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Weimarer Menschenrechtspreisträgerin Narges Mohammadi ist frei

Nach mehr als acht Jahren Haft ist die iranische Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi aus dem Gefängnis entlassen worden.

Narges Mohammadi, Foto: Magali Girardin.

Sie hatte sich gegen die Todesstrafe und für die Rechte der Frauen eingesetzt und wurde dafür bereits mehrfach verhaftet. Im Mai 2016 wurde sie – bereits inhaftiert – zu weiteren sechzehn Jahren Gefängnis verurteilt. Im gleichen Jahr wurde ihr in Abwesenheit der Menschenrechtspreis der Stadt Weimar verliehen.

Im Juli 2020 wurde gemeldet, dass Narges Mohammadi sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Eine medizinische Behandlung und ein Test wurden ihr nicht gewährt. Bereits vorher war ihr Gesundheitszustand sehr schlecht.

„Ihre Freilassung ist eine hoffnungsvolle Nachricht, die uns aus dem Iran erreicht. Wir freuen uns, dass Narges Mohammadi wieder in Freiheit ist und wünschen ihr, dass sie nun die Möglichkeit hat, wieder zu Kräften zu kommen“, betonte Oberbürgermeister Peter Kleine. „Die Stadt Weimar wird die Situation der Menschenrechte im Iran weiterhin aufmerksam beobachten. Wir werden unsere Stimme wie im Fall von Navid Afkari, der in unserer befreundeten Stadt Shiraz verurteilt und hingerichtet wurde, erheben und Menschlichkeit einfordern.“