Menschenrechtspreis

Libkan Basajewa

Menschenrechtspreisträgerin 2005

BIOGRAFISCHES

 

  • 1945 als Tschetschenin in Kasachstan geboren
  • 1958 Rückkehr der auf Befehl Stalins umgesiedelten Familie in die Heimat
  • Studium der Philologie und Linguistik an der Universität Grozny, später ist sie dort Professorin
  • 1994 Schließung der Universität mit Beginn des ersten Tschetschenien-Krieges
  • Organisatorin von Friedensmärschen und Gründerin der „Union tschetschenischer Frauen Itschkerias“ sowie einer „Landwirtschaftkooperative zur Selbstversorgung tschetschenischer Kriegswitwen und -waisen“
  • von 1996 bis 1998 Arbeit im Außenministerium, aber Niederlegung dieses Amtes, als eine Bekleidungsvorschrift für Frauen eingeführt werden soll
  • 1999 mit Beginn des zweiten Tschetschenien-Krieges verlässt ihre Familie das Land über den „Humanitären Korridor“
  • Arbeit für die Menschenrechtsorganisation „Memorial“, deren Vorsitzende sie ist
  • Juli 2002 Gründung des Frauenzentrums „Zenskoje Dostoinstvo“ (Frauenwürde) und der Einrichtung „Elsa Kungajewa“

VORSCHLAGSBEGRÜNDUNG

Libkan Bazaeva engagiert sich seit vielen Jahren für eine gewaltfreie Lösung des Konfliktes in Tschetschenien und die Einhaltung der Menschenrechte in der Region, was sie oft selbst in Gefahr brachte.

HEUTE

Seit 2007 lebt Libkan Bazaeva wieder in Grozny und kämpft mit „Frauenwürde“ weiter für die Rechte der Frauen im Nordkaukasus.

NOMINIERT DURCH Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte

LAUDATOR Rupert Neudeck, Gründer des Komitee Cap Anamur / Deutsche Notärzte e.V. und Vorsitzender des Friedenskorps Grünhelme e.V.