese Auszeichnung ein starkes Signal für ein lebendiges und zukunftsfähiges Weimarer Dreieck“, erklärt Dieter Hackmann, Vorsitzender des Weimarer Dreieck e. V.

Der Preisverleihung vorangegangen war am 29.8. die zweite Auflage des Runden Tisches des Weimarer Dreiecks, zu dem rund 120 aktive Unterstützer und Kooperationspartner aus Deutschland, Polen und Frankreich in Weimar zusammenkamen, um sich unter anderem zu einer gemeinsamen Erklärung auszutauschen, die die Schaffung einer zentralen Anlauf- und Geschäftsstelle vorbereiten soll.