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weimar.deStadtAktuellZwischen Tradition und Fortschritt. Der Kulturmäzen, Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach (1818–1901), als Bewahrer und Modernisierer

Zwischen Tradition und Fortschritt. Der Kulturmäzen, Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach (1818–1901), als Bewahrer und Modernisierer

Eine Installation im Weimarer Bahnhof vom 26. Mai – 24. Juni 2018, Eröffnung: 25. Mai 2018, 17 Uhr

Großherzog Carl Alexander (Foto: Hofphotograph J. Reichardt, Berlin)

Im Weimarer Hauptbahnhof werden die Weimar-Besucher im kommenden Monat von einer Installation in der Form eines Musentempels in Empfang genommen. Auf den "Säulen" werden die 33 Orte und Einrichtungen beschrieben, die in Weimar auf das Wirken von Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach (1818–1901) zurückgehen und heute noch auszumachen sind.

Carl Alexander sorgte als Förderer von Kunst, Kultur und Wissenschaft dafür, dass der von ihm regierte Kleinstaat in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Blütezeit erlebte – anknüpfend an die Traditionen Weimars, wie sie vor allem von Johann Wolfgang von Goethe geprägt worden waren.

Der liberale Großherzog wirkte gemeinsam mit seiner Gemahlin Sophie und seiner Mutter Maria Pawlowna sein ganzes Leben lang dafür, seine Residenzstadt Weimar und sein gesamtes Land zu einem neuen kulturellen Zentrum zu machen. Carl Alexander förderte moderne Musiker, Maler, Bildhauer, Architekten, Schauspieler, Forschungsreisende und Literaten. Und das nicht nur in Weimar. Die von ihm restaurierte Wartburg bei Eisenach zählt zum Welterbe. Noch heute profitiert die Kulturstadt Weimar von den Leistungen des einstigen Regenten. Öffentliche Bauten oder Denkmäler, die in seiner Regierungszeit errichtet wurden, prägen das Stadtbild.

Um nur einige konkrete Punkte zu benennen: Carl Alexander war Schirmherr der Deutschen Schillerstiftung und der Goethe-Gesellschaft, er gründete das Goethe-Nationalmuseum und erbaute ein neues Museum. Mit dem modernen Goethe-Schiller-Denkmal beschritt er neue Wege der Erinnerungskultur. Und der von ihm 1860 gegründeten Kunstschule eröffnete er die Möglichkeit zu freier und eigenständiger Entwicklung. Damit schuf er eine wichtige Voraussetzung für die Gründung des Bauhauses in Weimar im Jahr 1919.
1872 gründete er eine Orchesterschule, ohne die es heute keine Hochschule für Musik FRANZ LISZT gäbe.

Eine Europakarte auf dem Boden der Empfangshalle zeigt zudem die weitläufige Reisetätigkeit des Großherzogs, die ebenfalls dazu angelegt war, Weimar in die Welt zu tragen und die (künstlerische) Welt nach Weimar zu holen.

Veranstalter Stadt Weimar
mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Mittelthüringen
Wir danken der DB Station & Service AG.