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weimar.deStadtAktuellPreview mit Ausblick auf persönliche Besuche: Die stadtgeschichtlichen Sonderausstellungen „200 Jahre Sparkasse in Mittelthüringen“ und „Weimar und Russland“

Preview mit Ausblick auf persönliche Besuche: Die stadtgeschichtlichen Sonderausstellungen „200 Jahre Sparkasse in Mittelthüringen“ und „Weimar und Russland“

Vom 23.4. bis 1.8.2021 präsentiert das Stadtmuseum Weimar zwei Sonderausstellungen zur Stadtgeschichte und der Schlüsselfigur Maria Pawlowna.

Foto: Thomas Müller

Anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Sparkasse in Mittelthüringen“ beleuchtet das Stadtmuseum die bewegte Geschichte der Sparkasse von ihrer Gründung im Jahr 1821 in Weimar, die maßgeblich auf Initiative von Großherzogin Maria Pawlowna erfolgte, bis hin zur Moderne.

Aufgrund der herausragenden Leistungen von Maria Pawlowna für die Sparkasse sowie für die Stadt Weimar widmet ihr das Stadtmuseum parallel hierzu die Ausstellung „Weimar und Russland“. Darin die vielfältigen, tiefen Verbindungen zwischen Weimar und der Heimat Maria Pawlownas gewürdigt.

Die Ausstellungen wurden durch den russischen Generalkonsul der Russischen Föderation, Andrej Yurevich Dronov, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Mittelthüringen, Dieter Bauhaus, sowie Oberbürgermeister Peter Kleine am Donnerstag, 22.4.2021, erstmals den Medien vorgestellt.

Die Exponate werden ab 8. Mai unter www.weimar-und-russland.de digital zu sehen sein. Eine Präsenzbesichtigung im Stadtmuseum ist pandemiebedingt leider weiterhin nicht möglich.

Zu den Inhalten der Ausstellungen:

„200 Jahre Sparkasse in Mittelthüringen“

Die Ausstellung „200 Jahre Sparkasse in Mittelthüringen“ zeichnet anhand von zahlreichen Exponaten sowie historischen Dokumenten aus dem Archiv der Sparkasse die Ausstellung nach, wie sich die Sparkasse seit ihrer Gründung von einer Kreditanstalt für bedürftige Menschen zu einem modernen Finanzdienstleister für die gesamte Region Mittelthüringen entwickelt hat.

Sie beleuchtet zudem nicht nur die Bauwerke sowie die Schalterhallen, sondern gewährt auch ein Blick hinter die Kulissen auf die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus wird der gesellschaftliche Wandel, zum Beispiel durch Krisen und Inflation, aber auch durch Währungsreformen, mit historischem Bildmaterial dokumentiert. Neben weiteren geschichtsträchtigen Themen findet darüber hinaus vor allem das gesellschaftliche Engagement und somit das grundlegende Selbstverständnis der Sparkasse Mittelthüringen seinen Platz in der Ausstellung.

„Weimar und Russland“

Die Ausstellung dokumentiert mit ausgewählten Exponaten aus zwei Jahrhunderten das intensive, spannungsreiche und schicksalhafte Verhältnis mit seinen Höhen und Tiefen.

Mit der Ankunft der Großfürstin Maria Pawlowna 1804 begann für Weimar sein „russisches Jahrhundert“, welches erst mit dem Tode des Großherzoges Carl Alexander 1901, mit der Aufgabe der orthodoxen Kirche im Haus der Frau von Stein nach 1907 oder spätestens mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 endete.

Die Verwandtschaft der Großfürstin mit dem Zarenhaus verhinderte bereits 1806 die Zerstörung Weimars durch Napoleon. 1813 verdankt Weimar seine erneute Rettung vor napoleonischen Soldaten hauptsächlich russischen Kosaken.

Starke Verbindungslinien zwischen Weimar und Russland dokumentieren auch Ausstellungsinhalte rund um das Bauhaus, das ehemalige KZ Buchenwald und die DDR-Zeit mit den prägenden russischen Garnisonen in und um Weimar.

Die geschichtsträchtige Kulturstadt an der Ilm bietet sich auch zukünftig gerade im Hinblick auf seine deutsch-russische Vergangenheit als Ort des Austauschs und der humanistischen Völkerverständigung in einem zusammenwachsenden Europa an.