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Menschenrechtspreis der Stadt Weimar

Alljährlich am 10. Dezember wird in der Stadt Weimar der Menschenrechtspreis vergeben. Die Leitmotive dieses Menschenrechtspreises sind die im Grundgesetz verankerten Rechte eines jeden Menschen: Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit.

Der Preisträger 2021

Selahattin Demirtaş

Der Stadtrat der Stadt Weimar hat in seiner Sitzung am 21.7.2021 die Verleihung des diesjährigen Menschenrechtspreises an den kurdischen Menschenrechtsanwalt und -verteidiger Selahattin Demirtaş beschlossen. Der Stadtrat folgt damit dem Beschluss des Vergabebeirates Menschenrechtspreis der Stadt Weimar vom 14. Juni 2021. Selahattin Demirtaş wurde von der Gesellschaft für bedrohte Völker vorgeschlagen. 

Der 1973 geborene Menschenrechtsanwalt setzt sich für eine friedliche Lösung der Kurdenfrage, Demokratisierung, Glaubensfreiheit sowie die sprachliche, kulturelle und politische Gleichberechtigung aller Menschen in der Türkei, insbesondere auch der Minderheiten, ein. Er leitete die Zweigstelle des Menschenrechtsvereins (IHD) in Diyarbakir und wurde zu dessen Vorstand gewählt. Seit 2016 sitzt der 48jährige Familienvater unschuldig in Haft. Seine Verhaftung wurde ohne rechtliche Grundlagen und ohne Aufhebung der Immunität als Parlamentarier vorgenommen. Er wurde zu 142 Jahren Haft verurteilt, obwohl der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) 2018 sowie 2020 seine sofortige Freilassung forderte. Nach dem Urteil des EGMR liegt neben der Verletzung der freien Meinungsäußerung und des Rechts auf Freiheit und Sicherheit auch die Unterdrückung der Pluralität vor, zum Zweck Freiheit und politische Debatten einzuschränken.

Menschenrechtspreisträgerinnen und Menschenrechtspreisträger seit 1995