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Fliegende Bauten



Jeder kennt sie und viele sind schon einmal mit ihnen gefahren bzw. haben sie betreten - doch kaum einer weiß, dass Riesenräder, Karusselle, Achterbahnen, Zelt-(hallen), Kletterwände, Bühnen Tribünen etc. in der Amtssprache "Fliegende Bauten" heißen. Fliegende Bauten sind ...nach der Definition des § 75 der Thüringer Bauordnung (ThürBO) bauliche Anlagen, die geeignet und bestimmt sind, an verschiedenen Orten wiederholt und befristet aufgestellt und wieder abgebaut zu werden, so z. B. Karusselle, Achterbahnen, mobile Kletterwände, Festzelte u. v. m. Nicht als Fliegende Bauten gelten Baustelleneinrichtungen, Baugerüste, Wohnwagen, kleinere Zelte, die dem Wohnen dienen, Bungee-Jumping-Anlagen und Hüpfburgen etc.

Sind Fliegende Bauten baugenehmigungspflichtig?
Nein.
Für die befristete Aufstellung (max. 3 Monate) ist keine Baugenehmigung erforderlich. Fliegende Bauten bedürfen jedoch einer Ausführungsgenehmigung (sogenanntes „Prüfbuch“) der Oberen Bauaufsichtsbehörde (in Thüringen - das Landesverwaltungsamt), bevor sie erstmals aufgestellt und in Gebrauch genommen werden.
Dies gilt nicht für Fliegende Bauten bis 5 m Höhe, die nicht dazu bestimmt sind, von Besucherinnen und Besuchern betreten zu werden (z. B. Schießgeschäfte, Losbuden, Verkaufswagen), für Bühnen bis 100m², erdgeschossige Zelte und betretbare Verkaufsstände, die Fliegende Bauten sind, jeweils mit einer Grundfläche bis 75 m², aufblasbare Spielgeräte mit einer Höhe des betretbaren Bereichs von bis zu 5 m oder mit überdachten Bereichen, bei denen die Entfernung zum Ausgang nicht mehr als 3 m, sofern ein Absinken der Überdachung konstruktiv verhindert wird, nicht mehr als 10 m, beträgt.

Bitte beachten Sie:

Ein Fliegender Bau (mit Ausführungsgenehmigung) darf nur in Gebrauch genommen werden, wenn die Bauaufsichtsbehörde (siehe unter „Zuständig" und „Ansprechpartner“) ihn überprüft und abgenommen hat. Der Betreiber muss daher die Aufstellung des Fliegenden Baus rechtzeitig (mind. fünf Tage vorher) dem Bauaufsichtsamt der Stadt Weimar mittels Formular unter Vorlage des Prüfbuches im Original anzeigen. Das Bauaufsichtsamt der Stadt Weimar prüft anhand der vorgelegten Unterlagen, ob eine gültige Ausführungsgenehmigung vorliegt. Es können notwendige Auflagen vorgeschrieben oder die Aufstellung oder den Gebrauch des Fliegenden Baus untersagt werden, soweit dies nach den örtlichen Verhältnissen oder zur Abwehr von Gefahren erforderlich ist.  Bei der Gebrauchsabnahme selbst wird geprüft, ob

  • der aufgestellte Fliegende Bau mit den Bauvorlagen übereinstimmt,
  • die Standsicherheit im Hinblick auf die örtlichen Bodenverhältnisse gewährleistet ist,
  • der Fliegende Bau betriebssicher ist,
  • die Auflagen der Ausführungsgenehmigung erfüllt werden,
  • Bauteile beschädigt oder stark abgenutzt sind.

Ob und wie eine Gebrauchsabnahme durchgeführt wird, liegt im Ermessen des Bauaufsichtsamtes. Bei Verzicht auf körperliche Abnahme erfolgt ein entsprechender Eintrag durch das Bauaufsichtsamt in die Ausführungsgenehmigung (Prüfbuch).


Gebühren

Die Gebühren für die Gebrauchsabnahme werden nach der Thüringer Baugebührenverordnung (ThürBauGVO) i.V.m. dem Thüringer Verwaltungskostengesetz (ThürVwKostG) und der Thüringer Allgemeinen Verwaltungskostenordnung (ThürAllgVwKostO) berechnet.


Benötigte Dokumente

Bitte verwenden Sie das Formular zur Anzeige über die Aufstellung Fliegender Bauten oder verwenden Sie den Vordruck "Anzeige zur Gebrauchsabnahme Fliegender Bauten“, der Bestandteil der Ausführungsgenehmigung (des Prüfbuches) ist. Das Antragsformular muss vom Antragsteller unterzeichnet sein. Vorlage des Prüfbuches im Original.


Rechtsgrundlagen (allgemein)


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Zuständige Organisationseinheit(en)

Ansprechpartner

    Claudia Schunke
    Email: bauaufsichtsamt@stadtweimar.de
    Telefon: (03643) 762-825
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    Bernd Straßberger
    Email: bauaufsichtsamt@stadtweimar.de
    Telefon: (03643) 762-829
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