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Weimar im Zeichen des Fairen Handels

Die Stadtverwaltung Weimar hat den Antrag zur Bewerbung als „Fair Trade Town“ eingereicht. Mit der Auszeichnung als „Fair Trade Town“ verpflichtet sich die Kommune, fair gehandelte Produkte verstärkt zu nutzen und Informations- und Bildungsarbeit zum Thema zu unterstützen.

Foto: Symbolbild/pixabay

„Ich freue mich sehr, dass wir nun einen wichtigen Meilenstein zur Erringung des Titels „Fair Trade Town“ Weimar erreicht haben.“ so Peter Kleine, Oberbürgermeister der Stadt Weimar. Fair gehandelte Produkte garantieren, dass die Herstellung ohne ausbeuterische Kinderarbeit erfolgte und die Produzierenden für die angebauten und weiterverarbeiteten Waren einen gerechten Lohn erhalten, mit dem sie Ihre Familien versorgen und sich eine Existenz aufbauen können. Deshalb haben wir als Stadtverwaltung uns auch dazu verpflichtet, diese Produkte bei öffentlichen Anlässen verstärkt zu nutzen“ so Kleine weiter.

Als „fair gehandelt“ werden Produkte bezeichnet, bei denen vorgeschriebene Sozial- und teilweise auch Umweltstandards bei der Herstellung und Weiterverarbeitung eingehalten und für deren Abkauf den erzeugenden Mindestpreise garantiert werden. Diese Produkte sind entweder über unabhängige Siegel, wie das Fair Trade Siegel, gekennzeichnet, oder werden durch Importeure oder Erzeugervereinigungen vertrieben, die in der gesamten Produktionskette die Erfüllung dieser Anforderungen garantieren, so beispielsweise die gehandelten Marken in Weltläden.

Der Prozess der Bewerbung zur „Fair Trade Town“ wurde in Weimar von einer Steuerungsgruppe begleitet und intensiv unterstützt. „Es ist ein gutes Signal, dass die Bewerbung von so vielen Schultern mitgetragen wird“ so Peter Kleine. Neben der Aktionsgemeinschaft Faire Welt e.V. und dem Weltladen-Dachverband e.V. engagieren sich auch das Regionalcenter Weimar der IHK Erfurt, verschiedene Einzelhändler, die Grundschule Weimar-Schöndorf, die AG für Chancen und Nachhaltigkeit der beiden Weimarer Hochschulen, die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Weimar, die Katholische Gemeinde „Herz Jesu“ sowie weitere Vereine und Institutionen regelmäßig in der Steuerungsgruppe. „Das zeigt, dass das Thema für eine Vielzahl der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Weimar wichtig ist“ betonte Kleine.

Das Thema „Fairer Handel“ wird auch im diesjährigen „Möhrchenheft“, dem nachhaltigen Hausaufgabenheft, aufgegriffen. So sind neben den typischen Funktionen eines Hausaufgabenheftes im „Möhrchenheft“ auch zehn Themenseiten zu globaler Gerechtigkeit und fairem Handel, mit Spiel- und Bastelanleitungen, aber auch einer Vielzahl an Hinweisen und regionalen Kontaktstellen zur weiteren Vertiefung der Inhalte enthalten. Die Hefte sind erstmals für das Schuljahr 2014/15, auf Initiative der Städte Erfurt, Jena und Weimar, entwickelt wurden und stehen Grundschülerinnen und -schülern in Weimar seitdem kostenlos zur Verfügung. Dieses Jahr wird das Heft, aufgrund einer Förderung des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz, erstmals kostenlos in allen interessierten Grundschulen in ganz Thüringen verfügbar sein. Alle Grundschulen, die ihr Interesse angemeldet haben, erhalten die bestellten Mengen in der letzten Ferienwoche, so dass die Hefte den Grundschülerinnen und Grundschülern in Weimar am ersten Schultag zur Verfügung stehen.

weitere Informationen:

https://moehrchenheft.de
www.siegelklarheit.de
http://www.forum-fairer-handel.de
www.fairtrade-deutschland.de