Buchenwald-Überlebender Andrei Iwanowitsch Moiseenko begeht seinen 100. Geburtstag in Weimar


Es ist ein außergewöhnliches Ereignis: Der Buchenwald-Überlebende und Ehrenbürger Weimars, Andrei Iwanowitsch Moiseenko, geboren 1926 in der Ukraine, heute wohnhaft in Minsk (Belarus) feiert seinen 100. Geburtstag in Weimar.
Am 1. Mai 2026 sind die Bürgerinnen, Bürger und Gäste der Stadt zu einer öffentlichen Geburtstagsfeier mit dem Jubilar in das Deutsche Nationaltheater Weimar eingeladen, um diesen besonderen Moment mit ihm zu teilen.
Dazu laden das Deutsche Nationaltheater Weimar, die Gedenkstätte Buchenwald und das Museum Zwangsarbeit, die Stadt Weimar sowie der Filmregisseur Hannes Farlock ab 14 Uhr in das Große Haus des DNT bei freiem Eintritt herzlich ein.
In einer feierlichen und zugleich persönlichen Atmosphäre erwarten die Gäste:
- Filmausschnitte, die zentrale Stationen seines Lebens erzählen
- Musik und Gespräche, die seine Erfahrungen lebendig werden lassen
- Eine Diskussionsrunde mit Andrei, seinen Wegbegleiterinnen und -begleitern
- Gratulanten aus Kultur und Gesellschaft
- Moderiert wird die Veranstaltung von Knut Elstermann, Autor und Drehbuchregisseur.
Über Andrei Iwanowitsch Moiseenko:
Andrei Iwanowitsch Moiseenko wurde 1926 in der Ukraine geboren. Mit nur 15 Jahren wurde er zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt – bei der HASAG in Leipzig, einem der größten Rüstungsbetriebe Sachsens. Später im Ersatzteillager wurde er verdächtigt, eine Gruppe junger Aufständischer anzuführen. Die Folge: Inhaftierung in einem Gestapo-Gefängnis.
Im Mai 1944 kam er in das KZ Buchenwald. Doch Andrei gab nicht auf – nicht nach der Befreiung, nicht nach dem Verlust fast aller seiner Familienangehörigen in den Nachkriegsjahren. Heute lebt er in Minsk, Belarus, als Selbstversorger, fährt noch immer Fahrrad und begegnet jedem Tag – und jedem Menschen – mit Neugier und Offenheit. Leidgeprüft, aber nicht verbittert, zeigt er, was es bedeutet, Lebensfreude trotz aller Härten zu bewahren.
Mehr Infos unter andreiwird100.de