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Menschenrechtspreis der Stadt Weimar

Alljährlich am 10. Dezember wird in der Stadt Weimar der Menschenrechtspreis vergeben. Die Leitmotive dieses Menschenrechtspreises sind die im Grundgesetz verankerten Rechte eines jeden Menschen: Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit.

 

Die Preisträgerin 2018

Schwester Lorena Jenal

Die diesjährige Preisträgerin des 24. Menschenrechtspreises, Ordensschwester Lorena Jenal aus der Schweiz, setzt sich besonders für Opfer von der neu aufkeimenden Welle von Hexenverfolgungen in Papua-Neuguinea ein. Hexenverfolgung - ein Begriff, der aus einer anderen Zeit zu stammen scheint aber bis heute in 29 Ländern der Erde an der Tagesordnung ist. Die unschuldig Angeklagten, Frauen, aber auch Männer, fallen Gewalt, Folter und Tod zu Opfer. Schwester Lorena versorgt die Verletzten, kümmert sich um die psychischen Narben und spendet Wärme und Trost vor Ort.

Über den Weimarer Menschenrechtspreis

Vergeben wird der Preis an Personen, Gruppen oder Organisationen, die sich besonders für die Wahrung und Durchsetzung dieser Grundrechte einsetzen. Ebenso wird bei der Verleihung das Wirken für Menschlichkeit und Toleranz zwischen Menschen und Völkern berücksichtigt. Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Vergabe des Preises ist das Engagement für Auslandsprojekte, die die Demokratie fördern.
Der Gedanke hinter dem Menschenrechtspreis ist die Förderung von Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und die Aufarbeitung der Vergangenheit der Stadt Weimar. Denn viele Menschen lebten und litten in Weimar in einer Diktatur. Weimar hat eine bewegte Vergangenheit, was antidemokratische und teilweise rassistische Strukturen angeht. Man braucht nur Richtung Ettersberg zu blicken, um das Mahnmal zur Erinnerung an den schrecklichsten Abschnitt Weimarer Geschichte zu sehen. Die Satzung zur Vergabe des Menschenrechtspreises finden Sie im Bereich Ortsrecht.

Aus der Geschichte lernen

Damit etwas Vergleichbares auf der Welt nicht noch einmal geschieht, wird der Menschenrechtspreis vergeben, um Menschen zu ehren, die sich in besonderem Maße für die Demokratie, die Demokratisierung anderer Länder und den Kampf für die Menschen­rechte weltweit einsetzen.
Jede Organisation, Gruppe oder Einzelperson weltweit kann für den Menschenrechtspreis vorgeschlagen werden. Die Verleihung dieses Menschenrechtspreises erfolgt jedes Jahr zum 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Dotiert ist der Preis mit einem angemessenen Geldbetrag, den der Stadtrat spätestens in der Sitzung im Juli beschließt, sowie einer künstlerischen Beigabe, die von der Bauhaus-Universität Weimar gestiftet wird. Die Preis­träger werden vom Vergabe­beirat gewählt. Die Wahl wird anschließend vom Stadtrat bestätigt.