Stadt Weimar würdigt herausragendes Engagement am Tag des Ehrenamtes
Rathauskurier 15/2025


Am 5. Dezember hat die Stadt Weimar in der Notenbank den Tag des Ehrenamtes genutzt, um ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger auszuzeichnen. 13 Weimarerinnen und Weimarer wurden mit der Thüringer Ehrenamtscard gewürdigt, eine weitere Ehrenamtliche mit dem Thüringer Ehrenamtszertifikat sowie zwei Persönlichkeiten mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt Weimar. Damit dankt die Stadt für das vielfältige, oft über viele Jahre hinweg gelebte Engagement für das Gemeinwohl.
Oberbürgermeister Peter Kleine dankte den Ehrenamtlichen für ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt: „Sie stärken die Stadt im Herzen, im Miteinander, in der Nachbarschaft, im Verein, im persönlichen Kontakt. Und das ist – gerade in Zeiten, in denen vieles auseinanderzudriften scheint – ein außergewöhnlich wichtiger Beitrag. Denn ja: Unsere Gesellschaft braucht auch mal Streit und Debatte. Aber sie braucht vor allem das Einende, das Gemeinsame, das Verbindende. Und dafür stehen Sie.“
Die Auszeichnungen spiegeln die große thematische Breite des Ehrenamts in Weimar wider: vom Engagement im Tierheim, in Sportvereinen, der Lebenshilfe und Mehrgenerationenarbeit bis hin zu kulturellen Projekten, Integrationsarbeit und der Unterstützung von Familien in akuten Notlagen. Die Geehrten zeigen, wie Gemeinschaft gelingt – durch Zuverlässigkeit, Empathie und oft jahrzehntelange Treue zu ihren Aufgaben.
Besondere Würdigungen erfuhren in diesem Jahr Antje Bräuer und Axel Stefek, denen die Goldene Ehrennadel der Stadt Weimar verliehen wurde – die höchste Auszeichnung der Stadt für außerordentliche Lebensleistungen im Ehrenamt. Beide prägen seit Jahrzehnten das kulturelle und gesellschaftliche Leben Weimars:
Antje Bräuer hat über Jahrzehnte das kulturelle Leben Weimars entscheidend mitgestaltet – zunächst als Pressedramaturgin, später als langjährige Leiterin des Besucherservice am Deutschen Nationaltheater. Sie war Motor und Mitgründerin des Förder- und Freundeskreises von DNT und Staatskapelle und engagierte sich maßgeblich für den Erhalt des Mehrspartentheaters, etwa während der existenzbedrohenden Debatten im Jahr 2002. Auch nach ihrem Ruhestand wirkt sie in verschiedenen kulturellen Vereinen weiter und hat mit ihrer beharrlichen, verbindenden Art das kulturelle Miteinander der Stadt nachhaltig geprägt.
Axel Stefek prägt als Stadtchronist, Autor und engagierter Vermittler die Erinnerungskultur Weimars. Mit der von ihm herausgegebenen Jahresschrift „Beiträge zur Weimarer Geschichte“ schafft er ein zentrales Publikationsforum, das historische Themen wissenschaftlich fundiert und zugleich verständlich zugänglich macht. Durch vielfältige Stadtführungen, Vorträge und Ausstellungen eröffnet er neue Perspektiven auf die Stadt und stärkt historisches Bewusstsein und demokratische Orientierung. Sein Wirken verbindet Museen, Bürgerschaft und Stadtgeschichte und macht ihn zu einer unverzichtbaren Stimme der Weimarer Stadtidentität.
Annelotte Voigtmann erhielt für ihr jahrelanges Engagement im Bereich des Seniorensports das Thüringer Ehrenamtszertifikat der Thüringer Ehrenamtsstiftung.
Mit der Thüringer Ehrenamtscard, ebenfalls ausgereicht von der Thüringer Ehrenamtsstiftung, wurden gewürdigt: Detlef Duckstein (Tierheimhilfe Weimar e.V.), Manuel Bothe (Dorfverein Süßenborn), Beate Paulin (Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung), Natalia Gurvich (Mehrgenerationenhaus Weimar-West), Elvira Werner (Mehrgenerationenhaus Weimar-West), Karina Großmann (Ortsteilrat Weimar-West), Viola Zacher (Lebenshilfewerk Weimar/Apolda e.V.), Sylvia Goldmann (TTC 1951 Rotation Weimar e.V.), Sabine Hauswald (Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung), Sylvia Kanzler (Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung), Berndt Stoll (ASC Kinder-Sport- und Freizeitclub Weimar e.V.), Amadeusz Czulak (Motion Playground e.V.) sowie die Familie Käßner/Kichgässner (Pflegefamilie für Weimarer Kinder).



