Menschenrechtspreis

Narges Mohammadi

Menschenrechtspreisträgerin 2016

BIOGRAFISCHES

  • 21.04.1972 im Iran geboren
  • Mutter von 2 Kindern
  • Vorstandsmitglied des Zentrums für Menschenrechtsverteidiger (Defenders of Human Rights Center)
  • 2009 wurde sie gezwungen, eine Anstellung in der „Iranian Engineering Inspection Company“ aufzugeben
  • 2009 zum ersten Mal verhaftet wegen: „Versammlung und Durchführung von Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“, „Verbreitung von Propaganda gegen das System“ und „ Mitgliedschaft im Zentrum für Menschenrechtsverteidigung“
  • Oktober 2011 Verurteilung zu 11 Jahren Haft
  • November 2011 mit dem „Per Anger“ Preis 2011 von der Schwedischen Regierung
  • Januar 2012 Verringerung der Strafe auf 6 Jahre nach internationalen Protesten
  • 2013 aufgrund schwerer Krankheit für eine Kaution von ca. 200.000$ vom Gefängnis entlassen um medizinische Versorgung zu erhalten
  • 03.05.2015 erneut verhaftet bevor die Behandlung abgeschlossen war.
  • 07.10.2015 Schlaganfall, Einlieferung in ein Krankenhaus für 2 Tage
  • 11.10.2015 erneute Einlieferung ins Krankenhaus da sich der Zustand weiter verschlechterte, jedoch ans Krankenbett angekettet mit 24h Überwachung
  • 20.04.2016 erneute Gerichtverhandlung mit weitern Vorwurf
  • Mai 2016 Verurteilung zu weiteren 16 Jahren Haft

VORSCHLAGSBEGRÜNDUNG

„Die iranische Frauenrechtlerin und Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi war die Vizepräsidentin und Sprecherin der einzigen und inzwischen verbotenen Menschenrechtsorganisation Defenders of Human Rights Center im Iran, in der die bedeutendsten Menschenrechtsverteidiger des Landes arbeiteten.

Im Mai 2016 wurde die inhaftierte Menschenrechtsaktivistin zu weiteren zehn Jahren Haft wegen Mitarbeit an der nun verbotenen Kampagne Step by Step to Stop Death Penealty zur Abschaffung der Todesstrafe im Iran verurteilt. Infolge der langen Inhaftierung ist die 44-jährige Mutter zweier Kinder körperlich und seelisch schwer erkrankt und erlitt zudem im Oktober 2015 einen Schlaganfall. Eine angemessene gesundheitliche Versorgung wird ihr durch die Gefängnisleitung verwehrt (…).“

HEUTE

Inhaftiert