Menschenrechtspreis

Schwester Lorena Jenal

Menschenrechtspreisträgerin 2018

BIOGRAFISCHES

  • 17.02.1950 geboren in der Schweiz
  • 1970 Eintritt in die Franziskanische Gemeinschaft der Schwestern von der göttlichen Vorsehung
  • 1970-1973 Postulat und Noviziat mit Profess
  • 1973-1976 Seminarische Ausbildung als Pädagogin mit Diplom
  • 1975-1977 Pädagogische Arbeit mit Behinderten und Verhaltensgestörten Kindern und Jugendlichen in „ Les Buissonnetes“ in Fribourg Schweiz
  • 1977-1978 Pädagogische Arbeit mitkranken Kindern und Jugendlichen in der Albula Kinik in Davos
  • 1979 Missionssendung nach Papua-Neuguinea
  • 1979-1987 Pastorale Arbeit mit der Pomberel Pfarrei mit Schwerpunkt Familienpastoral
  • 1988-1995 Formation Arbeit mit der jungen Einheimischen franziskanischen Gemeinschaft
  • 1992 Koordinatorin für einen einjährigen Pastoral Kurs in Xavier Institut Port Moresby
  • 1995-2002 Pastoraler Einsatz zurück in Pomberel mit Schwerpunkt Familie und Friedensvermittlung
  • 2002-2005 Dreijähriger Einsatz in Fribourg, Schweiz mit Studentinnen aus verschiedensten Kulturen
  • 2005-2012 Family Life Coordinator for the Mendi Diocese, Papua-Neuguinea
  • Seit 2016 Ausweitung der bisherigen Menschenrechtsarbeit und Hilfsprojekte im Kampf gegen Hexenverfolgung

VORSCHLAGSBEGRÜNDUNG

„Der Vergabebeirat Menschenrechtspreis hat in seiner Sitzung am 06.06.2018 aus den eingereichten Vorschlägen Schwester Lorena Jenal für den diesjährigen Menschenrechtspreis ausgewählt. Die Schweizer Ordensschwester setzt sich für Opfer von Hexenverfolgung in Papua- Neuguinea ein. Bei ihren Hilfsaktionen für Frauen in Gefahr riskiert sie vielfach ihr Leben. Inzwischen wird sie auch von einem hochrangigen Polizisten bedroht, weil sie mit der Dokumentation eines sogenannten Hexenprozesses die massiven Menschenrechtsverletzungen und die Tatenlosigkeit der Behörden anprangert.

Sie versucht die Ursachen für die neue brutale Welle der Hexenverfolgung zu identifizieren, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Dabei scheut sie sich auch nicht mit den Peinigern zu sprechen und gegen das Nichtstun staatlicher Behörden vorzugehen. Inzwischen hat Schwester Lorena ihr Hilfsprojekt mit Spenden von missio auf ein breites Fundament gestellt.

Mit Rettungsprogrammen, Aufklärungsmaßnahmen und ihrem mutigen Einsatz kämpft sie unermüdlich gegen diese Menschenrechtsverletzungen. Ihr Engagement ist vorbildhaft für Initiativen in vielen anderen Ländern der Welt, in denen Menschen wegen dieser neuen Welle der Hexenverfolgung in Gefahr sind. Nur wenn Hilfsorganisationen, Politiker, Polizei und Schulen in den 29 betroffenen Ländern gemeinsam gegen diese Gewalt kämpfen und internationale Unterstützung erhalten, besteht die Chance für die endgültige Beendigung der Hexenverfolgung. Die Verleihung des Menschenrechtspreises ist verbunden mit der Hoffnung, eine kaum beachtete Art der Menschenrechtsverletzungen öffentlich zu machen, das mutige Engagement von Schwester Lorena Jenal zu stärken und ihr Leben durch die internationale Aufmerksamkeit zu schützen.

Schwester Lorena Jenal wurde von missio für den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar nominiert.“