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Zwiebelmarkt geht mit 360.000 Besucherinnen und Besuchern zu Ende

Das goldene Oktoberwetter bescherte dem 364. Weimarer Zwiebelmarkt einen Besucheransturm. Mit 360.000 Gästen strömten deutlich mehr Menschen zu Thüringens ältestem Volksfest als in den Vorjahren (2016: 275.000).

 

Heldrunger Zwiebelhändler an seinem Zwiebelrispenstand (Foto: Anja Dietrich, Weimar GmbH)

Besonders erfreulich war der Zwiebelmarkt 2017 für die rund 500 Händler sowie die Imbiss- und Ausschankstände. Die Umsätze machten im Vergleich zu den vergangenen Jahren einen deutlichen Sprung nach oben. Die Marktbesucherinnen und –besucher waren in bester Kauflaune. Viele Händler mussten bereits am Sonnabend Ware nachordern, um die Kunden bedienen zu können. Das klappte nicht immer: Einige Händler mussten vorzeitig ihren Stand schließen, weil sie komplett ausverkauft waren, darunter auch Zwiebelbauern aus Heldrungen. „Die Händler sind sehr zufrieden mit ihrem Geschäft. Das Marktpublikum war gut gelaunt und es herrschte überall eine entspannte Atmosphäre. Daran hat sicher das Wetter einen großen Anteil gehabt“, betonte Marktmeister Steffen Heine.
 
Das veränderte Konzept für den Theaterplatz hat sich bewährt. Die zahlreichen Sitzmöglichkeiten, das geänderte Speisenangebot und das Musikprogramm fanden großen Anklang. Auch alle anderen Bühnenstandorte waren bestens gefüllt.
 
Der Kinderzwiebelmarkt zählte 1.500 große und kleine Besucher. Schon Stunden vor den geplanten Aktionen kamen Eltern mit ihren Kindern, um sich einen Platz zu sichern. „Durch die milde Witterung strömten die Familien den ganzen Tag bis in die Abendstunden über den Markt und kamen auch ins mon ami, um Theateraufführungen zu erleben, Kartoffelpuffer zu naschen oder Zwiebelrispen zu basteln“, unterstrich Kerstin Rentsch von der Kulturdirektion Weimar. An der erstmals ausgetragenen Onion-Kicker-Battle nahmen neun Teams teil.
 
Sechzehn Straßenmusiker und Akrobaten entschieden sich aufgrund des guten Wetter für zusätzliche spontane Auftritte in der Innenstadt und ergänzten das Kulturprogramm.
 
Beim 27. Weimarer Stadtlauf meldeten sich mehr als 2.500 aktive Läuferinnen und Läufer an, darunter 480 Kinder, die an den Schülerläufen teilnahmen. Bei den Erwachsenen kamen insgesamt 1.860 Läuferinnen und Läufer über die Ziellinie, davon 208 im Halbmarathon, der Rest auf der 10-km-Strecke. „Die hohen Temperaturen hatten manchen Läufern zu schaffen gemacht. DLRG und DRK hatten diesmal etwas mehr zu tun als in den vergangenen Jahren“, resümierte Dr. Hans-Georg Timmler vom HSV Weimar e.V.
Das gute Wetter lockte nicht nur Laufbegeisterte an, sondern auch ein großes Publikum. „Unsere Ordner hatten alle Hände voll zu tun, die Laufstrecke aufgrund der Zuschauermassen freizuhalten. Unterm Strich hat alles sehr gut funktioniert und wir sind äußerst zufrieden mit dem 27. Weimarer Stadtlauf“, resümierte Dr. Hans-Georg Timmler.
 
 
Die Feuerwehr und die Rettungsdienste registrierten in diesem Jahr deutlich mehr Einsätze. Die Sanitätswachen hatten mit 121 Behandlungen deutlich mehr zu tun als in den vergangenen Jahren (2016: 45, 2015: 72). Das spätsommerliche Wetter sorgte hier vor allem für Kreislaufbeschwerden, manchen Wespenstich und eine stärkere Wirkung des Alkohols. Auch Sprunggelenksverletzungen während des Stadtlaufes mussten behandelt werden. Die Feuerwehr rückte bis zum Sonntagnachmittag zweimal aus. Grund war angebranntes Essen.
 
Aus Sicht der Polizei verlief der Zwiebelmarkt 2017 weitestgehend friedlich und entspannt. Bis Sonntagnachmittag lagen 25 Anzeigen vor, weniger als in den letzten Jahren (2016: 39, 2015: 51). „Das war ein sehr friedlicher Zwiebelmarkt mit einem entspannten Publikum“, unterstrich Ralf Kirsten, Leiter der PI Weimar.
 
Die P+R-Parkplätze nutzten laut Ordnungsamt mehr Autofahrer als in den vergangenen Jahren. Die Parkplätze waren hochfrequentiert, wenn teilweise auch nicht voll ausgebucht. Am meisten genutzt wurde der Parkplatz am Kaufland. Der Parkplatz in Süßenborn registrierte deutlich mehr Parker als im vergangenen Jahr. Der Abschleppdienst musste 23 mal ausrücken, um zugeparkte Feuerwehrzufahrten, Rettungsgassen oder zugestellte Behindertenparkplätze freizumachen. Die Nachtstunden verliefen laut städtischem Ordnungsamt sehr ruhig und entspannt. Gemeinsam mit der Polizei wurde die Einhaltung der Öffnungs- und Ausschankzeiten kontrolliert.
 
„Das war einer der mit Abstand besten Zwiebelmärkte, die ich in Weimar erlebt habe. Ich danke allen Organisatoren, Helfern und Mitarbeitern für die gute Vorbereitung und Durchführung“, betonte Oberbürgermeister Stefan Wolf. „Ein Dank geht auch an die Händler und unsere Marktgäste für die friedliche, entspannte Atmosphäre!“