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Salz gehört ins Essen und nicht auf die Straße

Langsam wird es draußen kälter, der Winter hält Einzug in unsere Stadt. Die Kinder freuen sich auf Weihnachten und bald lädt der erste Schnee zum Schlittenfahren ein. "Was des einen Freud, ist des anderen Leid."

Denn der Schnee auf unseren Straßen und Fußwegen ist für viele ein Ärgernis. Fußwege und Straßen eis- und schneefrei zu halten ist zeitraubend, anstrengend oder teuer. Durch die Straßenreinigungssatzung der Stadt Weimar ist jede/r Hausbesitzer/-in und Wohnungs­eigentümer/-in hierzu verpflichtet. Viele greifen daher zu Streusalz und salzen bis der Schnee geschmolzen ist. Dieses Salz hat deutlich negative Auswirkungen auf Umwelt, Mensch und Tier.

Leittragend sind nicht nur die an den Straßenrändern wachsenden Pflanzen. Gerade Straßen­bäume reagieren sehr empfindlich auf Salz. Ganz zu schweigen davon, dass das Salz mit dem Schmelz­wasser Böden und Oberflächengewässer belastet. Auf diesem Weg kann es auch ins Grundwasser gelangen.

Bei Hunden und Katzen kommt es durch das Salz an der empfindlichen Haut zwischen den Pfoten­ballen leicht zu schmerzhaften Entzündungen, die langwierige tierärztliche Behandlungen nach sich ziehen können.

Zahlreiche Alternativen zu Streusalz

Auch Stahlträger und Beton werden von dem Salz angegriffen und verlieren an Stabilität. Gerade bei Brückenbauten kann das verheerende Auswirkungen haben. Der Unterboden von Kraft­fahrzeugen korrodiert ebenfalls deutlich schneller.

Nicht zuletzt beschweren wir Bürger/-innen uns jedes Jahr aufs Neue über die schlechten und teilweise mit Schlaglöchern übersäten Straßen in unserer Stadt. Dies ist zum Teil auf den Einsatz von Streusalzen zurückzuführen.

Verzichten Sie deshalb dieses Jahr auf Streusalz und kommen dem Verbot von Streusalzen in der Stadt Weimar nach (Straßenreinigungssatzung: § 11 (4)).

Glücklicherweise stehen zahlreiche Alternativen zu Streusalz zur Verfügung: Sand, Split, selbst Holzspäne eignen sich zum Abstumpfen der Schneeoberfläche. Der Handel bietet auch spezielles Streugranulat an. Achten Sie dabei auf Kennzeichen für ökologisch verträgliche Produkte wie den Blauen Engel. Diese Materialien haben einen weiteren Vorteil: Sie lassen sich nach dem Ende der Frostperiode einfach wieder zusammenkehren und beim nächsten Mal wiederverwenden. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie.