Stadt Weimar fordert verlässliche Postversorgung im Zentrum: Offener Brief an die Deutsche Post DHL Group


Der Oberbürgermeister der Stadt Weimar, Peter Kleine, und die Vorsitzende des Weimarer Stadtrates, Katrin Götz, haben sich in einem offenen Brief an die Deutsche Post DHL Group gewandt. Hintergrund ist die Schließung der traditionsreichen Hauptpost am Weimarer Goetheplatz, damit einhergehende anhaltende Beschwerden aus der Bürgerschaft sowie zunehmend unzumutbare Zustände an der verbleibenden Postfiliale in der Heinrich-Heine-Straße.
Mit der Schließung der Hauptpost am Goetheplatz, die dort seit 1888 bestand, fehlt der Stadt eine zentrale, für eine größere Kundenzahl ausgelegte und gut erreichbare Anlaufstelle für alle Postdienstleistungen in Weimars Innenstadt. Die verbliebene Filiale in der nahen Heinrich-Heine-Straße kann den Bedarf einer Stadt mit mehr als 66.000 Einwohnern nicht abdecken: Lange Warteschlangen, überfüllte Gehwege und wiederholte Schließungen sorgen besonders bei älteren Menschen, Familien, Berufstätigen und Personen mit eingeschränkter Mobilität für erhebliche Belastungen. Angesichts des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts ist eine weitere Zuspitzung der Lage zu erwarten.
Der Oberbürgermeister und die Stadtratsvorsitzende bezeichnen die Situation als inakzeptabel und fordern die Deutsche Post DHL Group eindringlich auf, kurzfristig eine tragfähige Alternative im Stadtzentrum zu schaffen, um die postalische Grundversorgung der Weimarer Bevölkerung sicherzustellen.
Für Gespräche zur gemeinsamen Lösungsfindung steht die Stadt Weimar jederzeit bereit. Ziel sei es, eine verlässliche und bürgerfreundliche Lösung zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Weimarerinnen und Weimarer gerecht wird.
Postfiliale Weimar Goetheplatz — Sicherstellung einer ausreichenden postalischen Versorgung der Bürger in Weimar
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Vorsitzende des Weimarer Stadtrates sowie als Oberbürgermeister der Stadt Weimar wenden wir uns mit einem dringenden Anliegen an Sie, welches in den vergangenen Wochen nicht nur wiederholt an die Stadtverwaltung herangetragen wurde, sondern auch zwischenzeitlich im Stadtbild durch lange Wartezeiten sichtbar ist — auch eine Petition aus der Bürgerschaft läuft hierzu gerade an.
Mit der Schließung der seit dem Jahr 1888 betriebenen Postfiliale am Goetheplatz ist für viele Bürger eine gewohnte, zentrale und gut erreichbare Möglichkeit zur Aufgabe und Abholung von Paketen entfallen. Der verbleibende Standort in der Heinrich-Heine-Straße kann den Bedarf des Mittelzentrums Weimar offensichtlich bei weitem nicht bewältigen.
Bereits jetzt bilden sich regelmäßig Warteschlangen auf dem Gehweg vor der Filiale, was insbesondere für ältere Menschen, Familien und Berufstätige eine erhebliche zeitliche Belastung darstellt. Angesichts des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts ist davon auszugehen, dass sich die Lage weiter zuspitzt. Personen mit eingeschränkter Mobilität leiden darunter, alltägliche postalische Aufgaben bei den aktuellen Zuständen kaum noch bewältigen zu können. Zuletzt war die Filiale krankheitsbedingt sogar in Gänze geschlossen.
Es ist inakzeptabel, dass die kreisfreie Stadt Weimar mit über 66.000 Einwohnern keine Postfiliale mehr hat. Ich möchte Sie daher eindringlich bitten, zeitnah eine tragfähige Alternative zu prüfen, die sicherstellt, dass Postdienstleistungen im Stadtzentrum Weimar weiterhin angeboten werden.
Die Stadt Weimar steht ihnen für ein gemeinsames Gespräch zur Lösungsfindung jederzeit zur Verfügung. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Ihnen eine funktionierende Lösung zu entwickeln, welche den Bedürfnissen und berechtigten Erwartungen aus der Bürgerschaft gerecht wird. Ich bitte Sie um eine zeitnahe Rückmeldung gern an folgende Mailadresse: -
Mit freundlichen Grüßen
| Katrin Götz Vorsitzende des Weimarer Stadtrates |
Peter Kleine Oberbürgermeister der Stadt Weimar |