Menschenrechtspreis

Lenin Raghuvanshi

Menschenrechtspreisträger 2010

BIOGRAFISCHES

 

  • 1970 in Varanasi geboren
  • 1994 Abschluss mit Auszeichnung in Medizin, Ayurveda und Chirurgie an der staatlichen, ayurvedischen, medizinischen Universität Gurukul Kangri in Haridwar
  • Engagement für die Rechte der Dalits, Angehörigen jener untersten Bevölkerungsschicht Indiens, die auch als „Unberührbare“ bezeichnet werden
  • 1996 Gründer des „People´s Vigilance Committee on Human Rights“, das jede Art der Menschenrechtsverletzung dokumentiert und deren Opfer betreut
  • Begründer des Projektes „People Friendly Villages“ – die menschenfreundlichen Dörfer in vorwiegend von Dalits bewohnten Gebieten: Errichtung von Grundschulen, alternative Bildungswege, Förderung der Ausbildung von Mädchen
  • 2007 Anklage wegen angeblicher staatsfeindlicher Äußerungen

VORSCHLAGSBEGRÜNDUNG


Dr. Lenin Raghuvanshi setzt sich seit 15 Jahren für die Rechte und Belange der Dalits vor allem im indischen Bundesstatt Uttar Pradesh ein. Als Gründer des „People's Vigilance Committee on Human Rights“ (PVCHR) bemüht er sich um die Wahrung und Durchsetzung der Grundrechte benachteiligter Bevölkerungsgruppen, wie Frauen, Kinder, Dalits und indigene Minderheiten. Außerdem dokumentiert er Menschenrechtsverletzungen und versucht, durch die Zusammenarbeit mit lokalen Menschenrechtsgruppen, jedes Opfer individuell zu betreuen. Er, seine Familie und seine Mitarbeiter sind ständigen Anfeindungen (u.a. Morddrohungen) durch politische Gegner ausgesetzt.


HEUTE

Bei einem Treffen von Menschenrechtsaktivisten im März 2011 bei Paradkar Bhavan in Varanasi ruft Dr. Raghuvanshi den 9. Dezember zum „Tag des Verteidigers der Menschenrechte“ aus. Eines der aktuellen Projekte des „People's Vigilance Committee on Human Rights“ ist eine Kampagne gegen die Verheiratung von Minderjährigen.

NOMINIERT DURCH Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

LAUDATOR Rolf Berndt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit