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Höchste Anerkennung für bürgerschaftliches Engagement: Stadt Weimar verleiht Ehrennadeln an Petra Witzel und Dieter Höhnl

Im Rahmen des Jahresempfangs des Oberbürgermeisters in der Weimarhalle ehrte die Stadt Weimar am Dienstagabend, 19. Mai 2926, zwei herausragende Persönlichkeiten für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement: Petra Witzel erhielt die Silberne Ehrennadel, Dieter Höhnl die Goldene Ehrennadel – die höchste Auszeichnung, die Weimar für bürgerschaftliches Wirken vergibt.


Musikalische Nachwuchsarbeit im Fokus: Petra Witzel

Seit einem halben Jahrhundert prägt Petra Witzel das musikalische Leben Weimars – vor allem dort, wo es beginnt: bei den Jüngsten. Als Ganztagspädagogin mit Lehrbefähigung im Fach Musik baute sie in vier Weimarer Kindergärten die instrumentale Früherziehung auf und sicherte so den Nachwuchs für das Jugendblas- und Schauorchester Weimar. Seit 1972 ist sie Mitglied des Orchesters, seit 1997 im Vorstand des Trägervereins aktiv. 2007 übernahm sie die Leitung des neu gegründeten Kinderorchesters, in dem seitdem Kinder aus der Bläserklasse der Pestalozzi-Grundschule eine musikalische Heimat finden. Unter ihrer Anleitung entwickelten sich unsichere Anfänger zu selbstbewussten Musikerinnen und Musikern – ein Fundament für die weitere Arbeit in Jugend- und Schauorchester. Ihre unzähligen Konzerte – etwa zum Kindertag, in Seniorenheimen oder bei Schulfesten – verbinden Generationen und machen Musik für alle erlebbar. „Petra Witzel ist eine stille Kraftquelle unserer Stadt. Sie hat nicht nur Noten gelehrt, sondern Herzen zum Klingen gebracht – und damit das kulturelle Herz Weimars am Schlagen gehalten“, so die Würdigung in der Laudatio durch die Stadtratsvorsitzende Katrin Götz.


Kulturerbe bewahren: Dieter Höhnl

Dieter Höhnl, seit fast 30 Jahren Vorsitzender des Freundeskreises des Goethe-Nationalmuseums, erhielt die Goldene Ehrennadel für sein lebenslanges Engagement im Dienste des kulturellen Erbes. Unter seiner Führung wurde der Freundeskreis zu einem unverzichtbaren Kulturfaktor: Er gewann Förderer, knüpfte Netzwerke und warb Mittel ein – etwa für die Restaurierung von Goethes Privatbibliothek, die Sicherung von Grabstätten (u. a. das Grab August von Goethes in Rom) oder den Erhalt des Wielandgutes in Oßmannstedt. „Dank Ihres Engagements konnten bedeutende Restaurierungen realisiert, wertvolle Objekte angekauft und zahlreiche Publikationen ermöglicht werden“, betonte Oberbürgermeister Peter Kleine in seiner Laudatio. Höhnls Arbeit zeige, dass Kultur kein musealer Luxus, sondern etwas Lebendiges sei. Sein Wirken strahlt weit über Weimar hinaus: Der Freundeskreis zählt heute Mitglieder aus ganz Deutschland und unterstützt Ausstellungen, Forschung und Bildungsarbeit.