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Härterei Reese Weimar gewinnt den Weimarer Umweltpreis 2026

1. Platz beim Weimarer Umweltpreis 2026 für die Härterei Reese1. Platz beim Weimarer Umweltpreis 2026 für die Härterei Reese1. Platz beim Weimarer Umweltpreis 2026 für die Härterei Reese ©Stadt Weimar1. Platz beim Weimarer Umweltpreis 2026 für die Härterei Reese ©Stadt Weimar

Nachdem im Jahr 2025 der Umweltpreis als Kinder- und Jugendvariante verliehen wurde, waren dieses Jahr Ideen und Projekte Erwachsener angefragt. Dank der Sponsoren - der Stadtwerke Weimar GmbH und dem Eigenbetrieb Kommunalservice - konnten auf vielen Wegen Bürger, Unternehmen und Vereine mit Sitz in der Stadt Weimar angesprochen werden. Dafür und für die Unterstützung bei den Preisgeldern bedankt sich die Stadt sehr herzlich.

„Als langjähriger Partner des Weimarer Umweltpreises begrüßen wir das große Interesse in unserer Stadt. Alle eingereichten Beiträge zeigen, mit wie viel Engagement, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein sich Bürger, Vereine und Unternehmen für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen. Nachhaltigkeit ist für die Stadtwerke Weimar ein zentrales Handlungsfeld – sowohl in unseren eigenen Projekten als auch durch die Förderung von Initiativen, die Weimar lebenswerter und zukunftsfähiger machen. Der Umweltpreis trägt dazu bei, dieses Engagement sichtbar zu machen, den Austausch guter Ideen zu fördern und Menschen zu motivieren, sich aktiv für Umwelt- und Ressourcenschutz einzusetzen.“, so die Geschäftsführerin der Stadtwerke Weimar, Constanze Reppin.

Überwältigend war die Resonanz der Einreichungen, vor allem gab es viele innovative Projekte der Weimarer Wirtschaft. Diese zeigen, dass der oft gemutmaßte Widerspruch von Wirtschaft zu Umweltschutz gar keiner ist, im Gegenteil. Besonders authentisch hat dies die Weimarer Filiale der Härterei Reese gezeigt. Hier wird sich bereits seit Langem im Bereich Umweltschutz engagiert, aber immer wieder weitere Verbesserungspotentiale erarbeitet und konsequent umgesetzt.

Vor allem wurden Potenziale der verschiedenen Unternehmensbereiche miteinander verknüpft. Die Erweiterung der Fertigungskapazitäten erfolgte in einer technologisch optimierten Halle mit autarker Energieversorgung über die eigene Photovoltaikanlage. Die neue Halle und die Prozessbäder werden durch die Abwärme der Ofenhärterei beheizt. Darüber hinaus wird die Anlagentechnik kontinuierlich von Gas auf elektrische Systeme umgestellt. Für die gesamte Firma erfolgt die Energieerzeugung durch Photovoltaikanlagen, sowohl auf Dächern als auch auf Freiflächen. Eine weitere Ressourcenschonung gekoppelt mit Vermeidung gefährlicher flüssiger Abfälle erfolgt durch Etablierung eines nahezu geschlossenen Ölkreislaufs.

Die Härterei Resse zeigt damit, dass klimaverträgliche, regionale Wertschöpfung möglich ist und hat damit Vorbildcharakter. Daher verdient dieses konsequente und dauerhafte Engagement für die Umwelt den 1. Preis dotiert mit einem Preisgeld von 1.500 €.

Den 2. Preis, verbunden mit einem Preisgeld von 1.000 €, vergab die Jury an die Knabe Verlagsgruppe Weimar. Hier war neben kleineren Projekten zum Umweltschutz vor allem die umfangreiche Wissensvermittlung zum Thema Bionik ausschlaggebend. Bislang 24 Bände sind in der Buchreihe erschienen, mit sehr verschiedenen Zielgruppen. Vom kindgerechte Mitmachbuch bis zu Abhandlungen mit sehr hohem wissenschaftlichem Standard, wurde das Thema Bionik, welches die Wissenschaft von der Übertragung von Naturphänomenen, Strukturen und Prozessen auf technische Anwendungen meint, bislang behandelt. Parallel wurden und werden in Zukunft Veranstaltungen zu dem Thema für Kinder, aber auch in der Lehrerfortbildung durchgeführt.

Den 3. Preis erhielt Frau Hind Rizq mit Familie für das Projekt TCO2N – Taking care of our nature. Hier wird das Engagement für eine sauberer Umwelt in Weimar Nord mit dem Entstehen von etwas Neuem verknüpft. Dieses Upcyclingprojekt zusammen mit einer Vielzahl von Projekten für die Zukunft hat die Jury überzeugt, diesem Projekt den 3. Preis zu überreichen, verbunden mit einem Preisgeld von 500 €.

Aufgrund der Vielzahl der Projekte konnten nicht alle prämiert werden. Wir rufen daher dazu auf, diese weiterzuentwickeln und beim nächsten allgemeinen Umweltpreis in zwei Jahren erneut einzureichen. Auch über weitere innovative Projekte würden wir uns sehr freuen, natürlich auch nächstes Jahr. Da ist der Fokus aber erst einmal wieder auf dem Kinder- und Jugendbereich.