Jahresbilanz Gesundheitsamt


Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes waren im Jahr 2025 an verschiedenen öffentlichkeitswirksamen Aktionen beteiligt. So war ein Höhepunkt der „Tag des Gesundheitsamtes“ im Mai auf dem Theaterplatz, zu dem sich die einzelnen Arbeitsbereiche präsentiert haben, um die Arbeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes vorzustellen. Auch die „Woche der seelischen Gesundheit“ mit über 50 verschiedenen Veranstaltungen in Weimar und im Weimarer Land im September zog wieder viele Interessierte an. 130 Kinder und 20 Erwachsene konnten zum „Tag der Zahngesundheit“ den Künstler „Mausini“ auf der Bühne im Mon ami erleben und Wissenswertes zur Mundgesundheit erfahren.
1.758 Kinder wurden durch den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst untersucht, davon allein 629 Einschulungskinder. Darüber hinaus wurden schulärztliche bzw. Gesundheitssprechstunden in zwei Weimarer Grundschulen regelmäßig angeboten. Hier standen Aufklärungsarbeit und Beratungen zu Medienkonsum und Stärkung der Resilienz im Vordergrund. Es wurde zudem ein vermehrter Bedarf zu Beratungen bei Schulabsentismus festgestellt.
Insgesamt wurden 2.555 Kinder und Jugendliche in Kindergärten, Grund- und Förderschulen zahnärztlich untersucht. Ein in 2024 neu gestartetes Mundhygiene-Projekt in der Johannes-Landenberger-Schule fand auch im neuen Schuljahr 25/26 seine Fortsetzung. Und es wurde zusammen mit einem Weimarer Pflegeheim ein Präventionskonzept zur Förderung der Mundgesundheit erarbeitet und mit der Umsetzung begonnen.
Im Amtsärztlichen Dienst stellten sich wieder viele Menschen zur Begutachtung vor, meistens für Tätigkeiten, die das Beamtenrecht oder den öffentlichen Dienst betrafen.
Die zweite ärztliche Leichenschau vor einer Feuerbestattung gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Gesundheitsamtes. Seit Herbst 2025 werden durch eine Kooperationsvereinbarung Studierende der HMU - Health and Medical University Erfurt - praktisch in der ärztlichen Leichenschau in Weimar ausgebildet.
Menschen, die eine Belehrung für den sogenannten „Gesundheitsausweis“ benötigen, können diese seit Ende 2024 online - unabhängig von den Öffnungszeiten des Gesundheitsamtes - durchführen. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen.
Ab dem 12. Januar 2026 gilt nach Trinkwasserverordnung, dass Bleileitungen in Trinkwasser-Installationen zurückgebaut oder stillgelegt werden müssen. Hier wurden in 2025 in enger Zusammenarbeit mit dem Weimarer Wasserversorgungszweckverband die Vorbereitungen getroffen, damit alle betroffenen Haushalte rechtzeitig informiert sind und Maßnahmen ergreifen können.
Der Bereich Gesundheitsförderung/Prävention begleitete auch im Jahr 2025 wieder viele Familien mit den Baby-Willkommensbesuchen und Angeboten zur Familienbildung. Zur Suchtprävention an weiterführenden Schulen konnte für 37 Klassen erneut das Präventionstheater in Kooperation mit dem Galli-Theater angeboten werden.
Die Selbsthilfekontaktstelle gab zu Beginn des Jahres die aktualisierte Broschüre der mittlerweile 64 Weimarer Selbsthilfegruppen heraus. Dazu waren zwei Gruppengründungen erfolgreich und zwei weitere Gründungen stehen bevor.
Mit einem Stadtratsbeschluss im Dezember hat die Stadt Weimar den Weg frei gemacht für eine enge Zusammenarbeit mit dem Kreis Weimarer Land im Rahmen der Psychiatriekoordination, um so Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörigen ab 2026 noch besser helfen zu können.
Und auch das Sekretariat des Gesundheitsamtes hat viel geleistet: monatlich waren dort durchschnittlich 500 E-Mails zu bearbeiten, zusätzlich zu ca. 700 Telefonaten und unzähligen Bürgerinnen und Bürgern, die sich persönlich vorstellten.