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Zum Tod von Paul Polansky

Der Menschrechtspreisträger des Jahres 2004 der Stadt Weimar, Paul Polanksy, ist am 26.03.2021 gestorben und wurde am 29.03. in dem Dorf Knezovo Selo bei Nis, Serbien, beigesetzt. Die Stadt Weimar gedenkt seiner und drückt Freund:innen und Verwandten ihr tiefes Beileid aus.

 Zu Paul Polansky

  • geboren 1942 in Iowa, USA; Sohn deutscher und tschechischer Immigrant:innen
  • er war Autor, Poet, Menschenrechtsaktivist
  • 2004 Auszeichnung  Menschenrechtspreis der Stadt Weimar, nominiert durch den Nobelpreisträger Günter Grass und die Gesellschaft für bedrohte Völker
  • er zeigte außerordentliches Engagement für Roma und insbesondere für die bleivergifteten Roma-Kinder im Kosovo - diese Bleivergiftungen, die den Kindern irreversible Gehirnschäden verursachten, wurden von der WHO als schlimmste Menschenrechtstragödie der letzten zehn Jahre bezeichnet
  • er lebte und arbeitete mit Roma über 30 Jahre in 19 Ländern - während dieser Zeit dokumentierte er ihr Leben in Osteuropa, den Balkanstaaten, Albanien, Türkei, Israel, Spanien, Italien und den USA

Seine wichtigsten Werke waren u.a.

  • Sammlungen mündlicher Zeitzeug:innenberichte von Holocaustüberlebenden der Roma
  • Gedichte über Menschenrechtsverletzungen der Roma
  • sowie eine preisgekrönte Dokumentation „Gypsy Blood“ über die bleivergifteten Siedlungen, bereitgestellt von der UN, für die heimatlosen Roma im Zuge des Kosovo-Krieges“