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Sanierung Schwanseebad

Die Stadt Weimar erhält im Rahmen des Programms „Europäischer Fond für regionale Entwicklung“ (EFRE) 2014 – 2020 Fördermittel der europäischen Union für Maßnahmen der Stadtsanierung.

Entwurf Frontalansicht

Bedeutung des Schwanseebades 

    Die Anlage des Schwanseebades ist Bestandteil des denkmalgeschützten Gesamtensembles „Asbach- Grünzug“. Dieses Gartendenkmal der Moderne ist in seiner Ausprägung und in seinem Erhaltungszustand für Thüringen und darüber hinaus einmalig. Ein wichtiges Ziel der Sanierung ist es daher, die Besonderheiten eines solch bedeutenden Denkmals zu berücksichtigen und es in seiner ursprünglichen Zweckbestimmung für die Zukunft zu erhalten.


    Beschreibung der geplanten Sanierung 

    Die Fortführung des Badebetriebes war schon seit geraumer Zeit vor allem aufgrund bautechnischer Mängel nicht mehr gesichert. Bereits seit 2009 wurden hat sich daher die Stadt Weimar immer wieder um Fördermittel für die Sanierung des Schwanseebades bemüht. Diese Bemühungen führten mit der Aufnahme  in das EFRE- Förderprogramm  zur nachhaltigen Stadt- und Ortsentwicklung im Jahr 2016 zum Erfolg, so dass nach der Fördermittelzusage im Oktober 2016 mit der weiteren Umsetzung der Maßnahme begonnen werden konnte. Gestalt und Form der Wasserbecken sollten aus denkmalpflegerischen Gründen erhalten bleiben, die Wirtschaftlichkeit des Betriebs durfte nicht außer Acht gelassen werden, die Anforderungen an die Qualität von Badegewässern waren zu beachten  und vor allem die heutigen Nutzungsansprüche waren zu berücksichtigen.

    Davon ausgehend werden die Struktur und Aussehen des Schwanseebades erhalten bleiben. Alle Beckenwände und -böden erhalten einen neuen Belag aus WU-Beton. Der neue Beckenboden wird auf Mikropfählen punktförmig gelagert. Es werden Einströmkanäle und Überlaufrinnen installiert, um eine optimale Durchströmung der einzelnen Beckenbereiche zu erreichen. Die Größe des Sprungbeckens wird  den aktuellen Richtlinien entsprechend  umgebaut. Schwimmerbecken und Nichtschwimmerbecken werden künftig mit Trinkwasser befüllt. Für die neu zu errichtende Badewassertechnik müssen Aufstellflächen errichtet werden. Dafür werden im Bereich östlich des Hallenbades, beidseitig der zentralen Treppe, zwei unterirdische Baukörper hergestellt.

    Das Wasser aus der „Lotte“ wird weiterhin für die Befüllung eines östlich des Freibades gelegenen Zierbeckens genutzt.

    Im Schwanseebad gibt es derzeit keinen Planschbereich für die kleinsten Besucher. Um auch dieser Besuchergruppe ein angemessenes Areal anbieten zu können, werden  auf den beiden Grünflächen nördlich und südlich des Hallenbades zwei Wasserspielbereiche, symmetrisch zur Achse des Schwanseebades, mit einer maximalen Größe von 6 x 6 m angeordnet. Dort sind Kleinkinder ausreichend von den tieferen Wasserflächen entfernt und können von den angrenzenden Liegeflächen aus besser beaufsichtigt werden.

    Sämtliche Ausstattungselemente in den Becken wie Treppen, Einstiegsleitern, Startblöcke u.ä. werden erneuert bzw. ergänzt.

    Angrenzende Wege und Grünflächen sollen mit traditionellen und vorhandenen Materialien saniert werden. Die bereits neu gestalteten Sanitäranlagen wie Duschen und WC sowie Umkleidekabinen bleiben erhalten.

    Der originale Baumbestand soll erhalten werden, unabdingbare Fällungen werden durch Neupflanzungen ersetzt.

    Der Beginn der Abbrucharbeiten startete  Ende Juni 2017, danach folgen noch in diesem Jahr die Gewerke für den Spezialtiefbau und die Rohbauarbeiten sowie die Badewassertechnik.  Im Anschluss daran soll  noch im Jahr 2017 mit dem Einbau der Beckeneinrichtung begonnen werden. 

    Im Jahr 2018 erfolgt dann der größte Teil der Arbeiten für die Beckenausstattungen, Elektroarbeiten, Metallbauarbeiten, der Anbau des Chlorgasraums und die Neugestaltung bzw. die Wiederherstellung der Freianlagen. 

    Unser Ziel ist es, im September 2018 die Schwimmbecken wieder probeweise in Betrieb zu nehmen. Die Arbeiten - besonders im Gewerk Freianlagen - werden sich in Teilbereichen allerdings noch bis zum  Beginn 2019 hinziehen.  Der nachfolgend dargestellte Ablauf beruht auf einem eng gesetzten Bauzeitenplan, dessen Realisierung bei einigen Gewerken besondere Maßnahmen, wie z.B.  Doppelschichtsystem oder Samstagarbeit, vorsieht. 

    Zeitplan:

    Abbruch / Baustelleneinrichtung
    Ende Juni 2017

    Spezialtiefbau, Rohbauarbeiten
    Beginn IV. Quartal 2017

    Badewassertechnik
    Beginn IV. Quartal 2017

    Beckenausstattung
    Beginn I. Quartal 2018

    Anbau Chlorgasraum
    Beginn II. Quartal 2018          

    Elektrotechnik
    Beginn II. Quartal 2018

    Freianlagen
    Beginn II. Quartal 2018

    Metallarbeiten (Geländer, Handläufe etc)
    Beginn III. Quartal 2018

    Planung:        
    Ingenieurbüro Bauconzept, Lichtenstein (Sachsen)

    Gesamtkosten (netto): ca. 4.7 Mio. netto
    (davon Finanzhilfe EFRE 2014 – 2020:  ca. 3.7 Mio. netto)

    Fördermittelgeber:
    Europäischer Fond für Regionalentwicklung – Nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung: EFRE 2014 – 2020

    Förderung im Rahmen des Programms „Europäischer Fond für regionale Entwicklung“ (EFRE) 2014 – 2020

    Die Stadt Weimar erhält im Rahmen des Programms „Europäischer Fond für regionale Entwicklung“ (EFRE) 2014 – 2020 Fördermittel der europäischen Union für Maßnahmen der Stadtsanierung. Im Jahr 2014 hat das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft den Wettbewerb „Nachhaltige Stadt- und Ortsentwicklung“ im Rahmen des Thüringer EFRE-Programms 2014 bis 2020 ausgelobt. Die Stadt Weimar hat sich hier mit einer integrierten kommunalen Strategie (IKS) beworben.

    Die Wettbewerbsjury des Freistaates Thüringen, Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft hat entschieden, die IKS der Stadt Weimar zu bestätigen und somit die Stadt Weimar in den Kreis der antragsberechtigten EFRE-Kommunen aufgenommen.