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Redoute: Nutzung des sanierten Bestandsgebäudes kann beginnen

Das Bestandsgebäude (ehemals „Haus der Offiziere“) wurde auf mehreren Geschossen ertüchtigt und mit neuen technischen Infrastrukturen versehen.

Das Bestandsgebäude wurde auf mehreren Geschossen ertüchtigt und mit neuen technischen Infrastrukturen versehen.

Oberbürgermeister Peter Kleine hat heute gemeinsam mit der Beigeordneten der Stadt Weimar, Dr. Claudia Kolb, das sanierte Bestandsgebäude der Redoute für erste Nutzungsmöglichkeiten freigegeben. Damit geht ein weiterer Zwischenschritt im Gesamtprojekt für einen neuen Probensaal des Deutschen Nationaltheater bzw. der Staatskapelle zu Ende. Das Bestandsgebäude (ehemals „Haus der Offiziere“) wurde auf mehreren Geschossen ertüchtigt und mit neuen technischen Infrastrukturen versehen. Ein Fahrstuhl wurde eingezogen. Die Fassade und die Außenanlagen wurden neugestaltet. Einige Restarbeiten, wie etwa Malerarbeiten, müssen noch ausgeführt werden. Große Flächen im Untergeschoss können aber bereits für Lagerungszwecke des DNT genutzt werden.

Der Stadtrat hat im November 2017 nach intensiver Beratung den Bau eines Probensaales für die Staatskapelle Weimar des Deutschen Nationaltheaters beschlossen.

Die Staatskapelle probte bisher in einer angemieteten, baulich verschlissenen Turnhalle. Nach einem geeigneten Probensaal wurde seit vielen Jahren gesucht. Benötigt wird ein Standort, der neben dem eigentlichen Probensaal auch Stimm- und Garderobenräume für die Musiker und Chormitglieder sowie Lagermöglichkeiten für Instrumente bereitstellt.

Nach einem intensiven Abstimmungsprozess zur Standortfindung war eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung eines Probensaals an der Ettersburger Straße 63 in Auftrag gegeben worden. Der Lösungsvorschlag sieht einen Anbau an die bestehende Redoute und die darin befindliche Probebühne vor. Damit können räumliche Synergieeffekte genutzt werden.

Zur baulichen Konzeption des Gesamtprojektes (Sanierung Bestandsgebäude + Neubau Probensaal)

Die vorliegende Planung umfasste Umbaumaßnahmen, vor allem im Untergeschoss des Bestandsgebäudes der Redoute und den Neubau eines Probesaals. Dem Projekt vorausgegangen waren bereits Umbaumaßnahmen im Bestandsgebäude, die im April 2016 abgeschlossen wurden. U.a. erfolgte die Sanierung der Innenräume, Brandschutzmaßnahmen, eine Ertüchtigung der Erschließungs- und Verkehrswege und eine Erneuerung der haustechnischen Anlagen. Im Jahr 2017 schloss sich eine aus ökologischer und ökonomischer Sicht dringend notwendige energetische Sanierung des Bestandsgebäudes an.

Errichtet wurde zudem ein massiver Anbau in östlicher Richtung an das vorhandene Gebäude der Redoute. Durch den vorgestellten Erweiterungsbau rückt der Gebäudekomplex bis an die Ettersburger Straße heran. Der zentrale überhöhte Saalkörper des Anbaus wird von den dienenden Räumen (Einspielzimmer, Tonstudio, WC’s und Flure) auf Ebene des Untergeschosses umgeben. Diese werden mit einer Geschosshöhe von rund 3,20 m teilweise unter der Geländeoberfläche angeordnet.

Die Gesamtbaukosten des Gesamtprojektes betragen rd. 8,0 Mio. €. Diese werden mit 3,5 Mio. € durch den Freistaat Thüringen, 3,0 Mio. € durch Städtebaufördermittel und mit 1,5 Mio. € durch die Stadt Weimar finanziert. Die Bauarbeiten haben 2018 begonnen und sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden. Aufgrund von festgestellten Baumängeln beim Estrich des Probensaales wird es zu Verzögerungen kommen.