„Wir bauen an einem Ort der Demokratie“: Interview in Theater der Zeit


Die September-Ausgabe der Fachzeitschrift Theater der Zeit widmet sich dem Schwerpunkt Theaterbauten. Für das Heft sprach Redakteur Michael Helbing mit Karen Büchner, Leiterin der Stabsstelle Generalsanierung DNT bei der Stadt Weimar, und Malte Looff vom Studio Qwertz, Leiter des Generalplanerteams für die Sanierung des Haupthauses. Das Interview führt von der historischen Bedeutung des Deutschen Nationaltheaters über Denkmalschutz und Baukultur bis zu Bühnentechnik, Barrierefreiheit, Kosten und Zeitplan.
Eine besondere Rolle spielt der behutsame Umgang mit dem Bestand. Das historische Haus soll nicht durch möglichst sichtbare Eingriffe überformt, sondern funktional und mit Blick auf seine vorhandenen Qualitäten weitergebaut werden. „Wir wollen einen Baukulturwandel haben, und der wird natürlich in der Ausdrucksform sehr leise und behutsam sein“, sagt Karen Büchner. Malte Looff erläutert, wie dieser Anspruch in der Planung mit den Anforderungen an Bühnentechnik, Akustik, Arbeitsabläufe und Besucherkomfort zusammengeführt wird.
Auf Helbings Frage, warum öffentliches Bauen so viel Zeit benötigt, ordnen Büchner und Looff die notwendigen Vergabe-, Kontroll- und Abstimmungsprozesse ein. Das Gespräch richtet den Blick damit auch auf die Verantwortung hinter dem eigentlichen Bauprojekt: Das DNT ist nicht nur aufgrund seiner Geschichte ein Ort der Demokratie. Für Büchner zeigt sich dieser Anspruch ebenso darin, wie ein öffentlich finanziertes Großprojekt organisiert wird, wie Entscheidungen getroffen werden und wie mit Zeit und Geld umgegangen wird.
„Wir bauen an einem Ort der Demokratie“ (vollständiger Beitrag nur verfügbar mit TdZ+)
