Preise und Ehrungen
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Über den Weimarer Menschenrechtspreis

Vergeben wird der Preis an Personen, Gruppen oder Organisationen, die sich besonders für die Wahrung und Durchsetzung dieser Grundrechte einsetzen. Ebenso wird bei der Verleihung das Wirken für Menschlichkeit und Toleranz zwischen Menschen und Völkern berücksichtigt. Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Vergabe des Preises ist das Engagement für Auslandsprojekte, die die Demokratie fördern.
Der Gedanke hinter dem Menschenrechtspreis ist die Förderung von Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und die Aufarbeitung der Vergangenheit der Stadt Weimar. Denn viele Menschen lebten und litten in Weimar in einer Diktatur. Weimar hat eine bewegte Vergangenheit, was antidemokratische und teilweise rassistische Strukturen angeht. Man braucht nur Richtung Ettersberg zu blicken, um das Mahnmal zur Erinnerung an den schrecklichsten Abschnitt Weimarer Geschichte zu sehen. Die Satzung zur Vergabe des Menschenrechtspreises finden Sie im Bereich Ortsrecht.

Aus der Geschichte lernen

Damit etwas Vergleichbares auf der Welt nicht noch einmal geschieht, wird der Menschenrechtspreis vergeben, um Menschen zu ehren, die sich in besonderem Maße für die Demokratie, die Demokratisierung anderer Länder und den Kampf für die Menschen­rechte weltweit einsetzen.
Jede Organisation, Gruppe oder Einzelperson weltweit kann für den Menschenrechtspreis vorgeschlagen werden. Die Verleihung dieses Menschenrechtspreises erfolgt jedes Jahr zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Dotiert ist der Preis mit einem angemessenen Geldbetrag, den der Stadtrat spätestens in der Sitzung im Juli beschließt, sowie einer künstlerischen Beigabe, die von der Bauhaus-Universität Weimar gestiftet wird. Die Preis­träger werden vom Vergabe­beirat gewählt. Die Wahl wird anschließend vom Stadtrat bestätigt.

Erläuterungen zum Signet und zur Skulptur für den Menschenrechtspreis

Preisskulptur und Signet sollen aufeinander Bezug nehmen. Die Menschenrechte wie: Würde, Freiheit, Gleichheit und körperliche Unversehrtheit sind als solche bildlich nicht in einem Zeichen zu fassen, die alle Aspekte in sich vereint.

Die Charta der Menschenrechte ist der entschiedene Versuch, sie sprachlich zu fixieren. Im praktischen leben gilt es, die Rechte zu erlangen, zu sichern und zu bewahren. Sowohl dem Postulat, als auch der aktiven Verteidigung der allgemeinen Menschenrechte wird die Form eines Gefäßes, als Symbol und Sinnbild für das Bewahren, am ehesten gerecht. Stilisierte sich an den Händen haltende Figuren, die abwechselnd als männlich bzw. weiblich zu deuten sind, umgeben in Form eines Frieses das Gefäß.

Im Fuß des Gefäßes ist der Schriftzug: Menschrenrechtspreis (Jahreszahl) Weimar eingearbeitet.

Die Schriftart Lithos Pro Regular wird auch für das Signet verwendet.

Vier der 20 Figuren des Frieses stehen im Signet stellvertretend für die das Gefäß umgebende Menschenkette, die auf die globale Gültigkeit der Menschenrechte und die Notwendigkeit verweist, die se einzufordern und zu bewahren.

Signet und Skulptur für den Menschenrechtspreis wurden vom Weimarer Künstler Walter Sachs entworfen.