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Online-Lesungen mit Judith Schalansky

Der Forschungsverbund „Diktaturerfahrung und Transformation" organisiert für den 16. und 24. Juni 2021 zwei Lesungen mit der Schriftstellerin Judith Schalansky.

Judith Schalansky ist im Sommersemester 2021 Gastprofessorin des Forschungsverbundes „Diktaturerfahrung und Transformation.“ Anke John (Professorin für Didaktik der Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Gregor Streim (Professor für Neuere und Neueste deutsche Literatur an der Friedrich-Schiller-Universität Jena) führen nach der Lesung durch das Gespräch mit Judith Schalansky. Coronabedingt findet die Veranstaltung online per Zoom statt. Sie sind aber nicht weniger herzlich als bei einer analogen Lesung eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

 

„Der Hals der Giraffe“ – Lesung und Gespräch mit Judith Schalansky

Termin: 16. Juni 2021, 18.15 Uhr (Zoom)

Zoom Link: https://uni-jena-de.zoom.us/j/97599928458#success

Meeting ID: 975 9992 8458 / Passwort: 042021

Inge Lohmark ist seit 30 Jahren Biologielehrerin in Mecklenburg-Vorpommern. Sie lehrt Evolution als „survival of the fittest“ und behandelt auch die Kinder mit entsprechender Strenge. Im vereinigten Deutschland verändert sich die Schule. Unterschiedliche Bildungs- und Erziehungsvorstellungen prallen unter einem neuen Direktor aufeinander. Diese Veränderungen machen der Lehrerin zu schaffen. Auch im Privaten läuft es eher schlecht: Ihre Ehe ist in einer Zweckgemeinschaft gemündet, ihre Tochter wohnt in den USA und hat zu ihrer Mutter ein eher distanziertes Verhältnis. So gerät Inge Lohmark unter den Druck ihres eigenen Weltbilds.

 

„Verzeichnis einiger Verluste“ – Lesung und Gespräch mit Judith Schalansky

„Buch im Kubus“ in Kooperation mit dem Deutschen Nationaltheater Weimar

Termin: 24. Juni 2021, 18.15 Uhr (Zoom)

Zoom Link: https://uni-jena-de.zoom.us/j/63112802814

Meeting ID: 63112802814 / Passwort: 483652

Im Laufe der Geschichte ist Vieles verloren gegangen oder zerstört worden. Judith Schalansky gibt in ihrem Buch den Spuren des Verlorenen einen Platz und nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise zu verschiedenen Zeiten und Orten unseres Planeten. Dazu erfindet sie verschiedene Erzählstimmen und -perspektiven. Zu den Orten zählen der Palast der Republik und der Hafen von Greifswald, zu den Stimmen die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt. Sie fragt nach der Bedeutung des Erinnerns wie des Vergessens und zeigt, dass der Unterschied zwischen An- und Abwesenheit womöglich marginal ist, solange es die Erinnerung gibt.