Menschenrechtspreis

Meral Danis-Bestas

Menschenrechtspreisträgerin 1998

BIOGRAFISCHES

  • 1967 im Kreis Mazidagi in der Provinz Mardin, Türkei, geboren
  • Jurastudium an der Diele-Universität in Diyarbakir und 1990 Mitglied der Anwaltskammer von Diyarbakir nach bestandenem Examen
  • während des Studiums Engagement als Mitglied der Frauenkommission und im Ausschuss zur Beobachtung von Menschenrechtsverletzungen
  • 1991 Mitglied im Organisationskomitee für den Weltfrauentag
  • Ermittlungsverfahren wegen einer Rede auf einer Solidaritätsveranstaltung, das aber durch eine Änderung des Türkischen Strafgesetzes im April 1991 wieder eingestellt wird
  • Vorstandsmitglied im Menschenrechtsverein in Diyarbakir und Leiterin des Sekretariats
  • 1993 Festnahme zusammen mit ihrem Mann und anderen Anwaltskollegen, aber sie entgeht, im Gegensatz zu ihrem Mann, einer Haftstrafe

VORSCHLAGSBEGRÜNDUNG
Die Menschenrechtsorganisation amnesty international betreut Meral Danis-Bestas und schätzt sie
als gefährdet ein. Als Rechtsanwältin hat Frau Danis- Bestas viele Mandanten in politischen Verfahren
vertreten ‒ darunter auch Mandanten, die Anzeige gegen die Sicherheitskräfte wegen Folter oder anderer Menschenrechtsverletzungen erstattet haben.


HEUTE
Die Anwältin Meral Danis-Bestas ist Menschenrechtssprecherin und Vizechefin der „Partei für Frieden
und Demokratie“, der Nachfolgerin der verbotenen Demokratik Toplum Partisi, und kämpft unter
anderem für die Rechte von kurdischen Frauen und Kindern.

NOMINIERT DURCH amnesty international
LAUDATOR Michael Maier-Borst, amnesty international