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Statistisches Jahrbuch 2006

Das neue Statistische Jahrbuch mit Zahlen, Daten, Fakten über Weimar bis zum 31.12.2005 ist wieder erhältlich. Wie in jedem Jahr erfährt der Leser hier auf über 200 Seiten Wissenswertes aus allen Gebieten des sozialen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt Weimar. Die aktuellen Ergebnistabellen enthalten jährliche Datenreihen aus den vergangenen Jahren und stellen auf diese Weise auch anschaulich die Entwicklung dar. Den Bürgern Weimars, aber auch allen Interessierten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur soll dieser Faktenkatalog Anregungen geben und Informationen im Rahmen ihrer Recherchen vermitteln.

Das neue Statistische Jahrbuch mit Zahlen, Daten, Fakten über Weimar bis zum 31.12.2005 ist wieder erhältlich. Wie in jedem Jahr erfährt der Leser hier auf über 200 Seiten Wissenswertes aus allen Gebieten des sozialen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt Weimar. Die aktuellen Ergebnistabellen enthalten jährliche Datenreihen aus den vergangenen Jahren und stellen auf diese Weise auch anschaulich die Entwicklung dar. Den Bürgern Weimars, aber auch allen Interessierten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur soll dieser Faktenkatalog Anregungen geben und Informationen im Rahmen ihrer Recherchen vermitteln.
Einige wichtige Ergebnisse im Einzelnen:
Seit der Gebietsreform am 1. Juli 1994 ist die Weimarer Bevölkerung kontinuierlich um 3,8 Prozent auf über 64.500 Einwohner gewachsen. In Thüringen ist Weimar damit die viertgrößte Stadt. In Ostdeutschland steht Weimar auf Platz 19 und im gesamten Bundesgebiet auf Platz 136.
Jeder Vierte der 2,3 Mio. Thüringer lebt in einer kreisfreien Stadt. Im Vergleich der sechs kreisfreien Städte Thüringens hat Weimar mit 767 Einwohnern pro Quadratkilometer nach Jena (895 EW pro km²) die dichteste Besiedlung. Die flächenmäßig am dichtesten bewohnten Bezirke sind in der Stadtmitte mit durchschnittlich 6.800 Einwohnern pro km². Die dünn besiedelten Gebiete in Weimar sind die Ortschaft Possendorf und das Industriegebiet Nord.
Weimars Geburtenzahlen sind wieder angestiegen. Die Kulturstadt zeitigt die höchste Geburtenrate und drittniedrigste Sterberate in den kreisfreien Städten Thüringens. Gleichwohl ist auch in der Stadt Weimar seit nunmehr 16 Jahren ein Sterbefallüberschuss zu verzeichnen. Dies übrigens, obwohl Weimar mit 5,3 Eheschließungen je 1.000 Einwohner und nur 2,0 Ehescheidungen je 1.000 Einwohner Thüringens Spitzenreiter in Sachen „Wer sich ewig bindet…“ ist.
Der Wanderungsüberschuss für Weimar hat sich dabei auch im Jahr 2005 fortgesetzt. Im Jahr 2005 waren 2.562 Ausländer in Weimar registriert. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 5,4 Prozent.
Im Jahre 2005 standen in der Stadt knapp 21.000 Arbeitnehmer in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von rund 500 Beschäftigten (-2,6 Prozent). Über 86 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Weimarer arbeiten im Dienstleistungssektor, Gaststätten und Handel. Über die Hälfte aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten kommen als Berufseinpendler (insgesamt 10.582) aus anderen Bundesländern und dem Umland von Weimar; davon wiederum über die Hälfte aus dem Kreis Weimarer Land.
Ein Drittel der Berufsauspendler (insgesamt 7.853) sind älter als 45 Jahre. Ein Viertel ist unter 30 Jahre alt. Die Hälfte der Berufsauspendler arbeitet im sonstigen Dienstleistungsbereich, ein reichliches Viertel im Produzierenden Gewerbe.
Die Zahl der Arbeitslosen lag am Ende des Jahres 2005 bei ca. 5.300 Personen.
Nach dem Rechtskreis Sozialgesetzbuch II (dazu gehören Arbeitslose, die Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitssuchende beziehen) waren 3.500 Personen arbeitslos. Nach dem Rechtskreis Sozialgesetzbuch III (dazu zählen Arbeitslose, die Arbeitslosengeld erhalten) gab es ca. 1.800 Arbeitslose. Wie auch im Vorjahr sind mehr Männer arbeitslos gemeldet als Frauen. In den einzelnen Stadtbezirken ist die Arbeitslosenquote sehr unterschiedlich. Fast jeder zehnte Arbeitslose kommt aus den 1994 eingegliederten Ortschaften. Die höchsten Arbeitslosenzahlen gibt es in den Stadtgebieten Weimar West, Nordvorstadt, Westvorstadt, Schöndorf. Sehr wenig Arbeitslose sind dagegen in der Parkvorstadt, Südstadt und Schönblick zu verzeichnen. Die höchste Jugendarbeitslosigkeit wurde in den Gebieten Weimar West, Nordvorstadt, Westvorstadt, Schöndorf registriert.
In den 44 Betrieben des verarbeitenden Gewerbes einschließlich des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes (Betriebe ab 20 Beschäftigte) wurde im Jahr 2005 ein Umsatz von 299 Mio. Euro erzielt, das entsprach einem Umsatzrückgang von ca.16 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten betrug knapp 2.500.
Die Zahl der Übernachtungen nahm gegenüber dem Vorjahr (2004 zu 2005) um 13,4 Prozent zu und überschritt damit erstmals seit 1999 wieder die halbe Million. Ein hohes Niveau zeigten der Monat Mai (mehr Übernachtungen als im Kulturstadtjahr!) und die Monate August und September. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer für Personen aus dem Ausland blieb bei 2,1 Tage. Die Übernachtungsdauer der inländischen Besucher erhöhte sich auf 2,0 Tage.
In den allgemeinbildenden staatlichen Schulen sank die Schülerzahl im Schuljahr 2005/06 weiter um rund 270 Schüler auf jetzt insgesamt 5.477 Schüler. In den zwei Berufsbildenden Schulen lernen über 3.000 Schüler; das ist fast die gleiche Zahl wie im Schuljahr zuvor.
An der Bauhaus Universität und der Hochschule für Musik studierten am Ende des Jahres 2005 rund 4.400 Studenten. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der  Studenten an der Bauhaus Universität damit um rund 400. An der Hochschule für Musik sank die Studentenzahl in den letzten drei Jahren um knapp 5 Prozent.
In der Weimarer Volkshochschule nutzen über 4.500 Teilnehmer die Bildungsangebote in fünf Kursbereichen. Insgesamt wurden fast 14.000 Unterrichtsstunden gehalten. Trotz sinkender Besucherzahl und der Zahl angemeldeter Leser in der Stadtbücherei blieb die Zahl der Entleihungen konstant.
Gegenüber den Jahren 2002/2003 war im Jahr 2005 die Besucherzahl des DNT erheblich gestiegen. Besonderen Zuspruch fand die Hauptbühne.
Mit den 36 Weimarer Fahrgastbussen der Stadtwirtschaft Weimar GmbH wurden 2005 fast 6,7 Mio. Fahrgäste befördert.
Die Zahl der Haushalte mit Wohngeld betrug Ende 2005 ca. 1.200.
Im Jahr 2005 wurden 1634 Straßenverkehrsunfälle polizeilich erfasst. In 252 Fällen trat Personenschaden ein. Von diesen 310 verunglückten Personen wurde erstmals seit zehn Jahren keiner mehr getötet. Die Zahl der Schwerverletzten und Leichtverletzten ging in den letzen Jahren kontinuierlich zurück.
Die Feuerwehr wurde im Jahr 2005 zu 395 Brandeinsätzen gerufen, das waren 39 weniger als 2004.

Zum Hintergrund:
Seit 1991 gibt die Stadt Weimar statistische Informationen über die Kommune heraus. Das komplexe Jahreswerk des Statistischen Jahrbuchs berichtet über 14 Themenbereiche. Mit dieser Schriftenreihe wurde mit der Wende eine Tradition von vor über 50 Jahren wiederbelebt. Es werden mit dem Jahrbuch wichtige Themen einer sich verändernden und entwickelnden Stadt aufgezeigt. Dem Leser werden dabei nicht nur aktuelle Zahlen geliefert, sondern auch Jahrzehnte lang geführte Entwicklungsreihen – insbesondere hinsichtlich der Entwicklung der Bevölkerung, des Wohnungsbestandes, des Arbeitsmarktes und vieler weiterer kultureller und sozialer Lebensbereiche.
Mit der Einführung der Hartz-IV-Regelungen veränderte sich dabei natürlich auch das Informationsspektrum in der Darstellung von Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe, Grundsicherung und Wohngeld. Diese Abschnitte mussten jetzt wesentlich verändert werden. Eine vergleichende Datenreihe ist deshalb hier nur sehr eingeschränkt möglich.
Der Bereich Stadtgeographie wurde um Informationen über die Statistischen Bezirke innerhalb der Stadt und den Regionalbereich um die Stadt Weimar erweitert.

Die Buchausgabe des Statistischen Jahrbuches kann über die Abteilung Geoinformation und Statistik, Sachgebiet Statistik, Schwanseestr. 17, Zimmer 230, Telefon: 03643/762813, e-mail: statistik@stadtweimar.de zum Preis von 25,00 € erworben werden. Die CD-Version ist für 15 Euro erhältlich. Sie können das Statistische Jahrbuch 2006 sowie weitere statistische Daten (Jahrbücher 2001 bis 2005, Faltblätter u.v.m.) kostenlos auf den Internetseiten der Stadt Weimar unter www.weimar.de herunterladen (Stadt/Über Weimar/Statistiken).