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Weimar weitere zwei Jahre Fairtrade-Stadt

Fair gespielt – fair gefeiert! Die Schülerinnen und Schüler des Horts der Grundschule Schöndorf haben mit fair gehandelten Bällen spielerisch erlebt, wie global-verantwortliches Handeln auch in Weimar etwas bewirken kann.

Im September 2020 bekam Weimar die Auszeichnung erstmals durch Fairtrade Deutschland e.V. verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus.

Oberbürgermeister Peter Kleine freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in unserer Stadt. Lokale Akteure aus Zivilgesellschaft, Gewerbe sowie Politik und Verwaltung arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass Weimar dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern, auch durch Aktionen und Sichtbarkeit vor Ort.“

Ein Beispiel ist die „Faire Marmeladenküche“, die der Verein Löwenstarke Stöberkiste im Rahmen der Fairen Woche 2022 in Zusammenarbeit mit der Jakobskirche Weimar organisierte. Pflaumen aus eigenem Anbau, kostenfrei bereitgestellt durch Gärtner Weinschenk vom Weimarer Wochenmarkt, wurden von Kindern im Rahmen des Erntedankgottesdienstes zu Konfitüre verarbeitet. Dabei wurde auch die Wichtigkeit Lebensmittel wertzuschätzen – gemäß dem Motto „verwenden statt verschwenden“ – ins Blickfeld gerückt, denn Obst mit Druckstellen oder in überreifem Zustand ist noch wertvoll und hat einen fairen Umgang verdient, beispielsweise indem man es zu leckeren Speisen verarbeitet. Ebenso wichtig sind dabei kurze Wege zwischen Anbau und Endverbraucher. Der Weimarer Wochenmarkt bietet dafür ideale Bedingungen.

Eine weitere Aktion, die das Thema erlebbar gemacht hat, waren die Hortaktionen in den Herbstferien, die die Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Weimar mit dem Stadtsportbund in den Grundschulen Schöndorf und Johannes Falk durchgeführt hat. Hier wurde der faire Umgang miteinander im Fußballspiel thematisiert. Als Spielobjekte dienten dabei fair gehandelte Fußbälle, die von Näherinnen in Pakistan produziert wurden. Diese können durch die höheren Löhne aus dem fairen Handel den Lebensunterhalt ihrer Familien sowie Bildungschancen für Ihre Kinder sichern.

„Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement.“, sagt Achim Franko, Fair-Handels-Berater für Thüringen und Sprecher der Steuerungsgruppe in Weimar. „Geplant sind in nächster Zeit weitere Projekte, die die Erlebbarkeit des fairen Handels erhöhen. So möchten wir eine Ausstellung zu fair gehandeltem Kaffee organisieren, planen eine Mitmachwerkstatt für faire Schokolade oder freuen uns auch, dass die Wandelkarten im nächsten Jahr wieder in einer aktualisierten Auflage nachhaltige Konsummöglichkeiten und Initiativen in Weimar aufzeigen. Und in der Vorweihnachtszeit unterstützen wir auch die deutschlandweite Aktion „Sweet Revolution 2022“, die faire Einkommen, gerechte Arbeits- und Produktionsbedingungen und die Ächtung von Kinderarbeit in der Schokoladenproduktion fordert.“

Die Fairtrade-Towns Kampagne bietet Weimar auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nation (Sustainable Development Goals - SDG´s), die 2015 verabschiedet wurden. Unter dem Motto „global denken, lokal handeln“ leistet die Stadt mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag.

Weimar ist eine von fast 800 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Städte in insgesamt 36 Ländern – darunter auch Weimars Partnerstadt Trier.
Weiter Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne finden Sie unter www.fairtrade-towns.de oder stadt.weimar.de/fairtrade.

Weitere Informationen unter:

https://stadt.weimar.de/fairtrade

Kontakt:

Tobias Keppler
Stabsstelle für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energie
Mail: klimaschutz@stadtweimar.de
Tel.: 03643 – 762668