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Sanierung Schwanseebad

Die Anlage des Schwanseebades in Weimar ist Bestandteil des denkmalgeschützten Gesamtensembles „Asbach-Grünzug“. Dieses Gartendenkmal der Moderne ist in seiner Ausprägung und in seinem Erhaltungszustand für Thüringen und darüber hinaus einmalig. Eines der Hauptziele bei der Sanierung des Schwanseebades ist die Berücksichtigung der Besonderheiten eines solch bedeutenden Denkmals und dessen Erhaltung in seiner ursprünglichen Zweckbestimmung als Freibad für die Zukunft.

Beschreibung der geplanten Sanierung

Die Fortführung des Badebetriebes ist aufgrund bautechnischer und hygienischer Mängel zur Zeit nicht mehr gesichert. Ein wichtiges Ziel bei der Sanierung der Anlage ist die Maßgabe des Erhalts der Gestalt und der Form der Wasserbecken, wobei die Wirtschaftlichkeit des Betreibens, die geforderte Wasserqualität und die heutigen Nutzungsansprüche zu berücksichtigen sind.
Von der  Stadt Weimar wurden über einen sehr langen Zeitraum (seit 2009) immer wieder Fördermittel beantragt. Diese Bemühungen führten mit der Aufnahme  in das EFRE- Förderprogramm  zur nachhaltigen Stadt- und Ortsentwicklung im Jahr 2016 zum Erfolg, so dass nach der Fördermittelzusage im Oktober 2016 die weitere Umsetzung der Maßnahme begann.

Die grundlegende Struktur und das Aussehen des Schwanseebades werden nicht verändert. Alle Beckenwände und Beckenböden erhalten einen neuen Belag aus WU-Beton. Der neue Beckenboden wird auf Mikropfählen punktförmig gelagert. Es werden Einströmkanäle und Überlaufrinnen installiert, um eine optimale Durchströmung der einzelnen Beckenbereiche zu erreichen. Die Größe des Sprungbeckens wird  gemäß den neusten Richtlinien entsprechend umgebaut.
Als Frischwasser für den Badewasserkreislauf Schwimmerbecken und Nichtschwimmerbecken wird Trinkwasser vorgesehen. Für die neu zu errichtende Badewassertechnik des Schwimmer- und Nichtschwimmerbeckens müssen Aufstellflächen in Form unterirdischer Baukörper errichtet werden. Dafür werden im Bereich östlich des Hallenbades, beidseitig der zentralen Treppe, zwei unterirdische Baukörper hergestellt.
Das Wasser aus der Lotte wird weiterhin für die Befüllung eines östlich des Freibades gelegenen Zierbeckens genutzt.

Im Schwanseebad gibt es derzeit keinen Planschbereich für die kleinsten Besucher. Um auch dieser Besuchergruppe ein angemessenes Areal anbieten zu können, werden nördlich und südlich des Hallenbades auf den beiden Grünflächen zwei Wasserspielbereiche symmetrisch zur Achse des Schwanseebades mit einer maximalen Größe von 6 x 6 m angeordnet. Die Anordnung in diesem Bereich bietet den Vorteil einer ausreichenden Entfernung zu den tieferen Wasserflächen sowie von direkt zugeordneten Liegeflächen und somit bessere Aufsichtsmöglichkeiten von Kleinkindern.

Sämtliche Ausstattungselemente in den Becken wie Treppen, Einstiegleitern, Startblöcke u.ä. werden erneuert bzw. ergänzt.

Angrenzenden Wege und Grünflächen sollen mit traditionellen und vorhanden Materialien saniert werden. Die bereits neu gestalteten Sanitäranlagen wie Duschen und WC sowie Umkleidekabinen bleiben erhalten.
Der originale Baumbestand soll erhalten werden, unabdingbare Fällungen sind durch Neupflanzungen zu ersetzen.

Der Beginn der Abbrucharbeiten startet wie geplant Ende Juni 2017, danach folgen noch in diesem Jahr die Gewerke für den Spezialtiefbau und die Roharbeiten sowie die Badewassertechnik. Weiterhin wird  noch im Jahr 2017 mit dem Einbau der Beckeneinrichtung begonnen.
Im Jahr 2018 erfolgt dann der größte Teil der  Arbeiten für die Beckenausstattungen, Elektroarbeiten, Metallbauarbeiten, Anbau Chlorgasraum und die Neugestaltung bzw. die Wiederherstellung der Freianlagen.
Geplantes Ziel ist es, im August 2018 die Schwimmbecken wieder in Betrieb zu nehmen. Die Arbeiten - besonders im Gewerk Freianlagen - werden sich in Teilbereichen noch bis zum Jahresende 2018 hinziehen.
Die Zeitplanung beinhaltet einen stark gestrafften und enggesetzten Bauzeitenplan, dessen Realisierung bei einigen Gewerken besondere Maßnahmen, wie z.B.  Doppelschichtsystem oder Samstagarbeit, vorsieht. Dieser gestraffte Ablaufplan ist das Minimum – weitere Kürzungen sind nicht möglich.

Zeitplan:  

Abbruch/Baustelleneinrichtung           Ende Juni 2017
Spezialtiefbau, RohbauarbeitenBeginn II. Quartal 2017
BadewassertechnikBeginn III. Quartal 2017
Beckenausstattung Beginn IV. Quartal 2017
Anbau Chlorgasraum  Beginn II. Quartal 2018
ElektrotechnikBeginn II. Quartal 2018
FreianlagenBeginn II. Quartal 2018
Metallarbeiten (Geländer, Handläufe etc.)    Beginn III. Quartal 2018


Planung: Ingenieurbüro Bauconzept, Lichtenstein (Sachsen)

Gesamtkosten (netto): ca. 4.7 Mio. netto, davon Finanzhilfe EFRE 2014 – 2020 (80 % Förderung, ca. 3.7 Mio. netto)
Baukosten gesamt: ca. 4,0 Mio. netto

Fördermittelgeber: Europäischer Fond für Regionalentwicklung – Nachhaltige Stadt- und       Ortsentwicklung: EFRE 2014 – 2020

Baufirma: Lospaket  1 Abbruch + Baustelleneinrichtung + Trinkwasserschacht: WBB Bau und Beton, Umpferstedt


Im Anhang der E-Mail zu dieser Pressemitteilung erhalten Sie als PDF eine Übersicht der ÖPNV-Verbindungen zu den umliegenden Orten mit Freibädern. Weiterhin verweisen wir auf die VMT-Fahrplanauskunft unter https://www.vmt-thueringen.de/, die VMT-App unter https://www.vmt-thueringen.de/die-neue-vmt-app/ und auf das Schüler-Ferienticket für Thüringen unter http://www.sft-thueringen.de/.

Hier finden Sie Fahrpläne des ÖPNV zu den umliegenden Freibädern rund um Weimar.