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Infrastrukturelle Maßnahmen im Rahmen des Doppeljubiläums 2019

100 Jahre Bauhaus / 100 Jahre Weimarer Republik

 

Die Entwicklung eines »Quartiers Weimarer Moderne«

 

Zahlreiche Highlights kennzeichnen das Doppeljubiläum in Weimar im Jahr 2019: Anfang Februar 2019 wurde das 100-jährige Jubiläum der Weimarer Nationalversammlung begangen. Die Klassik Stiftung Weimar eröffnete Anfang April 2019 das neue Bauhaus-Museum Weimar. Parallel dazu wurde das Neue Museum Weimar mit der Ausstellung »Van de Velde, Nietzsche und die Moderne um 1900« einer neuen thematischen Schwerpunktsetzung zugeführt und ebenfalls nach eineinhalbjähriger Schließung wieder eröffnet. Das »Haus der Weimarer Republik. Forum für Demokratie« wird am 31. Juli 2019 feierlich eröffnet und bis Ende 2020 durch einen modernen Neubau mit Räumen für Sonderausstellungen und Bildungsangebote ergänzt. Darüber hinaus ist eine Ausstellung zur Zwangsarbeit geplant, welche die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora im ehemaligen Weimarer Gauforum einrichten wird. Das Doppeljubiläum 2019 eröffnet der Stadt Weimar damit die Möglichkeit, vor diesem Hintergrund städtebaulicher und musealer Entwicklungen gemeinsam mit weiteren institutionellen Partnern die Überlegungen für ein bundesweit einmaliges »Quartier Weimarer Moderne« vom Theaterplatz über das ehemalige Gauforum bis zum Neuen Museum zu konsolidieren. Dieses Quartier wird im Rahmen der Weimarer Stadtentwicklung eine »Scharnierfunktion« zwischen Altstadt und Nordvorstadt übernehmen. Hierfür soll mit Blick auf das Doppeljubiläum an einem gemeinsamen Vermarktungs- und Kommunikationskonzept gearbeitet werden – einschließlich einer umfassenden Besucherlenkung.

Die Schaffung eines »Quartiers Weimarer Moderne« verfolgt neben fachlich-inhaltlichen Ansätzen die Entwicklung neuer touristischer und wirtschaftlicher Perspektiven.

Leitsystem

Die Anpassung und Erweiterung des Fußgängerleitsystems ist eine umfassende Maßnahme zur Besucherlenkung und Orientierung innerhalb des Quartiers Weimarer Moderne und zu den weiteren Stätten der Moderne in Weimar. Hierbei wird das bestehende UNESCO-Leitsystem als Grundlage zur Erweiterung verwendet.

Stelen

Die Stelen dienen der Orientierung, vor allem aber der Information zu den Häusern, Museen und Sehenswürdigkeiten im Quartier Weimarer Moderne. Zudem verweisen die Stelen auf die digitale Informationsebene, die in Form einer App auf der Basis von Thuringia.MyCulture realisiert wurde.

Informationskiosk

Im engen Zusammenhang mit diesem zu planenden Besucherorientierungssystem steht der Informationskiosk auf der Freifläche vor dem Neubau des Bauhaus-Museums Weimar. Er ist Ankerpunkt im Aufbau einer bislang noch fehlenden touristischen und barrierefreien Infrastruktur für das Gebiet vom Bahnhof bis zum congress centrum weimarhalle, vom Vorfeld des neuen  Bauhaus-Museums Weimar bis zum Eingang ehemaliges Gauforum an dessen West- und Südseite, vom zentralen Omnibusparkplatz vom Weimar-Atrium aus und von dort stadteinwärts bis zum Theaterplatz mit dem geplanten Haus der Weimarer Republik. Das neue »Quartier Weimarer Moderne« braucht zur Etablierung des neuen Angebots eine eigene, von den Zuwegungen her gut sichtbare touristische Information an exponierter Stelle im städtischen Raum. Ein Informationskiosk (als fliegender Bau, B-Plan gerecht, Größe ca. 11 qm) auf dem Vorplatz des neuen Bauhaus-Museums Weimar soll die infrastrukturelle Schnittstelle verschiedener Funktionen und Aufgaben des Areals übernehmen bzw. wird deren Vermarktungs-und Informationsplattform. Ein solches Angebot ist im gesamten Gebiet nördlich des Theaterplatzes bis hin zum Bahnhof bislang nicht vorhanden bzw. nicht mehr vorhanden (da Schließung der Tourist-Info im Weimar-Atrium). Die laufenden Betriebskosten für den Kiosk werden finanziert aus den Haushaltsmitteln der Klassik Stiftung Weimar, ebenso die personelle Besetzung.

 

Projektförderung

Beteiligte Partner