Menschenrechtspreis

Pater Shay Cullen

Menschenrechtspreisträger 2000

BIOGRAFISCHES

  • 1943 in Dublin, Irland, geboren
  • Ausbildung an einem irischen Priestercollege
  • 1969 als Missionar nach Olongapo, Philippinen
  • Anfang der 70er Jahre Mitbegründer der privatenHilfsorganisation PREDA, welche sich um Hilfe für Folter- und Missbrauchsopfer des Marco-Regimes und der Militärbasen im Land bemüht
  • Aufdeckung zahlreicher Menschenrechtsverletzungen, Korruptionsfälle und Kinderhändlerringe, Kampf gegen Sextourismus und Kinderprostitution
  • Arbeit als Journalist und Medienkommentator
  • 1998 Delegierter bei der Konferenz über den Entwurf der Kinderrechtskonvention in Helsinki

VORSCHLAGSBEGRÜNDUNG
Pater Shay Cullen setzt sich mit ganzer Kraft seit drei Jahrzehnten auf den Philippinen für die Rechte der Kinder ein und bekämpft auf mehreren Ebenen besonders die brutalen Kinderrechtsverletzungen im Bereich des sexuellen Missbrauchs. Er ermittelt verdeckt im Milieu, um Zuhälter und Kinderhändler zu
entlarven und vor Gericht zu bringen. Der Pater liegt wegen seiner Ermittlungen nicht nur mit den Behörden im Konflikt, sondern wurde selbst als angeblicher Kinderschänder denunziert. Er lebt mit ständigen Morddrohungen durch die Mafia und internationale Kinderhändlerringe. Dennoch setzt er sich unbeirrt für die Verwirklichung der „Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte des Kindes“ ein.


HEUTE
Pater Shay Cullen wird 2001 und 2003 für den Friedensnobelpreis nominiert. Außerdem erhält er 2003
den Caritas-Preis der Schweiz. 2008 werden ihm und der PREDA-Stiftung der Preis „Internationale Person des Jahres“ von REHAB und dem irischen Sender RTE verliehen. Auf Grund seiner Arbeit ist auf den Philippinen ein Gesetz gegen die Inhaftierung von Kindern unter 14 Jahren erlassen worden.

NOMINIERT DURCH Verein „Tatort – Straßen der Welt e.V.“ Köln
LAUDATOR Fritz Pleitgen, Intendant Westdeutscher Rundfunk