Kinderrechtspreis

Kinderrechtspreis der Stadt Weimar

Bisherige Preisträger

2017

Kinderland Bummi e.V.

Die Kindertagestätte erhält mit seinem Team den Kinderrechtspreis. Mit viel Initiative haben Eltern einen Verein gegründet und Ideen für einen Kindergarten entwickelt. Wirklich alle Kinder werden hier in einer vertrauensvollen Umgebung für das Leben stark gemacht. Großen Einsatz zeigte das Team im Umgang mit einem traumatisierten Kind, das trotz aller Schwierigkeiten herzlich in der Einrichtung aufgenommen wurde. Das Kind kann Verlässlichkeit und Freude erfahren und fühlt sich sehr willkommen.  

2016

Katja Weber

Seit 2014 gibt es das Projekt „Freitagsmaler“ der Mal- und Zeichenschule Weimar in Kooperation mit der Flüchtlingssozialarbeit von Caritas und Diakonie. Die geflüchteten Kinder können hier ihre eigenen kreativen Fähigkeiten und Begabungen und auch ihre neue Heimat Weimar entdecken. Das Projekt ist eine große Bereicherung im Leben der Kinder. Sie werden auf Augenhöhe angesprochen, ermutigt und zu künstlerischen Prozessen angeregt. Die Kinderjury vergibt den Kinderrechtspreis 2016 an Katja Weber für ihre Herzlichkeit und das erlebbar machen der Kinderrechte.

2015

Ramona Zander

Spiel und Spaß, aber auch ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte – das sind die Dinge, die im Alltag des Kinderhauses zählen. Gemeinsame Mahlzeiten, kreative Betätigung, Ausflüge – das alles unternimmt Ramona Zander, Sozialpädagogin und Leiterin des Weimarer Kinderhauses, mit ihren Schützlingen. Das Theaterprojekt gestaltet sie ebenso maßgeblich mit wie die Organisation des jährlichen Weimarer Kindertages.

2014

Kinder- und Jugendfonds der Bürgerstiftung Weimar

Der 19. Weimarer Kinderrechtspreis ging 2014 an den Kinder- und Jugend­fonds der Bürgerstiftung Weimar. "Er setzt sich schnell und unbürokratisch für die Belange von Kindern ein, stellt über einen Nothilfefonds sehr schnell Geld für notwendige Dinge zur Verfügung und unterstützt über seine Patenschaften Kinder und Jugendliche", heißt es in der Begründung der Kinderjury.

2013

Kramixxo und Waggong

Den Kinderrechtspreis 2013 erhielt der Kinder­treff und Jugend­club Kramixxo und Waggong, der in Weimar-West Kindern ein zweites Zuhause bietet und neben zahl­reichen Freizeit­angeboten täglich bei der Bewältigung von Problemen zur Seite steht. 

2012

Familie Schaarschmidt

Seit 1993 betreuen Horst und Annette Schaarschmidt den "Circus Gaudimus" am Goethegymnasium in Weimar.  Dieser bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich in Artistik, Akrobatik, Theater und Tanz zu probieren und ist für Kinder ab der 5. Klasse ein wichtiger Treffpunkt im Rahmen der Schule, aber außerhalb des Unterrichts.

2011

Mellinger Fußballcamp Vogel

Die Jury, die aus sieben Mädchen im Alter zwischen acht und zehn Jahren bestand, hat sich für das Fußballcamp in Mellingen entschieden! Sport steht bei den Kindern immer noch hoch im Kurs und so ist es kein Wunder, dass Familie Vogel mit ihrem großartigen Ferienangebot den Kinderrechtspreis 2011 erhielt. Mädchen und Jungen zwischen sieben und 16 Jahren können im Fußballcamp ganz wie die Großen den Fußball auf professionelle Weise erleben: Mit Torschuss, Ballkontrolle, Passspiel, Tricks, Schnelligkeit, Wendigkeit und Spielintelligenz – Punkte, die allesamt auf dem Trainingsplan stehen. Und damit die Abwechslung in den fünf Tagen nicht zu kurz kommt, gibt es auch einen Badenachmittag. Außerdem wird das DFB-Fußball­abzeichen abgelegt. Ein unvergessliches Erlebnis, das fast eine Woche andauert und nicht selten Grundstein für neue Freundschaften ist. Das Fußballcamp bietet eine außer­gewöhnliche Gelegenheit für Kinder jeden Alters, mehrere Fähigkeiten gleichzeitig zu erwerben: soziale Kompetenz, Sportlichkeit und Gemeinschaftsgefühl.

2010

Ehemalige Kinderbeauftragte Steffi Engelstädter

Steffi Engelstädter hat das Kinderbüro aufgebaut und die Kinderbeauftragte als "Anwältin für die Kinder" in der Stadt etabliert. Sie hat Kinder und Eltern, Lehrer und Erzieher beraten und informiert und auch Fortbildungen für die Erwachsenen angeboten. Sie hat viel und oft mit Politikern gesprochen, damit diese die Interessen und Bedürfnisse von Kindern in der Politik berücksichtigen. Und sie hat mit ganz vielen Leuten zusammen­gearbeitet, damit sich die Lebensbedingungen für Kinder überall verbessern können.

2009

KSSV Victoria

Der Schulverein Schöndorf hat das Ziel, für alle Schöndorfer und darüber hinaus Möglichkeiten für eine sinnvolle Freizeitgestaltung anzubieten. Die sportlichen und kulturellen Angebote werden vor allem von den Kindern und Jugendlichen mit Begeisterung wahr­genommen. Eine so vielfältige und umfassende Arbeit ist ohne ehrenamtliches Engagement nicht möglich. Viele Übungsleiter verbringen ihre Freizeit beim Training mit den Kindern und Jugendlichen. Stellvertretend für viele sollen drei Übungsleiter genannt werden: Conny Barthel, Sven Riese und Heidi Böttcher.  

2008

Susann Murr und Jeannine Rothe

Susann Murr und Jeannine Rothe aus Bad Berka erhielten den ersten Preis. Sie bemühten sich besonders um die Heilungs­chancen für ein leukämiekrankes Kind. Mit großem Engagement und vielen Helfern starteten sie eine Aktion zur Typisierung von Knochenmarkspendern. 70.000 Euro wurden gesammelt und 653 Spender für die Deutsche Knochenmarkdatei gefunden. Einige dieser Spender wurden schon dringend gebraucht, um Leben zu retten.     

2007 

Kinderschutzdienst Weimar Känguruh

Erstmals in der zwölfjährigen Geschichte der Preisverleihung gab es eine Stichwahl, in der sich der Kinderschutzdienst gegen das verdienstvolle Bad Sulzaer Hilfsprojekt Ourchild durchsetzte. Die bewegenden Worte des Jungen, dem von Mitarbeitern des Kinder­schutzdienstes geholfen wurde, gaben den Ausschlag: "In meiner Familie habe ich viel Gewalt durch meinen Stief­vater erlebt, deshalb lebe ich seit April 2004 im Kinderheim. Über das Jugendamt habe ich vom Kinderschutzdienst erfahren. Der Kinderschutzdienst hat mir geholfen, dass ich in Kontakt mit meiner Mutter bleiben konnte. Frau Görg vom Kinderschutzdienst stand mir die ganze Zeit beim Strafprozess gegen meinen Stief­vater zur Seite. Sie hat mir alles erklärt und geholfen, einen Rechtsanwalt für mich zu finden. Sie hat mir auch vor der Gerichts­verhandlung das Gericht gezeigt. So hatte ich keine Angst vor der Verhandlung. Der Kinderschutzdienst hat auch geholfen, dass meine drei kleinen Geschwister geschützt wurden und wir jetzt alle zusammen im Kinderheim leben. Es wäre toll, wenn der Kinderschutzdienst den Kinderrechtspreis gewinnen würde." Der Kinderschutzdienst existiert seit 1994. Seitdem erhält er jährlich etwa 150 Anfragen und betreut ca. 120 Kinder und Jugendliche langfristig. 

2006

Hartmut Tuckermann

Mit überzeugender Mehrheit wählte die Kinderjury Hartmut Tucker­mann zum Preisträger des Jahres 2006. Aus dem Text für den Vorschlag: "Herr Tuckermann ist in einem besonderen Spielzeugladen zu finden, und zwar im Eisfeld 6. Der Laden ist wie ein Wunderland für Kinder gestaltet. Es gibt eine Kullerbahn und ein beleuchtetes Schloss, eine Burg und Kletter­möglichkeiten, viele Bücher und Spielzeuge. Aber Kinder müssen hier nichts kaufen. Viele Kinder kommen nachmittags, um hier zu spielen. Manche jeden Tag. Auch der Hinterhof lädt mit Sand­spiel­platz, Schaukel und Einrädern zum Spielen ein. Die Kinder helfen im Laden mit. Es wird viel miteinander geredet. Auf diese Weise lernen die Kinder spielerisch die Welt der Erwachsenen kennen. Sie lernen mit Geld umzugehen und können selbst kleine Summen ansparen, weil sie als Geschäftspartner anerkannt sind. Kinder finden in Hartmut Tuckermann einen guten erwachsenen Freund, der sehr kameradschaftlich mit ihnen umgeht und dem sie sehr vertrauen. Nicht nur Kinder kommen. Auch Eltern sprechen sich mit Herrn Tuckermann über ihre Kinder aus. Er gibt ihnen Ratschläge und hilft den Eltern, ihre Kinder besser zu verstehen." 

2005

Das SOS-Beratungs- und Familienzentrum Weimar

Es bietet Kindern und Jugendlichen Hilfe und Unterstützung an, damit sie aus schwierigen Situationen einen Ausweg finden. Wenn ihnen z.B. die großen und kleinen Probleme mit den Eltern einfach über den Kopf wachsen, wenn es in der Schule nicht so gut klappt, wenn man einsam ist und keine Freunde findet oder wenn man ganz persönliche Fragen und Probleme hat. In Gesprächen kann man herausfinden, wie man mit der Situation umgehen kann. Es hilft aber auch, wenn man sich mit den Eltern und den Mitarbeitern gemeinsam zusammensetzt, um den Problemen auf den Grund zu gehen. Gemeinsam kann man dann einen Plan machen, wie etwas verbessert werden kann. Im SOS-Familienzentrum können Eltern Rat und Hilfe bekommen: Es werden Babymassagen angeboten, Spielstunden für Kleinkinder, man kann sich treffen und über verschiedene Themen sprechen, es gibt Kurse in Selbstverteidigung für Mütter und Töchter und vieles mehr. Wenn es Eltern gut geht, dann geht es auch Kindern gut. Wichtig: Alle Angebote sind kostenlos! 

2004

Die UNICEF-Arbeitsgruppe Weimar

UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Es setzt sich vor allem für die Kinder in den ärmeren Ländern in Afrika, Asien und Südamerika ein. In vielen Städten Deutschlands gibt es UNICEF-Arbeitsgruppen, so auch in Weimar. Die UNICEF-Arbeitsgruppe Weimar besteht aus zwölf Frauen, die sich für die Kinder in der Welt stark machen. Das bedeutet, sie sammeln Spenden und verkaufen UNICEF-Grußkarten. Bisher haben sie dabei etwa 25.000 Euro verdient. Dieses Geld wird dazu verwendet, die Lebensbedingungen der Kinder in ärmeren Ländern zu verbessern. Für 8 Euro kann man z.B. fünfzig Kinder gegen gefährliche Krankheiten impfen. Die Arbeitsgruppe organisiert auch viele Aktionen, die auf die Kinderrechte aufmerksam machen sollen, und sie gehen in die Schulen, um den hier lebenden Kindern zu erzählen, wie der Alltag der Kinder in den ärmeren Ländern aussieht. 

2003 

Der Thüringer Kinderzirkus TASIFAN

Für ein hochwertiges Kinderkulturangebot, die Beteiligungs­projekte mit Kindern und den engagierten Einsatz für die Interessen der Kinder. 

2002 

Die "Station Junger Naturforscher"

Als kinderfreundlicher Ort, den Kinder schätzen. 

2001 

Hannelore Huschke

Für ihren Einsatz für ein gutes Miteinander der alten und jungen Generation im Stadtteilhaus Abraham-Lincoln-Straße 37. 

2000 

Dr. Dieter Wagner, Schöndorf

Für sein bürgerschaftliches Engagement, Spielräume für Kinder zu erhalten. 

1999 

Kitaprojekt "Schule der Phantasie"

Für intensives Bemühen, Kinderrechte bekannt zu machen und für sie einzutreten. 

1998 

Bürgerrat "Nördliche Innenstadt"

Für den Einsatz gemeinsam mit Schülern der Harry-Graf-Kessler-Schule zur Sanierung des Spielplatzes an der Schule. 

1997 

Kindertagesstätte "Kinderland"

Als Anerkennung der pädagogischen Arbeit.

1996 

Aktionskreis Interkulturelles Lernen

Mit dem Projekt Interkulturelles Lernen werden Einstellungen, Werte und Normen gegenüber anderen Nationalitäten und Kulturen vermittelt.