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Umzug der Feuerwehr in neues Gefahrenschutzzentrum

Am 15. Dezember 2006 stand der große Umzug der Weimarer Einsatzfahrzeuge in ihr neues Domizil, das Gefahrenschutzzentrum (GFSZ) in der Kromsdorfer Straße an. Weimars Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes/Rettungsdienste, Hartmut Haupt, fällt dazu ein Vers aus Heinrich Heines „Wintermärchen“ ein: „Baut Eure Häuser wieder auf und trocknet Eure Pfützen, Schafft Euch bessere Gesetze an und neue Feuerwehrspritzen“.

Am 15. Dezember 2006 stand der große Umzug der Weimarer Einsatzfahrzeuge in ihr neues Domizil, das Gefahrenschutzzentrum (GFSZ) in der Kromsdorfer Straße an. Weimars Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes/Rettungsdienste, Hartmut Haupt, fällt dazu ein Vers aus Heinrich Heines „Wintermärchen“ ein: „Baut Eure Häuser wieder auf und trocknet Eure Pfützen, Schafft Euch bessere Gesetze an und neue Feuerwehrspritzen“. Der Umzug der Weimarer Feuerwehr ist in vollem Gange. Und Hartmut Haupt kann seine Freude darüber auch in prosaischere Sätze fassen: „Wir brauchen diese verbesserten Arbeits- und Lebensbedingungen dringend. Die Aufgaben, die einer Feuerwehr obliegen, können wir von dem Haus in der Kromsdorfer Straße aus nun deutlich besser angehen.“ Und dies nicht zuletzt, weil die Technik, die derzeit an verschiedenen Standorten gelagert ist, nun an einem Ort zusammengeführt wird. Am 15. Februar wird das neue zentrale Haus dem Weimarer Brand- und Katastrophenschutz und seinen Rettungsdiensten offiziell übergeben. Seit dem heutigen 15. Dezember aber nehmen schon einmal die Einsatzfahrzeuge ihren neuen Standort in Besitz.
Der bisherige Standort
Die vorhandenen Gebäude der Feuerwache in der Erfurter Straße (mit ihrem Hauptgebäude von 1926, das in den nachfolgenden Jahren durch Anbauten erweitert wurde) erfüllen nicht mehr die Anforderungen an eine heutige Feuerwache und sind in einem äußerst schlechten baulichen Zustand. Das Grundstück ist aufgrund der bereits vorhandenen Grenzbebauung nicht mehr erweiterbar. Arbeitsschutzanforderungen können objektiv nicht erfüllt werden. Die vorhandenen Gebäude und Stellplätze erfüllen nicht die Mindestforderungen. Weitere Probleme gibt es, weil 
- Besucher die Ausrückwege der Einsatzfahrzeuge überqueren,
- Ausfahrten an einen Fußweg grenzen und Einsatzfahrzeuge bei Alarmausfahrten vor diesem Fußweg aus Sicherheitsgründen anhalten müssen,
- die Abstände zwischen den Fahrzeugen in den Fahrzeughallen nicht ausreichen,
- Verkehrswege für Personen im Stellplatzbereich fehlen,
- die Tore der Fahrzeughallen die Mindestdurchfahrtsbreiten unterbreiten,
- drei Fahrzeughallen wegen einsturzgefährdeter Kellerdecke gesperrt sind,
- der Bauzustand der Hallen und Werkstätten sehr mangelhaft ist.

Die Konzentration von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz ist in einem Gefahrenschutzzentrum zwingend erforderlich und verknüpft die verschiedenen Aufgaben. Dadurch werden ein reibungsloser Ablauf und eine effektive Aufgabenbewältigung gesichert.
Grundlagen/Finanzierung/Kosten
Gesamtkosten: 8.238.100,- €
Ausgereichte Fördermittel des Thüringer Innenministeriums: 1.495.761,- €
Eigenanteil der Stadt: 6.742.339,- €
davon Bedarfszuweisung des Thür. Innenministerium: 3.912.224,- €
Verantwortlichkeiten
Die Vorbereitung, Durchführung und Kontrolle der Baumaßnahme erfolgt durch die Abteilung Hochbau (Bereiche Bau, Haustechnik und Elektro) sowie die Abteilung Grünflächen (Freianlagen) im Bau-, Grünflächen,- und Umweltamt und durch das Amt für Brand- und Katastrophenschutz als das hausverwaltende Amt.
Baubeschreibung
In den Gebäuden befinden sich die notwendigen Räume und technischen Ausrüstungen für die Berufsfeuerwehr, den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz der Stadt Weimar sowie für den Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte und für das Amt 37.00 (Brandschutzamt). Als Sondernutzung ist in dem Gebäudekomplex ein Lagezentrum für den Katastrophenfall vorhanden.
Die Tragkonstruktion ist ein Stahlbeton-Skelettbau mit massiver Außenwand. Die Dächer sind flach und teilweise begrünt. Zwei Fahrzeughallen bilden einen zweiseitig umschlossenen Hof. Über den Hallen sind die Büro- und Sozialräume untergebracht. Dominierendes Element der gesamten Anlage ist der Schlauchtrockenturm mit der Feuerwehrübungswand. Auf dem Schlauchturm befindet sich der cirka 18 Meter hohe Antennenmast der Funkanlage.
Die unbefestigten Freianlagen gliedern sich in drei Bereiche:
1. Schotterrasenflächen im Norden mit integrierten Stellplätzen,
2. Wiesenstreifen entlang der westlichen Grundstücksgrenze,
3. Vegetations-/Schotterstreifen im Eingangsbereich.
Funktionen und Flächen
Geschossflächen:4.880 m², davon:
Fahrzeughalle 1 (Berufsfeuerwehr: 1.126 m²
Fahrzeughalle 2 (Rettungsdienst/ FFW: 1.530 m2
Schlauchwäsche und Trockenturm: 100 m²
Weitere Funktionen und Räume gibt es für die Leitstelle und das Lagezentrum für Katastropheneinsätze. Außerdem: Büro- und Besprechungsräume, Aufenthalts- und Ruheräume für die Berufsfeuerwehr und den Rettungsdienst sowie Räume für die Freiwillige Feuerwehr; Räume für Lager, Werkstätten, Desinfektion, Einsatzkleidung und Sanitäterräume sowie Räume für Fitness und Konditionierung
Stellplätze für 30 PKW- und LKW- Fahrzeuge sowie Technikgeräte
Bauablauf / Bautenstand
Baubeginn: 14.03.2005
Grundsteinlegung: 11.05.2005
Rohbaufertigstellung: 05.12.2005
Funktionsprobe / Einmessung: ab 03.11.2006
Inbetriebnahme / Umzug: im Dezember 2006 nach Abstimmung mit dem Fördermittelgeber.